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Samstag, 07. Juli 2018 Drucken

FCK

Neuzugang Thiele trägt Nummer 9 als Markenzeichen

Von Horst Konzok

Sturmtank im neuen FCK-Dress: Timmy Thiele.

Sturmtank im neuen FCK-Dress: Timmy Thiele. ( Foto: KUNZ)

Neu beim FCK (14): Mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ verließ Timmy Thiele den FC Carl Zeiss Jena – und sieht nun seine große Chance.

«Kaiserslautern.»Die fünf Stationen in der Jugend eingerechnet, ist der 1. FC Kaiserslautern der 14. Verein in der Karriere von Timmy Thiele. Mit 18 debütierte der in Berlin groß gewordene Vollblutstürmer in der Drittliga-Mannschaft von Werder Bremen. Er suchte sein Glück auch bei Alemannia Aachen, wo er die Insolvenz erlebte, und im Talentschuppen von Borussia Dortmund. 75 Drittligaspiele hat Thiele bestritten, dabei 18 Tore erzielt, elf Vorlagen geleistet. Ein Mannschaftsspieler.

Schnell, aber auch ein Austeiler

 

„Er war manchmal am richtigen Platz, aber im falschen Moment – oder auch umgekehrt“, urteilt Martin Bader. Der Sportvorstand des FCK mühte sich lange Wochen intensiv, um seinen Wunschstürmer vom künftigen Ligarivalen FC Carl Zeiss Jena loszueisen. Thiele, schnell, aber auch ein Austeiler wenn nötig, einer der drauf geht, ein Typ, den sie auf dem Betze mögen werden, der sollte es unbedingt sein. Für ihn haben sie die Nummer 9 reserviert. „In Jena hatte ich die 7 – aber die 9 gefällt mir. Ich will sie mit Leben erfüllen!“ Leben – heißt Tore! Thiele-Tore. Viele Tore!

 

„Als ich aus England zurück kam, nach Jena bin, habe ich zwei Schritte zurück gemacht, um wieder einen nach vorne zu gehen“, sagt Timmy Thiele, der nach nicht optimaler Zeit bei Oldham Athletic und Burton Albion in Thüringen anheuerte. Mit 16 Toren und elf Torvorlagen hatte der Vollblutstürmer 2016/17 großen Anteil am Aufstieg in die Dritte Liga. Mit elf Toren in 22 Spielen trug der schnelle Angreifer merklich zum Klassenerhalt des Aufsteigers bei, den er auch zum Sieg im Thüringen-Pokal führte: zwei Tore und eine Torvorlage – Carl Zeiss ist im DFB-Pokal dabei.

"Für mich ist das eine Riesensache"

 

„Es war keine einfache Entscheidung. Ich bin mit einem weinenden und einem lachenden Auge gegangen“, sagt Thiele, der in Jena geliebt wurde, sich sehr, sehr wohl fühlte. Beim FCK aber sieht er eine große Chance, seine Karriere noch einmal entscheidend voran zu bringen. „Für mich ist das eine Riesensache. Das Konzept, das mir Herr Bader und der Trainer erläutert haben, hat mich begeistert“, schwärmt Thiele – und will ein Teil des Ganzen sein.

 

„Ich bin ein spielender Stürmer“, sagt Thiele, der seine Kopfballstärke, „gepaart mit sehr guter Geschwindigkeit“, einbringen will. Er versucht „in die Tiefe zu kommen“. „Die aggressive Spielweise passt sehr gut zu mir“, identifiziert sich der neue Angreifer mit der von der Sportlichen Führung angedachten Spielweise. „Ich hatte mehrere Angebote, auch aus der Zweiten Liga“, sagt Timmy Thiele – aber die Offerte der Lauterer hat ihn überzeugt.

 

„Nur eins zählt jetzt – das erste Spiel. Ich freue mich unheimlich auf den Tag“, sagt Thiele, ein Profi zum Anfassen. Am Mittwoch nach dem Test in Ludwigshafen fand seine dritte Halbzeit auf der Kunststoffbahn statt: Autogramme, Selfies ohne Ende. Timmy Thiele beantwortete freundlich Fragen, lächelte, posierte.

 

Noch bevor es ins Trainingslager nach Zams ging, wurde der Umzug von Jena nach Kaiserslautern gemeistert. Frau und Sohn – Lionel ist drei Monate – sind da. Wie schön!

 

  Steckbrief

 

—Timmy Thiele

Geboren: 31. Juli 1991 in Berlin

Nationalität: Deutsch

Größe: 1,88 Meter

Gewicht: 84 Kilogramm

Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2021

Rückennummer: 9

Bisherige Vereine: FC Carl Zeiss Jena, Oldham Athletic, Burton Albion, SC Wiedenbrück, Borussia Dortmund II, Alemannia Aachen, FC Schalke 04 II, Werder Bremen II, Tennis Borussia Berlin, SV Tasmania Gropiusstadt, Hertha BSC, TSV Rudow, Tennis Borussia Berlin.

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