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Freitag, 08. März 2019 Drucken

FCK

Kühlwetter: Kühler Kopf - heißes Herz

Im Aufwind: Christian Kühlwetter, der junge FCK-Stürmer.

Im Aufwind: Christian Kühlwetter, der junge FCK-Stürmer. ( Foto: KUNZ)

Beim 3:3 im Hinspiel beim FC Carl Zeiss Jena gab Christian Kühlwetter sein Debüt bei den Profis des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern.

22. September 2018, 8. Spieltag, Dritte Liga: Der 1. FC Kaiserslautern gastiert beim FC Carl Zeiss Jena. Erstmals im Einsatz, sofort in der Startelf: Christian Kühlwetter. Im Ernst-Abbé-Sportfeld geht der Stern des 22-Jährigen auf, er trifft nach Mads Albaeks gescheitem Pass zum 1:0. Am Ende heißt es 3:3. Am Sonntag (13 Uhr) geht’s wieder gegen Jena. Kühlwetter geht auf Torjagd und Albaek ist nach auskuriertem Faserriss wieder fit und dabei.

Kühlwetter war letzten Sommer einer der Gewinner der Saisonvorbereitung. Der Torjäger und Kapitän der Oberliga-Mannschaft wurde zu den Profis befördert, hat seit Dezember auch einen bis 30. Juni 20121 laufenden Profi-Vertrag erhalten. „Michael Frontzeck hat mich hoch geholt. Er hat mir vertraut, dafür bin ich dankbar“, sagt Kühlwetter, der in 17 Drittligaeinsätzen sechs Tore schoss, drei Treffer vorlegte. „Der ,Kühli’ ist auf gutem Weg. Er hat gegen Zwickau getroffen, hatte Pech mit einem Pfostenschuss. Er hat in Köln sein Tor gemacht, hat den Elfmeter erarbeitet“, lobt FCK-Trainer Sascha Hildmann den Stürmer, den er als „Mentalitätsspieler“ schätzt: „Er hat den FCK verinnerlicht, er weiß, was den Menschen der Verein bedeutet.“

Kühlwetter ist bewusst, dass er vor allem an Toren gemessen wird. Das ist auch ein Maßstab, den er an sich selbst anlegt. „In den letzten Spielen lief es für mich eigentlich ganz gut – so muss ich weitermachen. Es ist mein Job, Tore zu machen!“

"Ich überlass' das jetzt der Mannschaft"

Kühlwetter startete bei den Profis auf Linksaußen, zuletzt rückte er im 3-4-3 in die Angriffsmitte. „Ich fühle mich im Zentrum schon wohler, vor allem auch wenn ein zweiter, großer Stürmer dabei ist. Kein Gegenspieler ist 1,75 Meter, die meisten sind 1,95, da fehlt mir beim Kopfball bei 1,80 schon Körpergröße“, sagt der Angreifer, der sich über die Rückenstärkung des Trainers freut, die emotionalen Ansprachen des Motivators Hildmann schätzt. „Man merkt, man spürt was ihm der Verein bedeutet – der Trainer ist ja an der Seitenlinie fast mehr unterwegs als ich auf dem Platz“, sagt der Stürmer lachend.

Der FCK hat jetzt zwei Heimspiele vor der Brust – am Sonntag gegen Jena, am Mittwoch (19 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig. Kühlwetter freut sich drauf – und will mit heißem Herzen und kühlem Kopf auf Torjagd gehen. Ob er auch zum Punkt geht, wenn’s Elfmeter gibt?

„Ich überlass’ das jetzt der Mannschaft“¸ sagt der Trainer. Gegen Zwickau hatte Janek Sternberg verschossen, in Köln verwandelte Hendrick Zuck, der sich gut fühlte, den Elfer mit Glück. Mit Rückenproblemen droht Zuck nun auszufallen.

Sepp Stabels Lob für Hildmann  

Am Sonntag drückt auf der Tribüne auch Sepp Stabel (70) die Daumen. Er spielte von 1968 bis 1980 für den FCK, hütete 74-mal das Bundesliga-Tor. Stabel war zunächst zweiter Mann hinter Wolfgang Schnarr, dann hinter Jupp Elting, den er verdrängte. Stabel verlor seinen Stammplatz, als Ronnie Hellström 1974 kam. Beim FCK wirkte Stabel auch als Co-und Amateurtrainer, knapp zwei Jahre auch als Cheftrainer. Er blieb seinem Klub immer treu. Am Mittwoch kiebitzte der gebürtige Pirmasenser beim Training, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mannschaft. Stabel hat eine hohe Meinung vom jungen Torhüter Lennart Grill und lobt die Arbeit des Trainers. „Sascha Hildmann zum Trainer zu machen, ist eine der wenigen guten Entscheidungen der letzten Jahre“, sagt Sepp Stabel, der dem Coach alles Gute für die beiden kommenden Heimspiele wünschte: „Sascha, sechs Punkte! Mindestens … “

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