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FCK

FCK: Kacper Przybylko auf dem Weg zurück

Maria Huber

Konzentriert: Kacper Przybylko (links) kurz vor seiner Einwechslung.

Konzentriert: Kacper Przybylko (links) kurz vor seiner Einwechslung. ( Foto: VIEW)

Der FCK II hat 7:0 gegen dem FV Eppelborn gewonnen, Fans und Mannschaft feiern – den Sieg, aber auch den wiedergenesenen Profi Kacper Przybylko.

Der Moment des Abpfiffs: Przybylko blickt zum Himmel und läuft dann zu seinem Zwillingsruder Jacub, um sein Glück zu teilen, das er kaum fassen kann. Er strahlt und wirkt, als würde gerade eine riesige Last von seinen Schultern fallen. „Überragend. Es ist so ein gutes Gefühl, keine Schmerzen mehr zu haben“, entfährt es ihm.

 

Fast zwei Jahre ist es her, dass der Stürmer des Zweitligateams im Spiel beim FSV Frankfurt einen Mittelfußbruch erlitten hat. Es folgte eine lange Leidensgeschichte. Rückkehrversuche, die nach kurzen Einsätzen abgebrochen wurden, Pause, Physiotherapie. „Ich glaube, ich kenne inzwischen jeden Arzt, jeden Physiotherapeuten in ganz Deutschland“, sagt der 25-Jährige und räumt ein, dass er zwischendrin ratlos war, wie es weitergehen soll. Dreieinhalb Mal wurde er operiert. „Die Stoßwellentherapie zähle ich mal dazu, da wurde ja auch alles im Fuß zerstört.“ Immer wieder hatte er Schmerzen, aber aufgeben und die Karriere beenden, war keine Option für den in Bielefeld geborenen Polen: „Ich bin ja noch so jung ...“

Hilfe aus Polen

 

Geholfen hat ihm schließlich ein Arzt in Polen, der ihm wieder Mut zugesprochen und ihm klargemacht hat, dass sein Fuß eine Pause braucht. Vorher hat er „nie nichts gemacht“, kennt so ziemlich alle Übungen für den Fuß. Was ihn wenigstens ein bisschen aufmunterte, war, dass seinen Bruder ein ähnliches Schicksal ereilt hatte. Jacub, ebenfalls Fußballer, polnischer Jugend-Nationalspieler, wurde wie er durch eine Verletzung ausgebremst und arbeitete sich mit ihm zurück. „Das Rehamed war unsere zweite Heimat“, erzählt er mit einem Augenzwinkern von den gemeinsamen Trainings- und Physiotherapieeinheiten in Kaiserslautern.

 

Inzwischen hat sein Bruder einen neuen Verein gefunden, Kacper Przybylko ist seit eineinhalb Wochen wieder im Mannschaftstraining. Am Donnerstag und Freitag trainierte er mit der U21 des FCK, am Samstag auf dem Fröhnerhof wurde er in der 63. Minute eingewechselt und ging gleich dahin, wo er gebraucht wird: vors Tor. Dreimal versuchte er abzuschließen. Erst war er vor dem Torwart am Ball, aber der Winkel war zu spitz, dann versuchte er es von halbrechts, doch sein Schuss wurde geblockt, und noch mal aus 18 Metern – der Ball ging am kurzen Pfosten vorbei. Am nächsten dran am ersten Tor nach vielen Monaten Zwangspause war er in der 65. Minute. Bei einem Eckball sprang er hoch, doch FCK-Abwehrspieler Lukas Gottwalt hinter ihm sprang höher und köpfte den Ball ins Netz. „Ich wäre nicht unter den Ball gekommen“, gibt Przybylko zu, ist aber nicht traurig, dass es beim ersten Einsatz nicht gleich zum Tor gereicht hat.

Spielpraxis im Oberligateam

 

Für ihn zählen andere Dinge: dass er wieder auf dem Platz stehen kann, keine Schmerzen mehr hat, dass er Spielpraxis bekommt. Er ist ehrgeizig, übt auch nach dem Training noch. „Ich habe viel nachzuholen“, sagt er, freut sich über die 27 Minuten, die er in Absprache mit seinem Trainer Michael Frontzeck auf dem Platz stehen durfte. U21-Coach Hans Werner Moser war zufrieden, auch mit der Trainingsleistung, damit, wie sich die Mannschaftskameraden freuten, dass er zurück ist. Kacper Przybylko macht es nichts aus, dass er im Oberligateam testen durfte und nicht bei den Profis. Für ihn ist nur wichtig, dass er wieder Fußball spielt. „Vielleicht sind es nächste Woche schon 60 Minuten“, sinniert er, und seine Augen leuchten. Sein Vertrag endet am 30. Juni.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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