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Mittwoch, 27. Juni 2018 Drucken

FCK

FCK: Torhüter Wolfgang Hesl will Erfahrung weitergeben

Von Horst Konzok

Schuften für eine harte Spielzeit: Wolfgang Hesl.

Schuften für eine harte Spielzeit: Wolfgang Hesl. ( Foto: van)

Neu beim FCK (6): Torhüter Wolfgang Hesl ist darauf eingestellt, den jungen Kollegen den Vortritt zu lassen. Er will da sein, wenn er gebraucht wird.

„Für diese Rolle ist er eigentlich viel zu gut!“ Gerry Ehrmanns Lob ist Wolfgang Hesl zugedacht, der beim Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, sich aber darauf einstellen muss, nur Dritter in der Torwart-Hierarchie zu sein. Jung geht vor. Jung hat Priorität. Hesl weiß das. Hesl akzeptiert das. Aber er schuftet, als würde er am 27. Juli bei der Saisonouvertüre im Tor der Roten Teufel stehen.

 

In den Gesprächen mit Sportvorstand Martin Bader hat der in Nabburg in der Oberpfalz geborene Torwart die Vereinsplanungen akzeptiert. Entweder der 23 Jahre alte Jan-Ole Sievers oder aber der 19-jährige Lennart Grill sollen die neue Nummer 1 beim FCK werden. Klappt es nicht, gerät einer ins Tief, wird gesperrt oder verletzt, dann soll Hesl da sein. Als Soforthelfer da sein, der funktioniert. Dafür schuftet der Hobby-Golfer. „Ansonsten steht die Familie an erster Stelle“, sagt der Vater einer dreieinhalbjährigen Tochter.

"Ich will die beiden jungen Torhüter pushen"

 

„Der FCK kam auf mich zu, man hat mir das Vorhaben geschildert. Das klang ganz spannend und reizvoll“, beschreibt der ablösefrei vom Drittligarivalen Würzburger Kickers gekommene Keeper die Entscheidungsfindung. 2017 war Hesl von Arminia Bielefeld nach Würzburg gewechselt, freute sich auch, wieder nahe der Heimat zu sein. „Sportlich lief es nicht, nach 13 Spielen kam ein neuer Trainer, der wechselte den Torhüter. Das tut immer weh, aber es lief dann gut, und ich muss ehrlich sagen, es gab dann keinen Grund, nochmals zu wechseln“, kommentiert Hesl, ganz Sportsmann, ehrlich wie er ist, das Geschehen. So bekam die Offerte aus der Pfalz einen doppelten Reiz für ihn.

 

„Ich versuche, mit meiner Erfahrung weiterzuhelfen, wo es geht“, sagt Hesl. „Ich weiß, dass ich sportlich im zweiten Glied sein werde, wenn es – was wir alle hoffen – gut bei uns läuft. Ich will die beiden jungen Torhüter pushen, durch dass ich jeden Tag Gas gebe“, betont Hesl, dessen Einstellung auch den bekannt kritischen Gerry Ehrmann beeindruckt, ja begeistert. „Ein guter Torwart, topfit und menschlich eine Granate“, schwärmt der Torwart-Trainer.

Hesl und Ehrmann "Typen vom alten Schlag"

 

„Ich will die Mannschaft mit ,Flo’ führen“, sieht sich Routinier Hesl mit dem neuen Kapitän Dick gefordert. Bei den Kollegen kommt Hesl prima an, sie haben ihn in den Mannschaftsrat gewählt.

 

Die Arbeit mit Ehrmann gefällt dem Neuzugang. „Schade, dass ich nicht schon früher zu Gerry gekommen bin. Das passt sehr gut. Wir sind eben Typen vom alten Schlag! Die ganze Art und Weise wie er arbeitet, kommt mir entgegen“, klassifiziert Hesl.

 

„Meine Stationen, jede auf ihre Art, waren für mich toll. Der Weg zum Profi war für mich ja nicht selbstverständlich, deshalb bin ich dem HSV dankbar für die Chance“, sagt Hesl, der in großer Zeit zweiter Mann bei den Hamburgern sein durfte. Mit dem SV Ried holte er in Österreich den Pokal. „Ein sensationelles Erlebnis. In Fürth durfte ich zwei Jahre Kapitän sein. Ich bin dankbar für jeden Tag, an dem ich Profi sein darf.“ Profi ist er – mit Leib und Seele!

 


 

 

Steckbrief

  • Geboren: 13. Januar 1986 in Nabburg
  • Nationalität: Deutsch
  • Größe: 1,86 Meter
  • Gewicht: 87 Kilogramm
  • Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2020
  • Rückennummer: 13
  • Bisherige Vereine: FC Würzburger Kickers, Arminia Bielefeld, SpVgg Greuther Fürth, Dynamo Dresden, SV Ried, Hamburger SV, FC Amberg, 1. FC Schwarzenfeld, SC Altfalter.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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