Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Samstag, 18. August 2018 Drucken

FCK

Kramaric gibt 1899 Nachschlag

Fussball: Der kroatische Angreifer verlängert seinen Vertrag bis 2022. Trainer Julian Nagelsmann freut sich trotz Verletzungssorgen aufs Pokalspiel in Kaiserslautern.

Von Udo Schöpfer

Abschied? Ach was. Andrej Kramaric bleibt Hoffenheimer.

Abschied? Ach was. Andrej Kramaric bleibt Hoffenheimer. ( Foto: KUNZ)

«Hoffenheim.» Der Herr Direktor Profi-Fußball, Alexander Rosen, ist immer für eine Überraschung gut. Das ist auf jeden Fall eine Nachricht, die den jüngsten Verletzungsfrust ein wenig eindämmt. Die TSG 1899 Hoffenheim gab gestern bekannt: Andrej Kramaric hat seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Der 27 Jahre alte kroatische Nationalspieler, der im Sommer mit seinem Team bis ins WM-Finale vorstieß und dort an Frankreich mit 2:4 scheiterte, kam im Januar 2016 zunächst auf Leihbasis vom Premier-League-Klub Leicester City nach Hoffenheim. Im Sommer 2016 stattete ihn die TSG mit einem bis 30. Juni 2020 datierten Vertrag aus. Jetzt gab’s also den Nachschlag.

„Einen Spieler dieses Formats bei der TSG halten zu können zeigt, wie stark der Stellenwert der TSG gestiegen ist“, sagt Rosen. „Dieser Klub hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen ich hier bin, eine fast schon atemberaubende Entwicklung genommen. Hier passt vieles zusammen, und ich fühle mich sehr wohl. Mir wird von allen Seiten eine hohe Wertschätzung entgegengebracht, und ich möchte gerne mit daran arbeiten, diese Entwicklung voranzutreiben“, erläuterte der Stürmer, der an der direkten Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase mit 13 Treffern beteiligt war, alleine elf davon erzielte er nach der Winterpause. Kramaric ist noch verletzt, er steigt später ein.

Hätte es ein Sommerloch im Kraichgau gegeben, das Thema wäre wohl gewesen, wieso die TSG 1899 Hoffenheim einen so großen Kader hat. Alle Positionen mehrfach besetzt, ob das nicht für Unruhe sorgt, wäre so ein Ansatz gewesen. Und warum sich nicht der eine oder andere Akteur zum Wechsel entschließt.

Es gab kein Sommerloch im Kraichgau, und das Thema mit dem üppig besetzten Kader hat sich dann auch ganz schnell erledigt. Ein Mittelfeldspieler nach dem anderen hat sich abgemeldet, seit dem Testspiel gegen SD Eibar (1:1). In der Partie gegen die Spanier verletzte sich Kerem Demirbay, Florian Grillitsch musste schon vorher wegen Muskelbeschwerden passen. Kurz darauf gab es schon die nächste Hiobsbotschaft. Nadiem Amiri wurde wegen eines Ermüdungsbruches operiert, er fällt rund drei Monate aus. Auch Havard Nordt-veit ist verletzt. Aus der Vorsaison sind ja noch Dennis Geiger und Lukas Rupp angeschlagen.

Trübt das alles die Vorfreude von Trainer Julian Nagelsmann auf das DFB-Pokalspiel heute beim 1. FC Kaiserslautern? Nein! „Ich freue mich extrem auf das Spiel“, sagte der Coach und betonte: „Natürlich ist das ärgerlich. Wir haben als geschlossene Gruppe sehr gut trainiert. Wir haben einen großen Kader, wir sind gerüstet und können das auffangen.“

Dass die TSG 1899 Hoffenheim angesichts der Rückschläge noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, schloss der Trainer aus. Nagelsmann glaubt nicht, dass es auf die Schnelle einen Spieler gibt, der die Mannschaft, den Tabellendritten der vergangenen Spielzeit, den Champions-League-Teilnehmer, weiterbringt.

Zugang auswählen


Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Pfalz-Ticker