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Dienstag, 04. September 2018 Drucken

FCK

Löhmannsröbens Wutrede: "Dann soll der Cornflakes zählen gehen"

Von Oliver Sperk und Christian Schreider

Das war knapp: Zwickaus René Lange (l.) klärt beim Schuss des Lauterers Lukas Gottwalt gerade noch.

Das war knapp: Zwickaus René Lange (l.) klärt beim Schuss des Lauterers Lukas Gottwalt gerade noch. ( Foto: KUNZ)

Löhmannsröben

Löhmannsröben (Foto: Kunz)

Ein sehr fragwürdiger Handelfmeter in der Nachspielzeit und hitzige Diskussionen: Das unglückliche 1:1 (0:0) des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern am Sonntag beim FSV Zwickau sorgt noch immer für Gesprächsstoff. Im Blickpunkt: FCK-Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben und seine spontane Wutrede.

"Eine absolute Frechheit"

 

„Wenn das ein Schiri ist, weiß ich nicht, Digga, dann soll der Cornflakes zählen gehen.“ Das hatte der 27-Jährige, ein offener, geradliniger Typ, der das Herz auf der Zunge trägt, gleich nach dem Schlusspfiff im Bewegtbild-Live-Interview bei „Telekom Sport“ gesagt. Gemeint war Schiedsrichter Markus Wollenweber. Zudem meinte Löhmannsröben: „Ich hoffe, der kann ’ne Woche nicht pennen. Er soll erst mal Kreisliga pfeifen und mal die Augen aufmachen. Das ist ja eine absolute Frechheit.“

 

 

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat ob der Wortwahl des Lauterers Ermittlungen aufgenommen. In einer FCK-Mitteilung entschuldigte sich Löhmannsröben gestern: „Dass ich dann im Interview direkt nach dem Spiel vielleicht ein wenig emotionaler bin, sorry. Der Fußball lebt doch von Emotionen. Vielleicht war meine Wortwahl nicht optimal, aber ich wollte zu keinem Zeitpunkt irgend jemanden beleidigen oder persönlich angreifen.“ Der Spieler betonte: „Ich bin kein Typ, der sich vor der Kamera verstellt.“

Ein Elfer zu wenig, einer zu viel

Hintergrund waren zwei Situationen unmittelbar vor Spielende im Zwickauer „Schwanennest“. In einem Zweikampf im Lauterer Strafraum bekam Löhmannsröben den Ellenbogen des 35 Jahre alten Zwickauers Ronny König ab, der früher beim FCK II spielte. Der Ball fiel auf die Hand des aus dem Gleichgewicht geratenen Löhmannsröben – Elfmeter für Zwickau. Kapitän Toni Wachsmuth verwandelte (90. +2) zum 1:1-Endstand. Unmittelbar zuvor hatte Schiedsrichter Wollenweber das Foulspiel des Zwickauers Davy Frick am eingewechselten Lauterer Dominik Schad im FSV-Strafraum nicht geahndet.

Frontzeck verärgert

„Das war schon außergewöhnlich. Das habe ich in der Form selten erlebt, dass du in der 91. Minute einen Elfmeter bekommen müsstest und im Gegenzug dann so einen gegen dich kriegst“, sagte FCK-Trainer Michael Frontzeck verärgert.

Spielerisch stark verbessert

Seine Mannschaft, die nach sechs Spieltagen mit sechs Punkten und nur vier erzielten Toren auf Rang 15 steht, zeigte sich am Sonntag spielerisch stark verbessert. Auch in Sachen Tempo und Zweikampfstärke waren die Roten Teufel in Zwickau sehr gut dabei, das Vertikalspiel funktionierte. Innenverteidiger Lukas Gottwalt (20) gab ein starkes Profidebüt beim FCK, ähnlich wie Theodor Bergmann (21) im Mittelfeld. „Es macht mir riesig Spaß mit der Mannschaft“, sagte Gottwalt, aber: „Ich bin mit dem 1:1 nicht glücklich. Das hätte nicht sein müssen, wir hätten es vorher entscheiden können. Wir müssen das 2:0, das 3:0 machen. Wir hätten für den guten Auftritt den Sieg verdient gehabt.“ Chancen hatte der FCK genügend, allein Timmy Thiele (60.) traf.

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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