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Montag, 30. Juli 2018 Drucken

Kaiserslautern

Kaiserslautern: Gefühl wie in der Bundesliga

Von Hans-Joachim Redzimski

Wer hätte das nach dem Abstieg in die Dritte Liga gedacht! 41.324 Zuschauer füllen das Fritz-Walter-Stadion beim ersten Heimspiel.

Wer hätte das nach dem Abstieg in die Dritte Liga gedacht! 41.324 Zuschauer füllen das Fritz-Walter-Stadion beim ersten Heimspiel. ( Foto: VIEW)

Der Einlauf des 1. FC Kaiserslautern in die Dritte Liga, vorneweg Kapitän Florian Dick.

Der Einlauf des 1. FC Kaiserslautern in die Dritte Liga, vorneweg Kapitän Florian Dick. ( Foto: VIEW)

Feierten ihre Mannschaften begeistert: die Löwen-Fans ...

Feierten ihre Mannschaften begeistert: die Löwen-Fans ... ( Foto: VIEW)

.... und die FCK-Anhänger.

.... und die FCK-Anhänger. ( Foto: VIEW)

Glücklich über den 1:0-Sieg gegen die Münchner Löwen: der dänische Mittelfeldspieler des FCK, Mads Albaek, mit Töchterchen auf dem Arm.

Glücklich über den 1:0-Sieg gegen die Münchner Löwen: der dänische Mittelfeldspieler des FCK, Mads Albaek, mit Töchterchen auf dem Arm. ( Foto: VIEW)

Die Fans standen beim Start des 1. FC Kaiserslautern in die Dritte Fußball-Bundesliga im Mittelpunkt. 41.324 Zuschauer, darunter 4500 Fans der Sechziger, bescherten dem Fritz-Walter-Stadion eine Bundesliga-Kulisse. Die FCK-Anhänger bejubelten einen 1:0-Sieg gegen die Münchner Löwen.

Hochstimmung auf dem Betzenberg. Um 14.03 Uhr begann am Samstag im Fritz-Walter-Stadion für den 1. FCK in der Dritten Liga die Mission Wiederaufstieg. „Lasst uns die neue Saison angehen mit Power, Energie und Herzblut“, stimmte Stadionsprecher Horst Schömbs die Anhänger der Roten Teufel auf eine lange, schwere Saison ein.

 

Die Fans des 1. FCK zeigten sich bei der Zelebration der Mannschaftsaufstellung vor der Westtribüne schon namenssicher. 16 neue Feldspieler stecken im Dress des 1. FCK. Riesenbeifall brandete bei der Nummer 23 auf, Kapitän Florian Dick, der 33-jährige Rückkehrer von Arminia Bielefeld auf den Betzenberg.

Fans freundschaftlich verbunden

 

Gänsehaut vor dem Anpfiff: Die Fans des 1. FCK halten auf der Westtribüne ihre Schals hoch. Ein eindrucksvolles, stimmungsvolles Bekenntnis zu ihrem Verein. Die Löwen-Anhänger lassen gut gelaunt im blau-weißen Gästeblock Konfetti regnen. Die Fans beider Vereine sind seit langem in Freundschaft miteinander verbunden.

 

Es brauchte bis zur 86. Minute, bis das Ziel des Tages aus Sicht der Anhänger des Absteigers erreicht war. Janek Sternberg traf zum 1:0 – und der Betzenberg explodierte!

 

FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Banf ist nach dem Spiel beeindruckt über die Kulisse im Fritz-Walter-Stadion. „Für mich war die Stimmung sensationell. Seit Jahren, dass sie wieder so ist. Man muss ja überlegen, dass war die Saisoneröffnung in der Dritten Liga. Es war einfach phänomenal.“

Gelungenes Drehbuch

 

Banf vergleicht das Spiel mit einem Drehbuch, das man besser nicht hätte schreiben können. „Am Anfang hatten wir das nötige Glück gehabt, bis sich die Mannschaft gefunden hat. Aber in letzter Konsequenz waren wir dann die stärkere Mannschaft und haben auch verdient gewonnen. Das ganze Drehbuch war auch so geschrieben, wie man den FCK kennt. In den letzten Minuten über den Kampf zum Tor.“

 

Für den langjährigen früheren FCK-Aufsichtsratsvorsitzenden und heute einer der größten Sponsoren des Vereins, Dieter Buchholz, bedeutete der Sieg der Betzenberger, dass die gute Stimmung weiter anhält. Eine Hoffnung, die der Bexbacher Unternehmer nun hat: dass der Rest der Leute, die nach dem Abstieg abgesprungen waren, auch wieder zurückkommen.

Fans begeistern Klatt

 

FCK-Vorstandsvorsitzender Michael Klatt ist begeistert von den Fans. „Das war eine Supersache. Einzigartig, begeisternd“, setzt er die Stimmung auf den Rängen in Worte um.

 

Für das nächste Heimspiel des 1. FCK am Dienstag, 7. August, 19 Uhr, gegen Preußen Münster rechnet er nicht mit so vielen Zuschauern. Er wünscht sich aber, dass alle, die zum Spiel kommen, anschließend sagen: „Wow, es hat sich gelohnt, auf den Betzenberg zu fahren. Da ist eine Mannschaft, die fightet, die kämpft, auch wenn es mal nicht so läuft.“

 

Hingerissen von der Fußballeuphorie auf dem Betzenberg zeigt sich im Fritz-Walter-Stadion auch Trainer-Institution Eckhard Krautzun, der als Coach mit dem 1. FCK den historischen Abstieg in die Zweite Liga 1996 erlebte. Der 77-Jährige ist immer noch eng mit dem Fußball verbunden, wohnt in Heppenheim, besucht Spiele, arbeitet noch für den chinesischen Fußballverband. 

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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