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Samstag, 01. Dezember 2018 Drucken

FCK

Frontzeck-Rauswurf: Logische Konsequenz

Ein Kommentar von Oliver Sperk & Horst Konzok

Der FCK sehnt sich seit dem Aus von Marco Kurz 2012 nach Kontinuität auf der Trainerposition.

Der 1. FC Kaiserslautern braucht Ruhe und Kontinuität. Das ist keineswegs eine neue Forderung. Aber Patrick Banf, seit knapp einem Jahr als Vorsitzender im Aufsichtsrat des Vereins, ist sie sehr wichtig. Auch deshalb passt ihm die Entlassung des vor zehn Monaten als Nachfolger des erkrankten Jeff Strasser eingestellten Michael Frontzeck nicht in den Kram. Banf würdigte am Samstag noch einmal Frontzecks Erfolg, mit der Mannschaft trotz des kaum noch zu verhindernden Abstiegs in 15 Spielen beachtliche 23 Punkte geholt zu haben.

Im Sommer herrschte Aufbruchstimmung, die durch das 1:0 und über 40.000 Zuschauer im ersten Spiel gegen 1860 München noch mehr Nahrung erhielt. Es folgte nach teils recht guten Auftritten des Teams eine Ergebniskrise, der FCK belohnte sich nicht.

„Wir haben ein schwieriges Umfeld"

Trainer Frontzeck wurde schon damals für viele zum Buhmann, obwohl manche Resultate unglücklich zustande kamen. „Wenn es nach einem Sieg und einem Unentschieden schon im dritten Spiel Frontzeck-raus-Rufe gibt, dann muss sich der, der das ruft, schon mal fragen, ob er damit nicht seinem FCK schadet“, sagte Banf. „Wir haben ein schwieriges Umfeld in Kaiserslautern, da bekommst du nicht die Zeit, die du normalerweise bräuchtest.“

Dennoch sind die Kritiker zwischenzeitlich verstummt, als der FCK sich den Aufstiegsrängen mit sechs Spielen ohne Niederlage und einem überzeugenden Heimsieg über den nun zweitplatzierten KFC Uerdingen mit großen Schritten näherte. Die neuerliche Negativserie von vier sieglosen Spielen bei kläglichen 1:11 Toren aber war zu viel. Die Trennung von Trainer Frontzeck war die logische Konsequenz. „Es ist mir schwergefallen“, sagte Banf, „weil ich gerne Ruhe im Verein habe. Aber es war nicht mehr vertretbar.“

Mehrere Namen im Gespräch

Zweifel an der Qualität des Kaders sind nach den jüngsten Auftritten angebracht, massive folgenschwere Fehlpässe spielt nicht der Trainer. Frontzecks möglichst schnell zu findender Nachfolger muss die Spieler – wie Sportchef Martin Bader es am Samstag tat – bei der Berufsehre packen und ihnen andererseits wieder Selbstvertrauen einimpfen. Der Neue muss für einen aggressiven, schnellen Spielstil stehen und ihn so rasch wie möglich auf das Team übertragen. Zeit gewährt auch diese harte, enge Liga nicht. Wer kommt? Die Bosse schweigen. Dino Toppmöller lässt in Luxemburg aufhorchen. Er ist jung und unverbraucht. Hannes Drews rettete Aue. Ilia Gruev war Co-Trainer beim FCK, ein Mann mit Charakter. Banf schätzt Kosta Runjaic. Hauptsponsor Layenberger hält sehr viel von Marco Kurz. 

Auf der folgenden Rheinpfalz-Seite findet ihr alle Informationen zum 1.FC Kaiserslautern 

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