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Dienstag, 16. Juli 2019 Drucken

FCK

Neu beim FCK: Manfred Starke - der mit der linken Klebe

Von Horst Konzok

Dynamisch: Manfred Starke.

Dynamisch: Manfred Starke. ( Foto: Christian Hamm)

Manfred Starke spielt für Namibia. Jenseits von Afrika will der 28-Jährige, der sich beim Drittligisten FC Carl Zeiss Jena profilierte, den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. FCK-Trainer Sascha Hildmann setzt vor allem auch auf die Standards des Offensivspielers. In seiner Jugend bewies Starke auch als Faustballer sein Talent.

Sein Weg ist ein ungewöhnlicher: In Windhoek, Namibias Hauptstadt geboren, kommt Manfred Starke mit 13 ins Fußball-Internat von Hansa Rostock. Nach dreimonatiger Probezeit ist klar, Manni bleibt in Deutschland. „Ich würde alles wieder so machen“, versichert Starke, der gerade einen Zweijahresvertrag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern unterschrieben hat.

Profi wurde er schon beim FC Hansa, spielte in den letzten vier Jahren beim FC Carl Zeiss Jena. Dort hinterließ Starke tiefe Spuren: Aufstieg in die Dritte Liga, 26 Torbeteiligungen in zwei Drittliga-Spielzeiten, Klassenerhalt 2019 am letzten Spieltag gesichert. Bei der „Überlebensparty“ wurde Starke gefeiert und stilvoll verabschiedet. „Jena, das waren schöne Jahre. Die Zeit hat mich auch als Spieler weitergebracht. Ich werde zu den Leuten dort immer ein gutes Verhältnis haben“, betont Starke.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Er hat beim Afrika-Cup für Namibia gespielt, viele Erfahrungen gesammelt, den besonderen Charakter des Turniers genossen. „Dass wir gegen so starke Gegner wie Marokko, Elfenbeinküste und Südafrika in der Vorrunde ausgeschieden sind, war sicher keine Überraschung“, bilanziert Starke, einziger Weißer in der Mannschaft. Vier Jahre war er beim Nationalteam kein Thema, weil er 2014 die Vorbereitung in Rostock dem Afrika-Cup vorgezogen hatte. Die Aussprache fruchtete. Mit den Teamkameraden parliert er in Englisch, hat aber auch sein Afrikaans wieder aufgefrischt. Bemerkenswert: Als junger Kerl spielte Starke in Namibias U18-Faustball-Nationalmannschaft. In einem Interview mit DFB.de berichtet Starke nun auch vom Innenleben im Nationalteam: „Die Abläufe sind bis zum Stadion sehr ähnlich. Erst in der Kabine werden die Unterschiede deutlich. Bei der namibischen Nationalmannschaft wird sehr viel gesungen und getanzt. In einem Lied kommt jeder Spieler mit seinen Eigenschaften vor. Über mich wurde gesungen ,Du bist so weiß, du bist so schön’. Als einziger Spieler mit heller Hautfarbe bin ich schon aufgefallen.“

Schon in die neue Heimat gezogen

Das Tanzen, gesteht Starke, ist nicht so sein Ding: „Das habe ich lieber den anderen Spielern überlassen. An den Stellen, an denen ich textsicher war, habe ich auch mitgesungen. Sonst habe ich mich auf rhythmisches Klatschen beschränkt.“

Beim FCK trägt Starke die Nummer 7. „Ich möchte hier ankommen und meine Leistung in den Topf werfen“, sagt der 28-Jährige, der mit seiner Freundin schon ein Domizil in der neuen Heimat gefunden hat.

Der linke Fuß – eine besondere Qualität Starkes, von der sich Trainer Hildmann vor allem auch bei Standards viel erhofft. Starke war der erste Spieler, der dem Coach nach dessen Amtsantritt in Großaspach so richtig aufgefallen ist. 2018/19 gegen den FCK war Starke in prächtiger Form, traf beim 3:3 im Hinspiel. In dieser Verfassung wünscht sich Hildmann den Neuen aus Jena am Samstag ...

 

Steckbrief

—Manfred Starke

Geboren: 21. Februar 1991 in Windhoek

Nationalität: Namibisch/Deutsch

Größe: 1,79 Meter

Gewicht: 70 Kilogramm

Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2021

Bisherige Vereine: FC Carl Zeiss Jena, FC Hansa Rostock, FSV Bentwisch, SK Windhoek.

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