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Freitag, 02. August 2019 Drucken

FCK

FCK: Island-Import Andri Bjarnason fällt aus

Von Horst Konzok

Sturm und Drang: Andri Bjarnason. Rechts JulianL Leist, der neue Kapitän der SG Sonnenhof Großaspach.

Sturm und Drang: Andri Bjarnason. Rechts JulianL Leist, der neue Kapitän der SG Sonnenhof Großaspach. ( Foto: KUNZ)

Das ist Pech: FCK-Island-Import Andri Bjarnason hat am Donnerstag im Training einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich erlitten und fällt aus. Die Lauterer müssen am Samstag (14 Uhr) im Spiel bei Preußen Münster möglicherweise auch den erkrankten Christian Kühlwetter ersetzen. Die Mannschaft aber will’s wissen!

„Das tut weh – nicht nur Andri, sondern auch uns!“ So kommentiert Martin Bader, Geschäftsführer Sport des FCK, die Verletzung von Sturmhoffnung Bjarnason. „Jeder Einsatz, jedes Training war wichtig für ihn. Wir kennen seine Torquote – egal wo er spielte ...“, sagt Bader, der in dem 28 Jahre alten isländischen Nationalspieler, beim schwedischen Erstligisten Helsingborgs IF ausgelöst, den ersehnten Knipser sah und sieht.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beim harmlosen Kreis-Spielchen – Fünf gegen Zwei – ist’s gestern Vormittag passiert. „Schade – für ihn und für uns“, bedauert Trainer Sascha Hildmann. In frühestens vier Wochen rechnet er mit dem Comeback des Isländers. Martin Bader weiß, dass er bis 31. August – Flavio Becca sei Dank – auf dem Transfermarkt handeln kann. Dass der Mann, der dem FCK als Investor Leben einhaucht, fünf Jahre Überleben garantiert, via Internet von Vereinsmitgliedern quasi als Mafiosi abqualifiziert wird, spricht nicht für die Vereinskultur bei den Erben, die so gern die Ideale Fritz Walters beschwören. Der FCK steht für andere Ideale – für einen anderen Geist!

Am Montag wurde Carlo Sickinger 22. Mit dem erhofften Geschenk am Tag danach, drei Punkten gegen den FC Ingolstadt, ist’s nichts geworden. Dass der FCK zwar nicht gewonnen hat, beim 0:0 gegen den Zweitliga-Absteiger aber sein vielleicht bestes Drittligaspiel überhaupt machte, beglückt den jungen Profi. „Von der Leistung her hatten wir verdient, es zu gewinnen. Wir haben schon lange nicht mehr so gut Fußball gespielt – nur das Tor hat gefehlt“, urteilt Sickinger: „Das war seit unserem Sieg in Duisburg gegen Uerdingen unser mit Abstand bestes Spiel. Es gab nur positives Feedback.“

Grandiose Stimmung auf dem Betze

Die Stimmung am Dienstag auf dem Betze – grandios. So als hätten die Roten Teufel 3:0 oder 4:0 gewonnen. „Von den Zuschauern kam ein Riesenzuspruch“, weiß Carlo Sickinger auch zwei Tage danach noch den besonderen Moment zu genießen.

„Das werden wir mitnehmen nach Münster“, ist der Abwehrstabilisator überzeugt, der die Unachtsamkeiten im eigenen Spiel aber nicht verleugnet. So kam Fatih Kaya kurz vor der Pause völlig frei zum Kopfball, so tauchte Stefan Kutschke kurz nach dem Seitenwechsel völlig frei vor dem Lauterer Tor auf, das der sehr gute Lennart Grill sauber hielt. Glück, dass wenig später Maxi Beisters raffinierter Drehschuss an der Latte und nicht im Netz landete. „Das hätte uns das Genick brechen können“, weiß Sickinger. „Aber wir hatten natürlich die Chancen von Dominik Schad und Timmy Thiele – wenn die treffen …“ 49 Minuten beim 3:1-Sieg in Großaspach und 95 Minuten gegen Ingolstadt spielte Sickinger mit Joe Matuwila zusammen in der Lauterer Abwehrzentrale. „Das hat sehr gut gepasst. Wir haben praktisch drei Halbzeiten zusammengespielt und kein Gegentor bekommen“, sieht Sickinger eine gute Mischung, eine auf Anhieb gute Harmonie zwischen zwei sehr unterschiedlichen Spielertypen: „Er ist der robustere, er ist lauter, ich versuche mehr über das Fußballerische zu Lösungen zu kommen.“ Sickinger ist überzeugt, dass seine Mannschaft ihren neuen Spielstil kultivieren wird. Der jüngste Auftritt – keine Eintagsfliege! „Ich bin sicher, dass wir in Münster mit dem gleichen Feuer und der gleichen fußballerischen Überzeugung auftreten werden“, sagt der 22-Jährige.

"Mit Mut und Leidenschaft"

„Die gute Leistung vom Dienstag sollte auf jeden Fall Auftrieb geben“, sagt FCK-Coach Sascha Hildmann, der auch morgen eine beherzte Mannschaft auf dem Platz sehen will. „Wir wollen auch in Münster mit sehr viel Mut und Leidenschaft Fußball spielen“, versichert Hildmann. Anas Bakhat, Theo Bergmann und Simon Skarlatidis sind seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining. Im Aufbautraining sind Lukas Gottwalt und Janek Sternberg.

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