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Freitag, 10. August 2018 Drucken

FCK

FCK: Özdemir ruhig und selbstbewusst

Özgür Özdemir morgen beim Spiel in Halle erstmals in der FCK-Startelf

Von Oliver Sperk

In der FCK-Innenverteidigung morgen an der Seite von Kevin Kraus: Özgür Özdemir (Zweiter von rechts).

In der FCK-Innenverteidigung morgen an der Seite von Kevin Kraus: Özgür Özdemir (Zweiter von rechts). ( Foto: KUNZ)

Am Ende der englischen Woche wartet eine unangenehme Aufgabe auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Lauterer spielen morgen um 14 Uhr beim Halleschen FC.

Gestern Mittag hat sich der Mannschaftsbus der Roten Teufel Richtung Saale in Bewegung gesetzt, rund 490 Kilometer ist der Betzenberg von der 240.000-Einwohner-Stadt im Süden Sachsen-Anhalts entfernt. Heute sollen die FCK-Profis nach der langen Busfahrt im Hotel ausschlafen, um dann richtig fit zu sein für das Abschlusstraining am Nachmittag und vor allem für die Partie beim HFC. An den haben die Lauterer Fans – 1.046 Auswärtskarten hat der FCK für das morgige Spiel abgesetzt – keine so guten Erinnerungen. Am 20. August 2016 gab es vor 10.021 Zuschauern in der ersten DFB-Pokal-Runde eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung. Allerdings standen damals zwei völlig andere Mannschaften auf dem Platz, als das morgen der Fall sein wird.

Hainault blieb zuhause

 

Nicht mit nach Halle gefahren ist der Lauterer Innenverteidiger André Hainault. Der 32 Jahre alte Kanadier fällt wie berichtet wegen seines bei der 1:2 (0:0)-Schlappe am Dienstag gegen Preußen Münster erlittenen Nasenbeinbruchs aus. Von weiteren Brüchen blieb Hainault verschont; er muss auch nicht operiert werden und soll bald wieder ins Training einsteigen. „Wenn du über 30 bist und Innenverteidiger spielst, dann ist die Nase eben zur Seite gebogen“, sagte FCK-Trainer Michael Frontzeck mit Blick auf die Nebenwirkungen des Fußballgeschäfts – auch er blieb als langjähriger Profi nicht unversehrt.

Özdemir schaut nach vorn

 

Für Hainault verteidigt morgen Nachmittag der 23 Jahre alte Özgür Özdemir, der für den Kanadier am Dienstag auch eingewechselt worden war. Es waren die ersten rund 20 Pflichtspielminuten im FCK-Trikot für den von der SG Sonnenhof Großaspach gekommenen Özdemir. Er räumte sofort ein, vor dem Freistoß, der am Dienstag gegen Münster zum 1:2 führte, mit seinem Einsatz unglücklich agiert zu haben. „Das ist ärgerlich, aber es passiert im Fußball“, sagte der 1,88 Meter große Verteidiger. „Es war bitter: Wie oft kommt es vor, dass du zu Hause 1:0 führst und dann durch zwei Freistöße noch zwei Tore kassierst und verlierst? Aber wir sollten uns nicht länger mit dem Spiel befassen. Wir müssen die Fehler abstellen und Gas geben.“ Zu der Auswärtspartie des Tabellen-13. – ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage – beim 14. aus Halle (drei Punkte aus drei Spielen) wird ein gut gefülltes Stadion erwartet. Obwohl Özdemir sein Startelfdebüt für den FCK winkt, ist er äußerlich sehr, sehr ruhig. „Ich bin keiner, der nervös wird. Der Trainer hat mir bisher nur kurz gesagt, dass ich spiele, sonst ändert sich für mich erst mal nicht viel, was die Vorbereitung angeht“, sagt Özdemir, der sich sehr über den herzlichen Empfang an seiner ehemaligen Wirkungsstätte bei der SGS Großaspach beim 1:1-Remis des FCK vor knapp einer Woche gefreut hat. Für Großaspach hat der Deutsch-Türke in der vorigen Saison 24 Drittligapartien absolviert, war Stammkraft. Beim FCK sitzt morgen in Halle Lukas Gottwalt (20) als Alternativkandidat für die Innenverteidigung auf der Bank.

Özdemir sieht sich und sein Team trotz der Aufstiegsambitionen nach drei Spieltagen noch längst nicht unter Druck. Er sagt lieber ruhig und selbstbewusst: „Wenn wir das abrufen, was wir können, dann können, dann müssen wir in dieser Liga jeden Gegner schlagen!“

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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