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Montag, 22. Juli 2019 Drucken

FCK

FCK: Picks Traumtor reicht nicht zum Auftaktsieg

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

Sucht den Abschluss: Manfred Starke.

Sucht den Abschluss: Manfred Starke. ( Foto: KUNZ)

Zu Gast auf dem Betze: Investor Flavio Becca (rechts) im Gespräch mit Aufsichtsratschef Patrick Banf.

Zu Gast auf dem Betze: Investor Flavio Becca (rechts) im Gespräch mit Aufsichtsratschef Patrick Banf. ( Foto: KUNZ)

«Kaiserslautern.» Wer bei der Schwalbe ertappt wird wie Christian Kühlwetter in der 70. Minute, der darf sich nicht wundern, Minuten später einen möglichen Foulelfmeter nicht zugesprochen zu bekommen. Am Ende musste sich der 1. FC Kaiserslautern zum Auftakt der Drittliga-Saison mit einem 1:1 (1:0) gegen die SpVgg Unterhaching begnügen.

Flavio Becca, mit Tochter Emma zu Gast beim Spiel, genoss die Betze-Stimmung. „Die Atmosphäre ist hier im Stadion immer wunderbar“, schwärmt der Luxemburger Investor, der sich ob des Remis nicht grämen mochte: „Es war das erste Spiel. Mit Düdelingen haben wir letztes Jahr die ersten drei Spiele verloren. Wenn der FCK jetzt auswärts gewinnt, kommen beim nächsten Mal 30.000 ...“

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Die Roten Teufel versäumten aus der frühen Führung Kapital zu schlagen, weil ihr Umschaltspiel offensiv oft nicht funktionierte, als sich Räume boten. Da fehlten Präzision und Handlungsschnelligkeit. Maßflanken wie jene von Dominik Schad eine Minute vor der Pause, als Janik Bachmann einen Flugkopfball knapp neben das Gehäuse setzte, waren Raritäten. „Wir haben die Bälle nicht schnell genug gespielt“, räumt FCK-Trainer Sascha Hildmann ein, der sich in der 19. Minute über ein Traumtor von Florian Pick nach tollem Solo und feinem Zusammenspiel mit Carlo Sickinger freuen durfte. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, Haching hatte durch die Dreierabwehrkette viele Spieler in der Mitte, das war nicht ganz einfach für uns, wir waren nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen“, stellt Torschütze Pick fest. „Mein 1:0 war ein guter Dosenöffner, wir hätten auch das 2:0 nachlegen können …“

„Wir müssen mutiger werden!“

Der Teamgeist aber stimmte. Wenn einer patzte, versuchte ein anderer zu helfen. So wie der hellwache Schad nach einem Querschläger Kevin Kraus’ in der 23. Minute, als Schad Felix Schröter den Ball gedankenschnell abjagte.

„Wir haben uns viel vorgenommen. Letztlich war das 1:1 gerecht, wir hatten gute Ansätze, müssen uns aber viel mehr zeigen, wenn wir in Ballbesitz sind“, analysiert Hemlein, der kämpferisch ein vorbildlicher Kapitän war und auch die Seitenwahl gewonnen hatte. So spielte der FCK nach der Pause gen Westen, entwickelte nach der Einwechslung von Manfred Starke nach 68 Minuten mehr Druck, hatte zwischen der 72. und 74. Minute vier Ecken. „Ich fühle mich gut“, sagt der Freigeist, der Zug zum Tor hat und fordert: „Wir müssen mutiger werden!“

Viele Zweikämpfe gewonnen

Die Pfiffe, die es gab, nahm Hemlein zur Kenntnis, betont aber: „Letztes Jahr haben wir im ersten Spiel 1:0 gegen 1860 gewonnen, alle haben gejubelt. Und danach? Ich bin ein Jahr hier, ich weiß jetzt, wie Kaiserslautern tickt. Wenn wir jetzt wieder 4:0 gegen Haching gewonnen hätten wie vor zwei Monaten, und dann kommt vielleicht ein 0:0 in Großaspach, dann würde dort gepfiffen werden. Wir geben weiter Gas, geben unser Bestes!“

„Das war Gänsehaut pur beim Einlaufen ins Stadion. Natürlich haben wir uns drei Punkte erhofft. Wir müssen besser spielen! In der ersten Halbzeit haben wir zu defensiv gestanden“, gesteht Abräumer Bachmann nach seinem Debüt Defizite ein. Der Ex-Würzburger war nah dran an seinem ersten Tor für den FCK, gewann viele Zweikämpfe, hatte aber auch einige Bälle leichtfertig verschludert. „In den letzten 25 Minuten hat das mit der Kompaktheit und dem Verschieben besser geklappt“, meint Bachmann.

 

„Die Atmosphäre war toll, ein beeindruckendes Erlebnis, hier zu spielen“, erklärt der zeitgleich mit Starke eingewechselte Angreifer Andri Bjarnason, der noch nicht ins Spiel fand.

„Ich bin froh, dass ich von Anfang an spielen konnte, das war ein schönes Erlebnis. Natürlich wäre es mit drei Punkten noch besser gewesen“, sagt Linksverteidiger Philipp Hercher. Am Samstag führt die Dienstreise nach Großaspach, wo Hercher bisher spielte.

 

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