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Freitag, 26. Juli 2019 Drucken

FCK

FCK: Für Banf vorzeitiger Abschied kein Thema

Von Lea Ochßner & Horst Konzok

Dynamisch: So wünscht man sich Kevin Kraus im FCK-Dress.

Dynamisch: So wünscht man sich Kevin Kraus im FCK-Dress. ( Foto: KUNZ)

Am Samstag (14 Uhr) gastiert der 1. FC Kaiserslautern am zweiten Drittliga-Spieltag bei der SG Sonnenhof Großaspach. Joe Matuwila gibt sein Pflichtspieldebüt im Dress der Roten Teufel. Für Beiratschef Patrick Banf ist ein vorzeitiger Abschied vom Amt derzeit kein Thema.

„Ich weiß mit Schmerzen umzugehen.“ Das sagte Kevin Kraus, Innenverteidiger des FCK, am Mittwoch bei seiner Rückkehr auf den Trainingsplatz. Das 1:1 zum Saisonstart gegen Unterhaching war natürlich alles andere als ein Wunschergebnis – weder für die Fans noch für die Mannschaft. „Wir arbeiten daran, ein besseres Gegenpressing zu entwickeln. Wir wissen ja auch, dass wir unsere Fehler im Aufbauspiel reduzieren müssen, dass wir mutiger auftreten müssen, ohne Harakiri zu spielen“, sagt der 26-Jährige. Dass gegen Haching mit Manfred Starke in den letzten 22 Minuten „frischer Wind von der Bank“ kam, sah auch Kraus so. „Das ist wichtig – gerade bei den Temperaturen. Da zwingst du den Gegner zu Fehlern.“

Nach der Führung so verhalten zu agieren, so sehr auf weite Flugbälle zu setzen – das war nicht des Trainers Vorgabe, sagt Martin Bader, der die Mannschaft bei der Saisonouvertüre vom Plan abkommen sah. „Was mir nach dem 1:0 gefehlt hat, war, dass wir weiter Fußball spielen“, sagt der Sport-Geschäftsführer: „Wir hatten ja auch Chancen – Timmy Thiele, Janik Bachmann mit dem Kopf …“ Baders Maßgabe an die Spieler für die Aufgabe in Aspach ist sonnenklar: „Ich erwarte, dass sie die Vorgaben konzentriert umsetzen und nicht an Ingolstadt denken …“ Der Zweitliga-Absteiger kommt am Dienstag (19 Uhr) auf den Betze.

"Ich bin froh, dass Gunther wieder bei uns ist"

Bei der Trainingsarbeit stand am Donnerstag einmal mehr der Torabschluss auf dem Programm. Mittendrin und lautstark dabei: Gunther Metz, der Talente-Trainer. „Tore schießen. Tore schießen. Und mit Tempo zurück …“ Immer wieder feuert der 51-Jährige an, wenn das Ziel verfehlt wird, wenn nicht entschlossen nachgesetzt wird. Aber es gibt auch Lob – für Christian Kühlwetter und Carlo Sickinger, die Treffsichersten in der einen Gruppe. Oder für Torhüter Lennart Grill nach einer tollen Parade. „Ich bin froh, dass Gunther wieder bei uns ist. Er ist ein leidenschaftlicher Trainer. Gut, dass er da ist“, sagt Cheftrainer Sascha Hildmann. Er setzt am Samstag auf alle Fälle auf Joe Matuwila anstelle von Jonas Scholz im Abwehrzentrum. „Manni spielt immer eine Rolle“, plant der Trainer ganz offensichtlich mit Offensivmann Starke. Theo Bergmann (Magen-Darm) fällt aus.

Wenn die Mannschaft am Freitag im Bus gen Großaspach fährt, tagt der Beirat der FCK-Kapitalgesellschaft. Die Verhandlungen mit Investor Flavio Becca über Einstieg und Vereinswert sind dicht vor der Ziellinie, sagt Patrick Banf, der Vorsitzende des Beirats der FCK-Kapitalgesellschaft.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

"Viele haben negativ behaftet ihr Amt verlassen"

Spekulationen, er werde nach einem erfolgreichen Abschluss mit Becca sein Amt zur Verfügung stellen, mochte Banf nicht bestätigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich mir keine Gedanken über ein vorzeitiges Ende meiner Amtszeit gemacht. Sollte dies einmal der Fall sein, würde ich diese Gedanken aber auch zuerst mit meiner Familie besprechen“, erklärt Banf auf Anfrage, der zwischenzeitlich ob der Machtkämpfe und Differenzen im Verein zermürbt schien. Zweimal scheiterten Versuche, ihn als Vorsitzenden abzuwählen.

Ihm sei schon bei seinem Antritt zur Wahl bewusst gewesen, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten niemand sonderlich lange in den Führungsgremien des Vereins blieb und viele auch „negativ behaftet ihr Amt verlassen haben“. Banf: „Ich weiß, dass man gerade in solch einer angespannten Situation wie der, in der sich der FCK gerade befindet, viele Entscheidungen im Gremium treffen muss und es dabei nicht jedem recht machen kann. Das gefällt natürlich nicht jedem. Man muss immer das Wohl des Klubs in den Vordergrund stellen. Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, und beim FCK dreht sich das Rad noch schneller.“

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