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Montag, 10. September 2018 Drucken

FCK

Kommentar: Harter Alltag nach schönem Feiertag

Von Oliver Sperk

Von der gelungenen „Heimkehr der Helden“ von 1998 ist viel positive Energie ausgegangen – die braucht der FCK in diesen schweren Zeiten.

Am Ende war den Fans des 1. FC Kaiserslautern am Samstagnachmittag zum Singen zumute. „Wir holen den DFB-Pokal, und wir werden deutscher Meister“, gaben die Anhänger der Roten Teufel zum Besten. Zudem: „Und so zogen wir in die Bundesliga ein, und wir werden wieder deutscher Meister sein!“ Das ist, auf die triste Gegenwart bezogen, in der der FCK in der Dritten Liga auf Rang 15 steht, historisches Liedgut. Die Anhänger aber freuten sich bei dem sehr freundschaftlichen Benefizspiel am Samstag zwischen dem FCK-Meisterteam von 1998 und den Deutschen Fußball-Legenden, dass sie mal wieder unbeschwert singen konnten. Der außergewöhnliche Fußball-Feiertag war rein sportlich natürlich nicht zu bewerten – es sind eben alle 20 Jahre älter geworden. Aber es herrschte eine schöne, unverkrampfte, lockere Atmosphäre. Die „Helden“ der eigenen Vergangenheit zum Anfassen. Das war eines der Ziele, die sich der sehr umtriebige Organisator Oliver Meyer gesetzt hat. Und es hat geklappt. Auch wenn die Autogrammstunden nach immerhin knapp 90 Minuten abgebrochen werden mussten, damit das Spiel eben pünktlich beginnen konnte.

Natürlich hatten sich alle mehr als die 10.934 Zuschauer erhofft, als die Planungen für die Partie vor rund einem Jahr begannen. Dass das mittlerweile viel zu groß gewordene Fritz-Walter-Stadion nur zu knapp einem Viertel gefüllt war, lag längst nicht nur am rein sportlich fehlenden Wert der Partie. Die permanenten Enttäuschungen, die die FCK-Fans seit 1998 erlebt haben, bis hin zur aktuellen Situation in Liga drei, haben stark dazu beigetragen, dass viele sich den vielen anderen Freizeitmöglichkeiten gerade an diesem in der Pfalz knallvollen Wochenende gewidmet haben. „Die 20 Jahre sind an keinem spurlos vorübergegangen“, sagte Kult-Libero Miroslav Kadlec auch mit Blick auf die lange Fehlerkette rund um den FCK. Der Weg aus dem Drittliga-Sumpf wird schwer. Am Samstag war Feiertag – für den Alltag kann der FCK alle Energie dieser Welt gut gebrauchen.

Pfalz-Ticker