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Montag, 25. Juni 2018 Drucken

FCK

FCK-Neuzugang André Hainault soll Defensive stabilisieren

Von Horst Konzok

Ordnungselement in der FCK-Abwehr: André Hainault.

Ordnungselement in der FCK-Abwehr: André Hainault. ( Foto: van)

André Hainault ist einer der Aufstiegshelden des 1. FC Magdeburg. Er soll mit Zweikampfstärke und Routine die Defensive der Lauterer stabilisieren helfen. Der Kanadier ist stolz, das Trikot „eines großen Traditionsvereins tragen zu dürfen“. Die Pfalz – das ist für Hainault vor allem auch wegen der Wälder und Berge Liebe auf den ersten Blick.

«KAISERSLAUTERN.»Das Kämpferherz ist sein Markenzeichen: André Hainault, der 44-malige kanadische Fußball-Nationalspieler, soll in der neuen Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern eine Schlüsselposition einnehmen. Und das nicht nur in der Innenverteidigung des Drittligisten.

Führungsverantwortung“ soll der gerade 32 Jahre alt gewordene Abwehrspieler übernehmen, klassifiziert FCK-Sportvorstand Martin Bader. Deshalb haben sich die Lauterer sehr bemüht, „Eisenfuß“ Hainault aus Magdeburg loszueisen.

 

Hainault geht in seine sechste Saison in Deutschland, spricht sehr gut Deutsch. Er war in der abgelaufenen Saison lange verletzt, sollte in Magdeburg keinen Vertrag mehr bekommen. „Ich dachte, dass es schwer wird, sagte schon zu meiner Frau, dass es nicht mehr als Regionalliga werden wird. Nordhausen vielleicht… Oder Saarbrücken. Vielleicht kommt Cottbus. Dann kam der FCK – dieser Verein ist viel zu groß, um nur Dritte Liga zu spielen ...“

 

Als Hainault fit war, spielte er wieder, stand in den letzten elf Saisonspielen in der Startelf und trug mit sehr guten, konstanten Leistungen zum Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die Zweite Bundesliga bei. Die Fans feierten ihn, der Verein wollte ihn dann doch halten, bot einen neuen Kontrakt an. „Erst hatte ich gar nichts. Dann hatte ich drei Angebote: Kaiserslautern, Jena und Magdeburg“, schildert Hainault. Die Offerte aus der Pfalz fand der Kanadier sofort reizvoll. „Ein großer Name, ein großer Traditionsverein, großartige Fans“, schwelgt der Profi, der schon in Tschechien (Sparta Prag), USA (Houston Dynamo) und Schottland (Ross County) als Profi sein Geld verdiente, ehe er 2013 beim VfR Aalen anheuerte. „Ich war ja lange verletzt – aber Kaiserslautern wollte mich mehr als alle anderen. Ich sehe hier die bessere Perspektive“, begründet der Verteidiger seine Entscheidung. Seine Persönlichkeit kommt gut an, die Kollegen wählten ihn in den Mannschaftsrat, Trainer Frontzeck schätzt die gesunde Härte und Abgeklärtheit, rühmt den Neuen auch als einen wichtigen Kommunikator.

 

Die neue Heimat begeistert den Kanadier. „Auch Magdeburg hat tolle Fans, ein schönes Stadion, die Stadt ist gut – aber es gibt keinen Wald, keine Berge. Hier ist es fast so wie bei mir zu Hause“, schwärmt Hainault vom Pfälzerwald. Seine Frau ist mit den beiden Kindern in der Heimat, nach dem Trainingslager will Hainault die Wohnungssuche forcieren.

 

„Entscheidend für uns war die Rolle, die er im Saisonfinale für den 1. FC Magdeburg gespielt hat, als er als unumstrittener Stamm-und Führungsspieler Anteil am Aufstieg hatte“, erklärt Martin Bader die Personalie.

 

Der erste Arbeitstag – sehr emotional für Hainault. 1500 Zuschauer beim Auftakttraining, ein Feiertag. „Ich habe versucht, cool zu bleiben, sagte mir immer wieder, das kann nicht sein. Der Verein ist abgestiegen und dann diese Fans, diese Unterstützung“, sagt Hainault emotionalisiert.

 

„Ich will mich schnell integrieren, hoffe, dass wir keine Verletzten haben. Es gilt, positiv zu denken – der erste Spieltag zählt. Und dann geht es von Spiel zu Spiel“, betont er.

 

 

Steckbrief

—André Hainault

Geboren: 17. Juni 1986 in Montreal

Nationalität: kanadisch

Größe: 1,84 Meter

Gewicht: 80 Kilogramm

Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2020

Bisherige Vereine: 1. FC Magdeburg, VfR Aalen, Ross County, Houston Dynamo, Sparta Prag, FK Banik Most, Montreal Impact, Hudson Hawks.

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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