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Freitag, 26. August 2016 Drucken

Sport

Kaderplanung beim FCK noch nicht abgeschlossen

Fussball: Mittwoch, 18 Uhr, ist Ladenschluss. Dann ist das Transferfenster geschlossen. Aber auch wieder nicht so ganz: Profis, die seit 1. Juli vertragslos sind, können bis 31. Dezember verpflichtet werden. Für arbeitslose Berufsfußballer gibt es einen Markt. Auch den haben die Verantwortlichen beim 1. FC Kaiserslautern im Blick.

Zurück Richtung Niederlande: FCK-Mittelfeldmann Mateusz Klich. ( Foto: KUNZ)

Kaiserslautern. Der Zugriff auf der Resterampe, wie der Markt von Fußball-Profis, die anscheinend keiner will und die offenbar keiner mehr braucht, auch despektierlich genannt wird – eine Möglichkeit, die Uwe Stöver, der Sportdirektor des 1. FC Kaiserslautern, nicht ausschließen mag. „Man kann immer noch was machen“, sagt Stöver, der keinesfalls unter Zeitdruck Paniktransfers tätigen will.

Die Kaderplanung beim FCK ist jedenfalls noch nicht abgeschlossen. „Wir hatten einen Umbruch, jetzt kann es einen zweiten geben“, sagt Trainer Tayfun Korkut. Vor zwei Wochen wurde mit Zoltan Stieber und Jacques Zoua in der Offensive nachgebessert, jetzt sollen ein Rechts- und ein Innenverteidiger folgen.

Beendet dürfte das Kapitel Kaiserslautern heute für Mateusz Klich (26) sein. Der Mittelfeldspieler, seit Januar 2015 Pendler zwischen Bank, Platz und Tribüne, weilt zur ärztlichen Untersuchung in den Niederlanden und wird wohl zum Erstligisten FC Twente Enschede wechseln. Klich, der vom VfL Wolfsburg zum FCK kam, hatte als Profi seine erfolgreichste Phase in den Niederlanden. Von Januar 2013 bis Juni 2014 hatte ihn der VfL an den PEC Zwolle verliehen, den Klich zum Pokalsieg führte. „Die beste Zeit meiner Karriere“, sagt Klich.

Auf Probe beim FC Schaffhausen trainiert Erik Wekesser (19), den der FCK für ein Jahr verleihen möchte. Bei der U23 trainieren der rechte Außenverteidiger Michael Schulze (27) und Torhüter Zlatan Alomerovic (25), denen der FCK einen Vereinswechsel nahe legte. Beide besitzen gültige Verträge, können also nur noch bis Mittwoch wechseln und dann erst wieder ab Januar 2017.

Der FCK bemüht sich – wie berichtet – um die Verpflichtung von Mensur Mujdza (32) vom SC Freiburg. Der Rechtsverteidiger spielt seit 2009 beim SC, hat seinen Stammplatz nach einer Verletzung an Pascal Stenzel (20) verloren.

Mujdza hat 37 Länderspiele für Bosnien-Herzegowina bestritten, wurde in Freiburg in 100 Erstligaspielen eingesetzt und ist neben Kapitän Julian Schuster der dienstälteste Profi im Kader von Christian Streich. Klappt die Verpflichtung, hätte Korkut den erhofften Routinier, der helfen soll, die Mannschaft stabiler zu machen.

Das soll auch der gesuchte Innenverteidiger tun. Bis zum Wochenende trainiert William Ribeiro Soares (31), ein brasilianischer Innenverteidiger, der zuletzt bei Hapoel Beer Sheva in Israel spielte, auf Probe. Sein Manko: Trainingsrückstand.

Den brachte auch Jacques Zoua mit. „Er ist einer, der sich durchbeißt“, anerkennt Trainer Korkut, der Zoua - ebenso wie Osayamen Osawe – als reinen Stürmer sieht. Also keine Lösungen für die Außenbahnen.

Der angeschlagene Mittelfeldspieler Christoph Moritz steht wieder im Lauftraining und macht Hoffnung, am Montag (20.15 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf spielen zu können. Friedhelm Funkels Mannschaft ist gut aus den Startlöchern gekommen, ließ dem Remis von Sandhausen (2:2 nach 0:2-Rückstand) einen 1:0-Coup im Top-Spiel gegen den VfB Stuttgart folgen. Und mit Rouwen Hennings vom FC Burnley kam diese Woche ein Torjäger, der in der Zweiten Liga beim Karlsruher SC erstklassig funktionierte. Das wird ein richtig schwerer Gang für die Roten Teufel.

|zkk

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