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Mittwoch, 30. Mai 2018 Drucken

FCK

FCK wartet weiter auf Antworten von Albaek und Verteidiger Vucur

Fussball: Talent Müsel wohl vor dem Absprung

VON OLIVER SPERK

Der FCK will ihn halten: Mittelfeldspieler Mads Albaek. Rechts Mirko Boland von Eintracht Braunschweig.

Der FCK will ihn halten: Mittelfeldspieler Mads Albaek. Rechts Mirko Boland von Eintracht Braunschweig. ( Foto: KUNZ)

«KAISERSLAUTERN.» Wichtige Wochen für den 1. FC Kaiserslautern: Am Sonntag ab 11 Uhr steigt auf den Zuschauerrängen der Nordtribüne im Fritz-Walter-Stadion die außerordentliche Mitgliederversammlung zur Ausgliederung der Leistungsfußballsparte Profis bis U17. Derweil laufen die Gespräche mit Kandidaten für das künftige Drittliga-Team weiter auf Hochtouren.

So hat FCK-Sportvorstand Martin Bader gestern noch einmal mit Innenverteidiger Stipe Vucur (26) und Mittelfeldspieler Mads Albaek (28) über neue Verträge verhandelt. Beide würden die Lauterer gerne halten, beide haben sich noch einmal Bedenkzeit erbeten, was Bader respektiert. „Wenn ein Spieler bei uns unterschreibt, muss er das aus vollster Überzeugung tun“, sagt Bader. „Deshalb soll er diese Entscheidung in Ruhe treffen und auch noch mal mit seiner Familie darüber reden können.“

Gladbach soll Interesse an Müsel haben

 

Von Sturmtalent Torben Müsel (18), der auch ein Angebot hat, zu bleiben, hat Bader zuletzt keine Signale mehr empfangen, noch mal reden zu wollen. Die Zeichen stehen auf Abschied, Borussia Mönchengladbach soll an dem in Grünstadt geborenen Müsel interessiert sein.

Vorstand Klatt hat keinen Vertrag für Dritte Liga

 

Auch in der FCK-Chefetage stehen Entscheidungen an: Die Verlängerung von Michael Klatts Vorstandsvertrag sei nicht vom Votum der Mitgliederversammlung am Sonntag zur Ausgliederung abhängig, sagen Klatt und Aufsichtsratschef Patrick Banf.

Klatts Vertrag besitzt wie die meisten Spielerkontrakte des bisherigen Kaders keine Gültigkeit für die Dritte Liga. Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratschef betonen, zunächst alle Konzentration und Energie auf die wichtige Versammlung am Sonntag legen zu wollen. Erst danach werde man über einen neuen Vertrag für Klatt sprechen. Auch Sportdirektor Boris Notzon will der FCK halten.

Auch Sponsorenverträge enden

 

Arbeit gibt es auch ab 4. Juni, dem „Tag danach“, reichlich beim FCK. So enden wichtige Sponsorenverträge, Hauptsponsor Top12.de und der FCK verlängern den Vertrag nicht; auch der Brauerei-Kontrakt mit Karlsberg endet. Sowohl mit Karlsberg als auch mit anderen Bierlieferanten werde zurzeit verhandelt, sagt Banf; das gelte auch für mögliche neue Haupt- sponsoren. Was die Lizenzerteilung durch den DFB angeht, ist Klatt wie berichtet zuversichtlich. Der FCK habe seine Unterlagen, die Auflagen und Bedingungen betreffen, vier Tage vor dem gestrigen Ende der Frist eingereicht. Die Drittliga-Saison 2018/19 sei, obwohl sie wohl einen dicken Verlust bringen wird, unabhängig vom Erfolg der Ausgliederung durchfinanziert, sagt Klatt. Danach aber kann es eng werden: die 6,7 Millionen Euro aus der Fan-Anleihe sind im August 2019 fällig. Das Geld will der Klub auch mithilfe der Ausgliederung aufbringen, um – unabhängig von der Liga – Zahlungsfähigkeit und Lizenz 2019/20 zu sichern.

Verlust vergangene Saison: Rund 1,5 Millionen Euro

 

Für die Drittliga-Spielzeit 2018/19 plant der FCK mit knapp 15 Millionen Euro Umsatz (2017/18 in der Zweiten Liga etwa 40 Millionen Euro), einem Lizenzspieler-Etat von 5 Millionen Euro (zuvor rund 10 Millionen Euro), einem Zuschauerschnitt von 16.500 (22.599) und Kosten für Stadion samt Spielbetrieb von rund 5 Millionen Euro. Der Verlust für die abgelaufene Zweitliga-Saison liegt laut Klatt zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro.

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