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Montag, 16. April 2018 Drucken

FCK

FCK kaum noch vor dem Abstieg zu retten

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

Alte Klasse rostet nicht: Halil Altintop traf selbst und bereitete einen Treffer vor.

Alte Klasse rostet nicht: Halil Altintop traf selbst und bereitete einen Treffer vor. ( Foto: KUNZ)

Nach dem 3:2 (2:1)-Duselsieg des VfL Bochum gegen den FCK versuchte Bochums Trainer Robin Dutt die Roten Teufel zu trösten.

Der Abstieg des FCK in die Dritte Liga, wirtschaftlich eine Katastrophe, die wohl nicht wenige Mitarbeiter im administrativen Bereich hart treffen wird, ist nach der neuerlichen Niederlage und den Ergebnissen der Konkurrenz am Liga-Abgrund bei vier noch ausstehenden Spieltagen kaum mehr zu vermeiden: Der FCK ist mit 29 Punkten Letzter, Darmstadt 98 mit jetzt 33 Zählern weiter Vorletzter, der FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz hat 37 Punkte. Ebenso viele Zähler auf dem Konto haben der 1. FC Heidenheim, Greuther Fürth und Dynamo Dresden. Dynamo ist am Sonntag (13.30 Uhr) zu Gast in Kaiserslautern.

Unglaubliches Pech

 

 

„Wir wollen gegen Dresden gewinnen und Dresden vielleicht noch mal mit reinziehen“, sagte FCK-Sportvorstand Martin Bader, als am Sonntag die Spiele beendet waren. „Wir haben eine Vorrunde unter allen Möglichkeiten gespielt, spielen eine ordentliche Rückrunde“, urteilte Bader. „Unglaublich“, haderte Sportdirektor Boris Notzon mit den Aluminiumtreffern von Brandon Borrello (64.) und Lukas Spalvis (90.+1) am Freitag, dem 13. „Wenn der Ball von Borrello vom Innenpfosten reingeht, gewinnen wir das Spiel“, mutmaßte Notzon.

„Bei uns muss kein Fan rufen ,Wir woll’n euch kämpfen sehen’“, sagte Bader nach dem packenden Spiel. Die Bochumer legten 126 Kilometer zurück, die Lauterer über 123. „Die Stimmung ist seit Februar überragend. Das hilft uns auch in den Gesprächen mit unseren Spielern, die wir im Abstiegsfall halten wollen. Wenn es wirklich so kommt, müssen wir am 14. Mai gerüstet sein“, sagte Bader mit Blick auf das Lauterer Saisonfinale tags zuvor in Ingolstadt.

Zweite Halbzeit macht Mut

„Die Bochumer haben vier Chancen, drei davon sind drin. Wir machen es den Gegnern zu einfach. Wir kriegen zu viele Gegentore“, klagte Marius Müller, die herausragende Nummer 1 des FCK, nach dem 2:3 in Bochum. Deprimiert schlich Jan-Ingwer Callsen-Bracker nach der Schlappe zum Fanblock und erntete dort aufbauenden Zuspruch. „Die Fans haben uns am Ende am Zaun gesagt: Ihr habt unglaublich gekämpft, das wissen wir. Macht weiter so“, berichtete der Innenverteidiger. „Es war sehr gut, wie wir aus der Halbzeit gekommen sind. Die zweite Halbzeit macht Mut.“ „Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft, da müssen wir gegen Dresden weitermachen“, betonte Halil Altintop, der das Lauterer Führungstor zum 1:0 (7.) schoss und das 2:2 von Stipe Vucur mit einem Eckball einleitete, den Benjamin Kessel per Kopf verlängerte (48.).

 

„Wenn man sich unsere zweite Halbzeit anschaut, dann dürfen wir die Hoffnung nicht verlieren. Wir haben gute Typen, gute Charaktere in der Mannschaft“, sagte Innenverteidiger Stipe Vucur, der den verletzten Christoph Moritz als FCK-Kapitän vertrat. „Wir werden gemeinsam mit den Fans weiterkämpfen und alles versuchen. Die Saison hat gezeigt: Es gibt in dieser Liga keine guten und keine schlechten Mannschaften, es ist ungefähr ein Niveau“, meinte Vucur.

 

Der Schulterschluss zwischen den Fans und der Mannschaft der Rückrunde funktioniert. „Lautrer geben erst dann auf, wenn’s wirklich vorbei ist“, sagt Thilo Schmeiser, der mit seinem Bruder Harry nächsten Sonntag aus dem nordpfälzischen Einselthum mit dem Rad zum „Betze“ aufbricht und an Gleichgesinnte appelliert, die Roten Teufel gegen Dynamo Dresden mit aller Macht zu unterstützen: „In einer alten Liebe steht man zueinander, auch wenn das Ende naht. Man bewahrt sich den Glauben, dass es noch gut wird, solange es noch gut gehen kann. Man muss Zeichen setzen, gerade jetzt in der schmerzhaften Phase! Wir stehen zusammen!“

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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