Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Donnerstag, 14. Dezember 2017

8°C

Sonntag, 13. August 2017 Drucken

FCK

FCK: Wie ein junger Hund

Von Horst Konzok

Baris Atik krönt seine Leistung mit dem ersten Pflichtspieltreffer für den FCK zum 2:0. Am Boden liegt Eichedes starker Torwart Julian Barkmann.

Baris Atik krönt seine Leistung mit dem ersten Pflichtspieltreffer für den FCK zum 2:0. Am Boden liegt Eichedes starker Torwart Julian Barkmann. ( Foto: kunz)

Beim Pokalsieg des 1. FC Kaiserslautern glänzt vor allem Baris Atik als Torschütze und Vorbereiter.

Baris Atik glänzt als Torschütze und Vorbereiter beim 4:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern in der ersten DFB-Pokalrunde beim SV Eichede. Das große Lauterer Manko trotz engagierter Leistung und großer Spielfreude war die Chancenverwertung.

FCK macht Klassenunterschied deutlich

Pflicht erfüllt, einige schöne Kürelemente eingebaut: Zweitligist 1. FC Kaiserslautern machte den Klassenunterschied beim 4:0 (2:0) in Lübeck gegen den Oberligisten SV Eichede deutlich. Um ihn überdeutlich zu machen, fehlten vier Tore, fünf. Das Manko des Auftritts war die Chancenauswertung. Osayamen Osawe, der via DFB-Pokal-App von den Fans zum „Man of the Match“ gekürt wurde, traf zweimal, hätte aber drei oder vier Tore schießen müssen. So lief der Lauterer Stürmer bei einem tollen Solo ins Aus, statt abzuschließen (28.), verfehlte wenig später das Ziel knapp und musste zwei Minuten nach der Pause nach einem klasse Pass des eingewechselten Gervane Kastaneer einfach das Tor machen, scheiterte aber an Julian Barkmann, einem Meister des Torwartfachs. „Die einfachen hat er nicht gemacht“, stellte Boris Notzon, der kommissarische Sportchef des FCK fest, der sich aber insgesamt zufrieden mit dem Auftritt zeigte: „Wir haben uns keine Blöße gegeben.“

SVE gibt sich kampfbetont

„Das Dorf gegen die Roten Teufel“ - die Losung bei der Begegnung Fünfte Liga trifft Zweite Liga. Der schleswig-holsteinische Oberligist SV Eichede, gerade aus der Regionalliga abgestiegen, musste ins Stadion an der Lohmühle in Lübeck ausweichen. Der eigene Platz in dem 850-Seelenort erfüllt die Maßgaben des DFB nicht. Aber: Der Dorfklub stemmt auch in der Oberliga einen Etat von 650.000 Euro. Ein Spieler ist ein Eingeborener: Torge Maltzahn, der Kapitän des SVE, der sehr kampfbetont seine Chance suchte. „Man hat gesehen, dass sie alle das Spiel genossen haben“, sagte FCK-Coach Norbert Meier, der in Reinbek, 65 Kilometer vor den Toren von Lübeck geboren ist. Er setzte auf die Startformation, die vor Wochenfrist beim 1:1 in der Liga gegen Darmstadt gefiel. Und die Mannschaft setzte seinen Marschbefehl gegen den biestig kämpfenden Gastgeber mit viel Willenskraft um.

Osawe bricht Bann

Zur Pause führten die Roten Teufel verdient, das 2:0 aber war angesichts der versiebten Möglichkeiten ein bisschen dürftig. Bevor Osawe den Bann in der 16. Minute aus dem Gewühl heraus brach, das Gestochere und Gestümper beendete, musste Benjamin Kessel völlig frei seine Kopfballchance schon nutzen, scheiterte aber an Barkmann. Klasse herausgespielt das zweite Tor: Daniel Halfar öffnet mit einem Pass den Weg für Phillipp Mwene, dessen Flanke Baris Atik per Kopf nutzt (39.). Leicht lädiert machte Halfar zur Pause Platz für Kasteneer, Meier stellte auf 4-4-2 um. „Nicht schlimmes, eine reine Vorsichtsmaßnahme“, gab Kapitän Halfar später Entwarnung.

Osawe, offenbar auch durch die neue hausinterne Konkurrenz beflügelt, engagierte sich mächtig. „Es ist immer schön und gut zu treffen. Wichtig war, für die Mannschaft zu arbeiten, die verstärkt wurde, technisch besser geworden ist“, sagte Osawe, der in der 68. Minute nach Atik-Ecke per Kopf das 3:0 erzielte. Den Schlusspunkt setzte der für den konsequenten Mittelfeldordner Mads Albaek eingewechselte Christoph Moritz mit dem 0:4 (85.).

Atik geht kreativ in die Offensive

In seinem Element war Baris Atik, dem der Trainer viele Freiheiten einräumt. Und Atik, der oft wie ein junger, spielfreudiger Hund daher kommt, bringt viel Kreativität in die Offensive. „Ich freue mich, dass ich mein erstes Pflichtspieltor gemacht habe. Phillipps Flanke kam perfekt, ich musste den Ball nur noch reinnicken“, sagte Atik.

Der Anfang ist gemacht

Nah dran an einem Tor war der elanvolle Offensivverteidiger Kessel, der zwei Minuten vor dem Ende nach einem tollen Flügellauf seine dritte Riesenchance in der Partie vergab. „Ich bin schon froh, wenn einer aus der Dreierkette so nach vorne kommt. Ich will das gar nicht kritisieren“, sagte Trainer Meier.

Der Anfang ist gemacht. Nächsten Samstag geht’s bei Fortuna Düsseldorf um wichtige Punkte.

Pfalz-Ticker