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Mittwoch, 17. April 2019 Drucken

FCK

FCK-Kampf um die Drittliga-Lizenz: „Scheitern ist keine Option“

Von Horst Konzok

Zwei, die’s beim FCK richten sollen: Martin Bader (links) und Michael Klatt (rechts).

Zwei, die’s beim FCK richten sollen: Martin Bader (links) und Michael Klatt (rechts). ( Foto: KUNZ)

Hintergrund: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erteilt dem 1. FC Kaiserslautern die Lizenz für die Dritte Liga unter Auflagen und Bedingungen. Der FCK muss bis Ende Mai nachweisen, dass er in der Lage ist, zum 1. August 6,6 Millionen Euro Betze-Anleihe zurückzuzahlen.

Der FCK muss nachbessern: Noch steht die Ampel für die Spielzeit 2019/20 nicht auf grün, aber das Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar. „Scheitern ist keine Option“, sagt Michael Klatt, der kaufmännische Geschäftsführer des FCK, zum Kampf um die Drittliga-Lizenz. Die Auflagen zu erfüllen – kein Problem. „Es gibt keine Eigenkapitalauflage“, versichert Klatt.

Weit schwieriger zu erfüllen sind die Bedingungen, die der DFB stellt. Den Nachweis, den Fünf-Millionen-Euro-Verlust im operativen Geschäft ausgleichen zu können, habe der FCK erbracht. Die Herkulesaufgabe sei, dem DFB nachzuweisen, wie zum 1. August 2019 die 6,6 Millionen Euro aus der Betze-Anleihe zurückgezahlt werden sollen und können. „Wir gehen drei Wege: Erstens Verlängerung der Anleihe, zweitens neue Anleihe, drittens Kapilendo.“ Ziel sei es, jeweils eine Million durch die neue Anleihe und über Kapilendo zu erwirtschaften. Gelingt das, sei der FCK in Sachen Lizenz über den Berg. Bei Kapilendo wurde der Zwischenstand gestern auf 470.000 Euro beziffert, in den nächsten zehn Tagen sei das Ziel auf eine Million Euro zu kommen.

Das Signal aus der Region

Dieter Buchholz (Firmengründer des Buchholz-Fachinformationsdienstes in Bexbach), Prof. Dr. Peter Theiss (Firmengründer und Geschäftsführer der Dr. Theiss Naturwaren GmbH in Homburg), Giuseppe Nardi (Geschäftsführer der Dr. Theiss Naturwaren GmbH in Homburg), Axel Kemmler (Firmengründer und Geschäftsführer der KKS Kemmler Kopier Systeme GmbH in Kaiserslautern), Annemarie Becker (Kaiserslautern) und Steffen Wick (Kaiserslautern) erweitern ihre langjährigen Partnerschaften mit dem FCK merklich und sind die ersten externen Anteilseigner an der im vergangenen Sommer ausgegliederten Kapitalgesellschaft. Dass sechs regionale Unternehmer Aktienpakete im jeweils sechsstelligen Bereich erwarben, nennt Klatt „ein ganz, ganz wichtiges Signal“. Das Sextett hat dem FCK rund 700.000 Euro in die Kasse gespült. „Wir freuen uns sehr über den Vertrauensbeweis der Sechs, die dem 1. FC Kaiserslautern bereits seit vielen Jahren eng verbunden sind. Die Verbesserung der Eigenkapitalsituation ist eine wesentliche Triebfeder für die zukünftige Entwicklung des FCK“, erklärte Michael Klatt.

Freunde lassen Taten sprechen

Patrick Banf, Aufsichtsratsvorsitzender der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, zeigt sich beeindruckt: „Ich finde es einmal mehr bemerkenswert, dass langjährige Unterstützer unseres Vereins, die ihr Herz für den FCK bereits seit Jahren unter Beweis stellen, auch nun wieder Taten sprechen lassen. Gerade in der aktuellen Situation würden wir uns freuen, wenn dieses Engagement eine Vorbildfunktion für weitere regionale Unternehmen hätte.“

Ein Stück Heimatliebe

„Wenn man wie ich aus Kaiserslautern kommt, leidet man natürlich in der aktuellen Situation umso stärker mit. Daher gilt es für alle, so gut wie möglich mitanzupacken und dafür zu sorgen, dass der FCK positiv in die Zukunft blicken kann“, ergänzt Axel Kemmler.

Den Nachwuchs im Auge

Auch Prof. Dr. Peter Theiss und Giuseppe Nardi sehen im Erwerb von Anteilen einen wichtigen Schritt für die Zukunft: „Als langjähriger Hauptsponsor und aktuell starker Partner im Nachwuchsleistungszentrum liegt uns der Weg des FCK, auf den eigenen Nachwuchs und viele Talente aus der Region zu setzen, sehr am Herzen. Wir sind von dieser Konzeption überzeugt.“ Martin Bader, Geschäftsführer Sport des FCK, bei Gesprächsrunden mit regionalen Wirtschaftskapitänen stark engagiert, überzeugte mit der Konzeption, die junge Mannschaft gezielt zu verstärken.

Hoffen auf bessere Zeiten

„Wir haben mit dem FCK in den vergangenen Jahrzehnten viele Höhen und Tiefen miterlebt. Daher war es uns wichtig, in der schwierigen Situation ein Zeichen zu setzen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir sind davon überzeugt, dass es in den kommenden Jahren wieder deutlich aufwärts geht“, beschreibt Dieter Buchholz, der einstige Aufsichtsratschef, die Motivation zu seiner Investition.

Trainer mit Zuversicht

Gespannt verfolgt FCK-Cheftrainer Sascha Hildmann die Entwicklung. „Alles, was ich heute gehört und erfahren habe, stimmt mich zuversichtlich“, sagt der Coach.

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