Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Donnerstag, 28. August 2014 Drucken

Sport

Kreativer Kilometerfresser

Kevin Stöger gefällt als fleißiger Ideengeber – FCK sucht Torrejón-Ersatz

Zugriff! Braunschweigs Rafal Gikiewicz schnappt dem Lauterer Kevin Stöger den Ball weg. (Foto: KUNZ.)

KAISERSLAUTERN (zkk/osp). Ähnlich ballsicher, spielfreudig und geduldig auftreten wie am Sonntag beim 2:1 (1:1) gegen Eintracht Braunschweig: So will Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern auch morgen (18.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim VfR Aalen bestehen.

 

Die Schwaben von der Ostalb sind für die Roten Teufel so etwas wie ein Angstgegner geworden. Nach dem 4:0-Heimsieg der Aalener vor einem Jahr musste Trainer Franco Foda beim FCK gehen, und auch das 1:2 im Februar zu Hause hat den Lauterern sehr, sehr weh getan.

Angesichts der mittlerweile „schwarzen Serie“ der Roten Teufel weiß FCK-Trainer Kosta Runjaic, der in Aalen 2008/2009 Assistent Jürgen Kohlers und Petrik Sanders sowie Interimscoach war, um die Besonderheit dieser Aufgabe. „Aalen lebt von der mannschaftlichen Geschlossenheit, hat ein fast perfektes Umschaltspiel und schnelle Leute in seinen Reihen. Sie spielen recht unspektakulär, aber gut und erfolgreich“, beschreibt Coach Runjaic den Gastgeber.

Die Innenverteidigung der Lauterer werden morgen aller Voraussicht nach die beiden 21-jährigen Willi Orban und Dominique Heintz bilden, die Suche nach einem weiteren Innenverteidiger läuft. Denn seit gestern Nachmittag ist der Wechsel des Abwehrchefs und Kapitäns Marc Torrejón zum Bundesligisten SC Freiburg offiziell. Die Ablösesumme liegt bei rund 1,2 Millionen Euro.

„Der FCK ist ein toller Verein mit tollen Fans, denen ich sagen möchte: vielen, vielen Dank für alles. Die zwei Jahre hier waren sehr gut für mich“, betont Torrejón, der sich sehr anständig aus der Pfalz verabschiedet hat: „Der FCK hat eine junge Mannschaft, die gut ist, die aber noch Hilfe braucht von den Fans. Aber mit dieser Stimmung im Stadion ist alles möglich. Ich will nicht tschüss sagen. Ich will sagen: bis bald in der Bundesliga!“

Wer Kapitän wird, lässt Trainer Runjaic noch offen, unabhängig davon, wer morgen als Spielführer aufläuft. „Das ist eine besondere Rolle“, betont der Coach, „darüber werden wir uns vielleicht auch erst in der Länderspielpause Gedanken machen.“

Aalen ist das Thema für Kevin Stöger, erst danach will er sich mit den U21-EM-Qualifikationsspielen mit Österreich gegen Bosnien-Herzegowina und Spanien beschäftigen. Gestern feierte Stöger, Leihgabe des VfB Stuttgart, seinen 21. Geburtstag, morgen möchte er mit dem FCK unbedingt einen Sieg feiern. „Es freut mich, dass ich das Vertrauen des Trainers bekommen habe“, sagt der Kreativmann, der am liebsten zentral agiert. „Da tut er sich leichter“, sagt sein Trainer. Und erwartet mehr Tore vom Techniker, dem er „unheimlich viel Potenzial“ attestiert. Runjaic: „Er ist ein begnadeter Fußballer, der erst mal spielen will. Er hat mehr Struktur reinbekommen. Was mich überrascht hat, war seine enorme Laufleistung.“

Beim FCK steht der Österreicher für Fußball aus der Feinkostabteilung. Ecken und Freistöße gehören zu Stögers Spezialitäten. Eingeübt werden die mit Co-Trainer Ilia Gruev. „Ein Spezialist, der sagt, wer wo hinläuft. Ich denke, dass wir da bald wieder das eine oder andere Tor machen.“ Die Ansage hört der Trainer gern. Und hofft auf die Umsetzung morgen.

Pfalz-Ticker