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Freitag, 26. April 2019 Drucken

FCK

FCK: Zittern um die Drittliga-Lizenz

Von Horst Konzok

Der Herr der Zahlen: Michael Klatt hat Stress.

Der Herr der Zahlen: Michael Klatt hat Stress. ( Foto: KUNZ)

Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um die Drittliga-Lizenz. Michael Klatt putzt Klinken, um die DFB-Bedingungen zu erfüllen.

Ist’s ein Notruf? Ist’s ein Hilferuf? Fakt ist: Der 1. FC Kaiserslautern braucht Geld, um die Lizenz für die Drittliga-Saison 2019/2020 zu bekommen. Genau so erklärt sich die Verlängerung der Frist um fünf Tage bis zum 30. April um über Kapilendo in den Verein zu investieren. Das ist mit Beträgen ab 100 Euro, verzinst mit fünf Prozent und auf drei Jahre möglich. 824.400 Euro waren gestern um 22.40 auf dem „FCK-Konto“ gutgeschrieben. Die Zielvorgaben hat Michael Klatt, der kaufmännische Geschäftsführer, formuliert: je eine Million über die neue Fananleihe und eine Million über Kapilendo. Deshalb geht’s jetzt in die Verlängerung.

„Ja, wir brauchen noch Geld“, betont Klatt. Allzu optimistische Botschaften in Sachen Lizenz teilt Klatt noch nicht. Vielmehr sei noch harte Arbeit erforderlich, betont er. Knackpunkte der Lizenzierung: Der FCK muss bis 28. Mai dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen, dass er die 6,6 Millionen Euro der Fananleihe von 2013 zum 1. August zurückzahlen kann. Der FCK muss dem DFB nachweisen, dass das kalkulierte Minus im operativen Geschäft von fünf Millionen für die nächste Saison gedeckt ist.

"Es sind keine Unsummen, die fehlen"

„Ein großer Dank an alle, die den Verein unterstützt haben – sei es über das Zeichnen der neuen Betze-Anleihe, den Umtausch der alten oder das Investieren über Kapilendo. Das waren insgesamt 2500 Leute“, sagt Klatt. „Dankbar sind wir auch den 12.000 Dauerkarten-Käufern und den über 18.000 Mitgliedern – das macht uns stolz. Das macht auch die Kraft dieses Klubs aus“, sagt Klatt, der sich in der Pflicht sieht, die Lizenzierung zu schaffen. „Dass wir dieses Jahr nicht aufsteigen, brauchen wir jetzt nicht diskutieren. Ich habe aber die Finanzen im Blick. Ich bin der Finanzvorstand! Ich glaube an den Plan. Es sind keine Unsummen die fehlen. Ich bin auch optimistisch, dass wir das schaffen: Das ist wie beim Marathon: Das kostet Schweiß, Blut, Tränen. Wir müssen tun, was wir auch von der Mannschaft verlangen: Kämpfen – auch wenn wir 0:3 zurück liegen“, sagt Klatt. „Es ist wie ein Marathon. Lang, zäh, total anstrengend. Wir sehen das Marathontor schon vor uns, haben dann noch zwei Runden im Stadion – und vorher müssen wir noch einen Berg, auf unseren Betzenberg, rauf“, sinniert Klatt.

Zuversichtlich ist der Kaufmännische Geschäftsführer was die Gespräche mit dem Luxemburger Unternehmer Flavio Becca angehen. Er ist ein potenzieller Investor, sein Fan-Herz schlägt für den FCK. „Aber aktuell bei der Lizenzvergabe wird uns das noch nicht helfen können. So schnell wird das nicht gehen“, sagt Klatt.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beirat und Aufsichtsrat des FCK haben am Dienstag mit den Geschäftsführern Klatt und Martin Bader sowie den Vereinsvorständen Wilfried de Buhr und Andreas Buck und Michael Koll, dem Vorsitzenden des Ehrenrates, Lizenzierung und Finanzierung der kommenden Saison diskutiert. „Wir konnten alleine in den Gremien bis jetzt einen fast sechsstelligen Betrag über Kapilendo bzw. die Betze-Anleihe II einsammeln! Das belegt das Vertrauen in den FCK! Dieses Commitment ist sicher auch ein vertrauensbildendes verbindliches Signal an weitere Anleger und Investoren“, heißt es in einem Aufruf der Gremien, die um Unterstützung bitten: „Bei allem Ärger über verlorene Spiele und verpasste Ziele. Der Countdown läuft jetzt und jetzt gilt es: heute werden die Mittel sowohl für die Lizenz und auch für die Kaderplanung benötigt.“

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