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FCK

Notfallplan B in Arbeit

Von Horst Konzok

Motiviert beim FCK: Martin Bader, Vorstand Sport.

Motiviert beim FCK: Martin Bader, Vorstand Sport. ( Foto: KUNZ)

Hintergrund: FCK-Sportvorstand Martin Bader plant zweigleisig, um im Falle eines Falles erstklassig für die Dritte Liga gerüstet zu sein. Die U23 spielt in der nächsten Saison als U21 auf dem Fröhnerhof. Hans Werner Moser soll Trainer bleiben.

«Kaiserslautern.» Wenn er aus der Fritz-Walter-Loge auf „die West“ schaut, geht sein Herz auf. Freitag gegen Kiel, das 3:1, das war „Betze pur“. Ein tolles Spiel, fantastische Fans – Martin Bader war begeistert. Er ist seit 1. Februar Vorstand Sport beim Zweitliga-Letzten 1. FC Kaiserslautern. Angetreten, im Falle eines nicht unwahrscheinlichen Falles – mit dann reduziertem Salär – die Mission Wiederaufstieg anzugehen. „Wenn wir es schaffen, die Klasse zu halten, ist es wunderbar. Aber ich plane so, dass wir gut vorbereitet in die Dritte Liga gehen würden“, beschreibt Martin Bader seine zweigleisigen Planungen, um in Liga drei erstklassig aufgestellt zu sein. Die angestrebte Ausgliederung der Profiabteilung bejaht er.

Bader war knapp ein Jahr nach seiner Freistellung bei Hannover 96 dabei, den Markt zu sondieren, beschäftigte sich auch mit dem Ausland. Das Interesse des FCK, das Angebot aus Kaiserslautern, faszinierte. Einer von 36 Profivereinen, wohl Schlusslicht, aber eben doch ein ganz besonderer Klub: die Tradition, das Stadion, die Kabinen, die Geschäftsstelle, die hohe Motivation der Mitarbeiter – Bader ist angetan vom Fleiß, vom Miteinander. Er glaubt an die Zukunft des Vereins. Und will mit hohem Einsatz helfen, eine bessere zu gestalten. Er war elf Jahre bei 1. FC Nürnberg, er kann sich gut vorstellen, auch beim FCK zum Dauerbrenner zu werden.

Baders erste Amtshandlung war beileibe nicht so geplant. „Wir wollten ja keinen Trainerwechsel“, sagt Bader mit Blick auf die Erkrankung von Jeff Strasser, dessen Aufgaben Michael Frontzeck übernahm. „Wir wollten Michael aber auch die Zeit geben, sich einen Überblick zu verschaffen, die Gespräche mit den Spielern zu führen, mit denen wir auch in die Dritte Liga gehen wollen, wenn es so kommt“, erklärt Bader. Priorität aber hat der Kampf um den Klassenverbleib: „Wir werden alles dafür tun. Deshalb haben wir das auch mit Michael Frontzeck gemacht. Wenn wir es nicht schaffen, geht es weiter, weil der Verein ein toller Verein ist.“

Der Kontakt zu Jeff Strasser, der wegen Herzrhythmusstörungen krankgeschrieben ist, besteht. „Ich habe ihn in Luxemburg besucht. Wir haben uns drei Stunden unterhalten, über den FCK, den Fußball, die Familie – es war spannend ihn als Menschen kennenzulernen“, sagt Bader. Strassers Vertrag läuft bei Klassenerhalt bis 2019. „Wenn Jeff gesundgeschrieben wird, setzen wir uns zusammen und schauen, wie es weiter geht. Ich möchte, dass Jeff Teil der FCK-Familie bleibt.“

Bedeutend für die Zukunft des FCK ist für den neuen Sportchef die Ausgestaltung des Nachwuchsleistungszentrums im Sportpark Rote Teufel. „Das geht ligaunabhängig weiter. Wir werden alles dafür tun, ein gutes Leistungszentrum zu haben. Das ist der Nährboden für den FCK!“

„Aus der U23 wird eine U21, das wird eine Ausbildungsmannschaft, die die Oberliga schaffen muss, mittelfristig in die Regionalliga aufsteigen soll“, kündigte Bader an. Ihre Heimspiele wird die Mannschaft, abgesehen von der Partie gegen Eintracht Trier, ab sofort auf dem Fröhnerhof austragen. Trainer der U21 soll der derzeitige U23-Coach werden. „Ich habe mit Hans Werner Moser gesprochen und ihm signalisiert, dass wir gerne mit ihm weiterarbeiten möchten.“

Heute wird Martin Bader 50 Jahre alt. Er erwartet Besuch von seiner Frau und der 14-jährigen Tochter aus erster Ehe. Die Pfalz gefällt ihm. Von den Weinfesten in Vorder- und Südpfalz hat er gehört. Bei Klassenerhalt ließen die sich besonders genießen ...

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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