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Mittwoch, 28. Juni 2017 Drucken

FCK

FCK: Knipser gesucht

FUSSBALL: Boris Notzon ist eine Schlüsselfigur beim FCK

VON HORST KONZOK

«Kaiserslautern.» Boris wer? Seit dem Abschied von Sportdirektor Uwe Stöver steht Boris Notzon (37) verstärkt in der Öffentlichkeit. Der Chefscout des 1. FC Kaiserslautern ist augenblicklich mit Trainer Norbert Meier federführend in der Kaderplanung des Zweitligisten.

Notzon, in München geboren, ist eigentlich Kölner. „Ich fühle mich als Rheinländer, eine Mentalität die aus meiner Sicht ganz gut zur Pfalz passt“, sagt der verheiratete Vater eines Kindes. Er hat Sportmanagement studiert und wurde mit 23 Jahren nach einem Praktikum beim 1. FC Köln Spielanalyst von Frank Schäfer im Nachwuchsbereich des Geißbock-Klubs. Er arbeitete auch für den damaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters, wurde in der zweiten Ära Daum bei den Kölnern Chefanalyst und später Chef-Scout, arbeitete bei der WM 2010 für Dänemark, 2014 für Kamerun. Im August 2015 dann folgte Notzon, dessen Vertrag zwischenzeitlich bis 2018 verlängert wurde, dem Lockruf aus der Pfalz. Markus Schupp, damals Sportdirektor, holte ihn zum FCK. Der Traum von Kontinuität erwies sich als Wolkenkuckucksheim. Schupp ist längst Vergangenheit, mit Norbert Meier arbeitet Notzon dem schon vierten Cheftrainer in zwei Jahren zu. „Die Zusammenarbeit mit Norbert Meier ist derzeit wirklich sehr gut “, unterstreicht Notzon. Nur wenn das so ist, die Chemie stimmt, die Wünsche, welche Spielertypen gesucht werden klar formuliert sind, kann der Scout mit seinen Mitarbeitern entsprechende Lösungen finden. „Der Trainer ist immer der erste Ansprechpartner, der Verein aber muss die Philosophie vorleben“, betont Notzon. Die Lehren der Vergangenheit sollen für eine bessere Zukunft sorgen. „Ziel ist eine gute und sinnvolle Kaderstruktur. Spieler, die die Säulen der Mannschaft bilden sollen, haben wir langfristig gebunden“, sagt Notzon mit Blick auf die Abwehrspieler Marcel Correia, Benjamin Kessel und Giuliano Modica. Das Trio mit FCK-Vergangenheit steht für sportliche Qualität und Identifikation. Wichtig ist Trainer und Scout, dass die Profis Deutsch können oder es aus Überzeugung schnell lernen wollen.

„Wir sind froh und stolz darüber, dass wir alle sechs Spieler aus der U19 langfristig ohne Ausstiegsklausel an uns binden konnten“, frohlockt Notzon mit Blick auf Lennart Grill, Valdrin Mustafa, Torben Müsel, Nicklas Shipnoski, David Tomic und Patrick Salata. Verändert werden soll die Spielweise, das Auftreten: „Wir wollen den Gegner beschäftigen, variabler in der Offensive werden, viel mehr das Eins gegen Eins suchen.“ Für aggressives, frühes Anlaufen der Gegner stehen neue Kräfte wie Brandon Borrello und Baris Atik. Gesucht werden weitere Offensiv-Verstärkungen.

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