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Samstag, 20. April 2019 Drucken

FCK

FCK: Respekt vor Rostock

Von Horst Konzok

Starker Behauptungswille zeichnet André Hainault aus. Links KSC-Torjäger Marvin Pourie. (Foto: Kunz)

Die Torhüter-Ikone Ronnie Hellström, Meisterspieler Andi Buck und auch Cheftrainer Sascha Hildmann beteiligen sich aktiv an der neuen Betze-Anleihe oder dem Crowdlending bei Kapilendo. Sie wollen helfen, dem FCK die Drittliga-Lizenz zu sichern. „Das Ganze steigt mit unserer Leistung“, sagt der Coach vor dem Spiel am Sonntag (13 Uhr) gegen Hansa Rostock.

Kaiserslautern: Florian Dick, Wolfgang Hesl und Mads Albaek liefen in dieser Saison schon als Kapitäne des 1. FC Kaiserslautern auf. Derzeit trägt André Hainault die Spielführerbinde. Nach verbüßter Gelbsperre ist er morgen gegen Hansa Rostock wieder dabei. „André wird auf jeden Fall zurückkehren. Er ist unser Leader. Ich bin froh, dass er wieder da ist“, setzt Trainer Hildmann auf die Routine des 32-Jährigen. Dafür muss – trotz guter Leistung beim 1:1 in Cottbus – Lukas Gottwalt weichen. „Ihm gehört die Zukunft“, lobt der Coach den 21-Jährigen, der gestern im Trainingsmatch, das Team B gegen das vermeintliche Team A gewann, ein famoses Solo im Stil des legendären Hans-Peter Briegel mit einem Treffer krönte. Der „Büffel“ wurde gefeiert.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Gutes Heilfleisch

Ob Christoph Hemlein am Sonntag Dominik Schad ersetzt, ließ der Trainer am Freitag noch offen. „Gutes Heilfleisch“ attestiert Hildmann dem willensstarken Schad, der sechs Tage nach seinem Außenbandriss wieder mit der Mannschaft trainierte. „Das Spiel kommt aber zu früh für mich“, sagt Schad.

Das FCK-Spiel in Cottbus erlebte der gesperrte Hainault letzten Samstag am Fernseher und litt mit dem verletzten Kollegen Theo Bergmann vor dem Bildschirm. „Es ist schwer, zuzusehen, wenn du nicht helfen kannst“, sagt der Kanadier.

Respekt vor Rostock

„Wir haben ein spätes Tor geschossen – und nicht bekommen ...“, sinniert der Profi, der seit bald sieben Jahren in Deutschland spielt. Sein Respekt vor dem Gast aus Rostock ist groß. „In der Vorrunde haben sie nach dem 4:1 gegen uns gesungen ,Nie mehr Dritte Liga’. Aber der Trend hat sich bald danach umgekehrt“, sagt Hainault, der Hansa-Coach Jens Härtel aus der gemeinsamen Zeit beim 1. FC Magdeburg kennt und schätzt. „Hansa – das ist eine gute Mannschaft. Die haben überall Qualität.“

André Hainault fühlt sich gut, ist fit wie lange nicht. „Diese Saison habe ich fast so viele Spiele gemacht wie in den letzten drei Jahren zusammen“, sagt der Eisenfuß, der lange das Verletzungspech gepachtet zu haben schien. Seine Fitness ist der Umstellung auf vegane Ernährung zu verdanken, glaubt er. Er ist stark im Zweikampf, gut im Defensiv-Kopfball. Er weiß mit den linken Fuß das Spiel zu entwickeln. Ein Sprinter ist Hainault nicht, schaltet er sich nach vorne ein, ist er selten wirkungsvoll. Seine Rolle in der Mannschaft gefällt dem Profi. „Der Verein ist stolz, so viele junge Spieler in der Mannschaft zu integrieren. Und ich versuche, den Jungs zu helfen“, sagt Hainault.

Lizenzierung auch im Team Thema

Der Kampf um die Lizenz ist natürlich auch in der Mannschaft Thema. „Mein Deutsch ist nicht so gut, so verstehe ich nicht alles, was ich höre und lese“, sagt der Kanadier schmunzelnd. Und: „Ich habe großes Vertrauen in unsere Verantwortlichen.“

Fankirche bleibt geschlossen

Die Initiative „Fankirche“ des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern protestiert via Facebook gegen Fußball am Ostersonntag. Spielansetzungen an „höchsten christlichen Feiertagen“ wie Karfreitag, Ostern, Pfingsten oder Weihnachten widersprächen den christlichen Werten und seien familienfeindlich. Aus Protest bleibe die Fankirche morgen geschlossen. Seit dieser Saison lädt die christliche Faninitiative bei FCK-Heimspielen vor dem Anpfiff Fans beider Vereine zu einem Gottesdienst in die Kaiserslauterer Stephanuskirche ein.

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