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Freitag, 01. März 2019 Drucken

FCK

FCK mit Wut zum Karneval

Von Oliver Sperk und Horst Konzok

Trickreich: FCK-Flügelspieler Hendrick Zuck. Links Fabian Menig (Preußen Münster).

Trickreich: FCK-Flügelspieler Hendrick Zuck. Links Fabian Menig (Preußen Münster). ( Foto: KUNZ)

3000 Fans wollen morgen bei Fortuna Köln einen Erfolg feiern

3000 Fans werden den Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern bei seinem Spiel am Karnevals-Samstag (14 Uhr) bei Fortuna Köln unterstützen. Bei seinem Team setzt FCK-Trainer Sascha Hildmann auch auf eine gehörige Portion „Wut und Zorn“.

Das soll Extra-Energie freisetzen. Die am Sonntag beim 1:1 gegen den FSV Zwickau durch das späte Ausgleichstor des Ex-Lauterers Ronny König verlorenen Punkte wollen die Roten Teufel am liebsten schon morgen in Köln auf ihr Konto buchen. Der Rückenwind, den die Anhänger der jungen Mannschaft mit auf den Weg geben, kann zusätzliche Kraft bringen. „3000 Fans, Mann, Frau, Kinder, das ist der Wahnsinn“, sagt Trainer Hildmann.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Der 46-Jährige, als gebürtiger Lauterer selbst von Kindesbeinen an FCK-Fan, schwärmt von der Begleitung der Roten Teufel. Klar, es ist närrischer Samstag in der Karnevalsmetropole Köln, und das Fortunen-Stadion liegt in der feierfreudigen Südstadt. Wenn es nach Hildmann geht, wird sein Team alles daransetzen, den Lautern-Fans einen tollen Karnevalstag zu bescheren und den Kölnern die Laune zumindest für ein paar Stündchen zu vermiesen.

Die Laune bei Hildmann und seiner Mannschaft war am Sonntag kurz vor 15 Uhr äußerst schlecht: Zum fünften Mal hat der FCK in dieser Saison Punkte in der Nachspielzeit gelassen, gegen Zwickau ein 1:0 aus der Hand gegeben. Das Remis war für die FCK-Profis eine gefühlte Niederlage.

Die wie in der Hinrunde in Sachsen – ebenfalls mit einem 1:1 – verspielten zwei Punkte gegen Zwickau haben „den Jungs sehr wehgetan“. Mittelfeldmann Mads Albaek und der am vergangenen Sonntag gelbgesperrte Christoph Hemlein mussten sich die Partie samt des dramatischen Endes von draußen anschauen. Morgen in Köln sind sie wieder spielberechtigt.

Zuck will mehr als fünf Minuten

Einer, der mit den Hufen scharrt, ist Hendrick Zuck. Ein Fußballer mit feiner Technik. Einer, den die FCK-Verantwortlichen im Sommer aus Braunschweig zurückholten; einer, den sie als einen der Anführer der neuen Mannschaft sahen. Dem Anspruch wurde der 28-Jährige bisher nur ab und an gerecht. Es ist ein Auf und Ab. Gute Spiele, schwache Spiele, mittelmäßige Auftritte, verletzt, krank: 17 Einsätze, elfmal ausgewechselt, dreimal eingewechselt. Zwei Tore, drei Vorlagen, RHEINPFALZ-Notenschnitt: 3,56. „Ich habe dieses Jahr fünf Minuten gespielt – das ist nicht mein Anspruch“, sagt der gebürtige Saarländer. Er will mehr. Er kann mehr!

„Ich glaube, dass ich im ersten Spiel 2019 gespielt hätte. Dann war ich krank. Ich kam zurück, habe zu früh angefangen, war wieder krank“, erzählt der Profi seine Leidensgeschichte. Gegen Zwickau gab’s ein ansprechendes Kurz-Comeback, jetzt geht’s um einen Startplatz. „Der Trainer stellt auf, ich versuche weiter, Gas zu geben“, sagt Zuck, der sich ob der in der Nachspielzeit verschleuderten Punkte grämt: „Wir könnten locker zehn Punkte mehr haben, wenn wir immer konzentriert und konsequent zu Ende gespielt hätten.“

Es hilft nur Vollgas

Das von Hildmann favorisierte 3-4 -3-System kennt Zuck aus Braunschweiger Zeiten. Er sieht rechts wie links Möglichkeiten für sich – in den beiden vorderen Reihen. „Von rechts kann ich gut nach innen ziehen, von links flanken. Ich habe von beiden Seiten Tore vorbereitet“, sagt Zuck, dessen fußballerische Fähigkeiten Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, unterstreicht. Er hat den Glauben an „Zucki“ längst nicht verloren. Dessen Vertrag endet Mitte 2021.

Morgen in Köln wartet die nächste Partie in der engen Dritten Liga. Es hilft nur Vollgas. Hildmann will auch morgen eine aggressive, offensive Spielweise von seinem Team sehen. Kämpferisch sagt der Coach: „Keine Angst vor den letzten Sekunden. Kopf in den Wind und Feuer frei!“

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