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Samstag, 27. Juli 2019 Drucken

FCK

FCK in Großaspach: Spiel gegen ziemlich beste Freunde

Von Lea Ochssner & Horst Konzok

„Offensiv fängt hinten an, defensiv fängt vorne an“, philosophiert FCK-Neuzugang Philipp Hercher.

„Offensiv fängt hinten an, defensiv fängt vorne an“, philosophiert FCK-Neuzugang Philipp Hercher. ( Foto: KUNZ)

Für Sascha Hildmann, Trainer des 1. FCK, ist das Spiel bei der SG Sonnenhof Großaspach am Samstag (14 Uhr) auch eine Reise in die Vergangenheit.

Für Philipp Hercher steht heute quasi sein zweites Heimspiel der Saison an. Denn schon am zweiten Spieltag geht es mit dem 1. FC Kaiserslautern zurück zu seinem alten Klub, der SG Sonnenhof Großaspach. Dort spielte der 23-Jährige letzte Saison, schoss in 37 Spielen fünf Tore, lieferte drei Torvorlagen. „Das vergangene Jahr war sehr intensiv für mich. Durch den Klassenerhalt am letzten Spieltag ist mir der Verein ans Herz gewachsen“, erzählt er. Trotzdem drängte der Blondschopf auf einen Wechsel in die Pfalz. „Und am Ende hat’s geklappt“, freut er sich.

Mit den Spielern der SGS hat Hercher noch viel Kontakt: „Die freuen sich auf uns und auf mich, das Stadion wird voll sein.“ Er selbst ist natürlich voller Vorfreude. Ohne einen Dreier will er nicht zurück nach Kaiserslautern fahren. Dass man sich gut kennt habe Vor- und Nachteile: „Ich weiß um die Spielidee von Großaspach und kenne auch Stärken und Schwächen von einzelnen Spielern. Aber andersrum wird es genauso sein. Die werden mich auch gut analysiert haben.“

Hercher: Chancen hatten wir

Hercher rechnet damit, dass die SG Sonnenhof Großaspach nach der 1:4-Niederlage gegen den MSV Duisburg ihre Taktik umstellt und mit einem 4-3-3-System auflaufen wird. Dann könnte er auf seiner linken Außenbahn auf Großaspachs Neuzugang Erik Hoffmann, der aus Stuttgart ausgeliehen wurde, treffen. Das findet Herrcher gar nicht schlecht: „Wir haben nicht lange zusammen gespielt, vielleicht haut man sich da noch mal mehr in die Zweikämpfe, als wenn es gegen einen Freund von mir wäre.“

Das erste Drittligaspiel hat ihm viel Spaß gemacht, vor allem, vor den Fans auf dem Betzenberg zu spielen – obwohl es dann doch nur für ein Unentschieden reichte. Herchers Analyse: „Wenn wir Glück haben, können wir noch vor der Pause das 2:0 machen. Chancen hatten wir auf jeden Fall. Man muss ganz klar sagen, das war noch nicht das, was wir können.“

Auf jeden Fall fühlt sich Hercher in Kaiserslautern sehr wohl: „Ich bin vom ersten Tag an sehr gut aufgenommen worden, und unternehme viel mit den Jungs.“ Auch mit „Picki“ also Florian Pick, der vor ihm im Mittelfeld spielt, kommt er menschlich wie spielerisch gut zurecht. „Wir verstehen uns richtig gut.“

Zuvor großes Konzert auf dem Platz

Ein Fragezeichen steht hinter den Platzverhältnissen. Denn am vorigen Wochenende stieg dort mal wieder eines der großen Andrea-Berg-Konzerte, die mit dem Mitgründer der SG Sonnenhof Aspach Ulrich Ferber verheiratet ist und in der Nähe wohnt. „Da kommt dann entweder ein neuer Rasen hin, der nicht richtig angewachsen ist, oder wieder eine Sandwiese“, befürchtet Hercher.

Trainer Hildman, der Hercher nach Großaspach und nun nach Lautern lotste, schätzt Einstellung und Offensivgeist des forschen Linksverteidigers. „Philipp ist pflegeleicht, hat sehr viel Ehrgeiz – er braucht aber auch noch Zeit.“

Gözütok erstmals dabei

Beim FCK haben Lukas Gottwalt und Simon Skarlatidis das Lauftraining aufgenommen. Janek Sternberg (Muskelfaserriss) und Theo Bergmann (Magen-Darm-Infekt) stehen heute nicht zur Verfügung. Keinen Platz im 18-Man-Kader gefunden haben Hendrick Zuck, Mohamed Morabet und Jonas Scholz. Erstmals dabei ist Anil Gözütok (18). „Das ist eine Belohnung für starke Leistungen im Training und in den Tests“, lobt der Coach, der noch darüber rätselt mit welcher Taktik er den Erfolg sucht. Klar ist: Joe Matuwila verteidigt für Scholz, Manfred Starke rückt wohl in die Startelf. 4-4-2 oder doch 4-1-4-1? Hildmann entscheidet heute.

Für das DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05 am 10. August (15.30 Uhr) sind 24.000 Karten verkauft, darunter 5000 nach Mainz. Der Wunsch der „Nullfünfer“ nach einer Zugabe wird mit weiteren 1000 Tickets erfüllt.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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