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Donnerstag, 07. August 2014 Drucken

FCK

Gute Laune nach Traumstart

FUSSBALL: Aufholjagd gibt FCK Schwung – Ein Spiel Sperre für Torwart Sippel

Von Oliver Sperk

„Danke, Philipp!“ Der mit Rot vom Platz gestellte FCK-Torhüter Tobias Sippel feiert Joker Hofmann. Der Neuzugang erzielte am Montag mit seinem ersten Ballkontakt das 3:2-Siegtor gegen die Münchner „Löwen“. (Foto: Kunz)

KAISERSLAUTERN. Die Mindestsperre von einem Spiel hat das DFB-Sportgericht gegen Tobias Sippel vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern verhängt. Der Torwart hatte beim 3:2-Sieg der Lauterer am Montag gegen 1860 München in der 20. Minute eine umstrittene Rote Karte quittiert. Sippel fehlt am Sonntag (15.30 Uhr) in Sandhausen.

 

Der DFB wertete im Einzelrichterverfahren die Fernsehbilder aus, auf denen das von Schiedsrichter Bastian Dankert bei seiner Blitzentscheidung geahndete Handspiel außerhalb des Strafraums nicht erkennbar war. Sippel bekam daher wegen „unsportlichen Verhaltens“ nur die Minimalsperre, die Dankerts Tatsachenentscheidung schützen soll. So kommt die Nummer 1b der Lauterer, U20-Nationaltorwart Marius Müller, am Sonntag im nächsten Punktspiel beim SV Sandhausen zu seinem dritten Zweitliga-Einsatz. Er war am Montagabend nach Sippels Platzverweis für Mittelfeldspieler Alexander Ring eingewechselt worden und für den Stammkeeper zwischen die Pfosten gerückt

Bei den beiden schnellen Toren der Münchner „Löwen“ zu deren 2:0-Führung durch Rubin Okotie war für Müller nicht viel auszurichten. Vor dem 0:1 (26.) gab’s „ein Kommunikationsproblem zwischen meinem Vordermann Marcel Gaus und mir“, wie Linksverteidiger Chris Löwe später bekannte. Innenverteidiger Dominique Heintz fälschte den Ball noch unglücklich ab. Vor dem 0:2 (33.) ließ sich Rechtsverteidiger Jean Zimmer düpieren; das in der Vorbereitung so starke Eigengewächs zahlte Lehrgeld. „In ein, zwei Situationen war ich zu naiv“, sagte der 20-Jährige selbstkritisch. Dass der wissbegierige, ehrgeizige junge Pfälzer aus seinen Fehlern lernen wird, ist bei ihm höchstwahrscheinlich. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass er sich wie die gesamte Mannschaft nach der Pause enorm steigerte. Mit seiner dynamischen, frechen und mutigen Art, mit der er auch den Strafstoß vor dem 1:2 herausholte, trug Zimmer viel zum Umschwung bei.

Den machte nach den beiden Treffern Srdjan Lakics (68., 71.) der eingewechselte Philipp Hofmann mit dem 3:2 durch seinen ersten Ballkontakt perfekt (80.). Der nach der Pause gekommene Kevin Stöger entpuppte sich erneut als Könner, gerade auch bei Standards. Der 20-Jährige, vor Löwes Traumflanke Ausgangspunkt des 2:2, servierte die Ecke perfekt für Hofmann. „Es gibt im Fußball nichts Schöneres als solche Spiele und solche Siege“, meinte Stöger angesichts der formidablen Aufholjagd. Mit Blick auf die freilich kaum aussagekräftige Tabelle nach dem Premieren-Spieltag sagte Zimmer später: „In der Halbzeit Letzter, nach dem Schlusspfiff Erster – unglaublich!“

Trotz des gelungenen Starts würde der FCK nach wie vor gerne noch personell nachlegen, vornehmlich in der Kreativabteilung. Als mögliche Kandidaten für eine zentrale Mittelfeldrolle werden auf dem Spielermarkt Danny Latza (24/VfL Bochum) und immer noch Raphael Holzhauser (21/VfB Stuttgart) gehandelt.

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