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Donnerstag, 29. November 2018 Drucken

FCK

FCK: Frontzeck nimmt Druck vom Team

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

In der Warteschleife: FCK-Mittelfeldtalent Carlo Sickinger.

In der Warteschleife: FCK-Mittelfeldtalent Carlo Sickinger. (Foto: Kunz)

Für Chefcoach Michael Frontzeck geht es in der Fußball-Drittliga-Partie am Freitag (19 Uhr) bei der SpVgg Unterhaching um seinen Arbeitsplatz.

Kassieren die Lauterer am 17. Spieltag ihre sechste Saisonniederlage, dürfte Frontzeck kaum noch länger FCK-Coach sein. Der 54-Jährige betont aber, sich nicht mit der eigenen Zukunft zu beschäftigen. „Ich bin es als Trainer gewohnt, im Wind zu stehen“, sagt Frontzeck. Ihm gehe es jetzt nur um die „perfekte Vorbereitung“ auf die kommende Partie des Tabellenzehnten beim Fünften des Klassements, der erst einmal verloren hat – 0:1 zu Hause gegen Würzburg.

Der schwarze Sonntag der Roten Teufel mit dem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden, dem Gang in die Westkurve unter Pfiffen, Buh- und „Frontzeck raus“-Rufen hat einige personelle Auswirkungen. Gegenüber dem enttäuschenden Auftritt gegen Wehen, bei dem die Lauterer auch keinen einzigen Eckball zu verzeichnen hatten, wird Frontzeck seine Startelf auf mehreren Positionen verändern. So wird wohl Kapitän Florian Dick von Beginn an spielen und auf die Rechtsverteidiger-Position zurückkehren, vor ihm könnte Dominik Schad auf der offensiven Außenbahn starten.

Sickinger vom Trainer gelobt

Auch bei der Besetzung der Zentrumspositionen in Abwehr, Mittelfeld und Angriff sind Änderungen denkbar. „Das Gesamtbild ist entscheidend“, betont Frontzeck. Er meint, die Mannschaft habe den emotional aufwühlenden Gang in die Kurve am Sonntag, bei dem einige aufgebrachte Fans gar über den Zaun in den Innenraum geklettert sind, gut weggesteckt. Sein Team habe in den ersten 16 Saisonspielen „zu einem überwiegenden Teil ansprechende, gute Leistungen gezeigt; an diese müssen wir am Freitagabend anknüpfen“. Unterhaching hat derzeit sechs Punkte mehr auf dem Konto als der FCK.

Dessen Trainer kennt das Profigeschäft seit rund 35 Jahren und sieht, dass Trainer heutzutage noch viel früher und vehementer in Frage gestellt werden, als dies noch vor 25, 30 Jahren der Fall war. „Wir wissen, dass wir eine schwere Phase haben. Das Wichtigste ist aber, dass du dich nicht mit Dingen beschäftigst, die du selbst nicht beeinflussen kannst.“ Er werde seinen Kader „bis aufs Letzte verteidigen“ und attestiert seinen Spielern, immer hundertprozentig zu wollen. So wie Carlo Sickinger. Der 21-jährige zentrale Mittelfeldspieler, seit sechseinhalb Jahren im Verein, ist noch ohne Einsatz in der Dritten Liga. In den Verbandspokalspielen trat er absolut überzeugend auf. „Ich habe zuletzt in der U21 bessere Leistungen gebracht und sehe mich auch im Training konstant auf gutem Weg“, sagt der Mittelfeldmann, der sich über das anerkennende Lob des Trainers freut.

Im Kader für Haching

Am Sonntag war kein Platz für Sickinger im 18-Mann-Kader – er saß auf der Tribüne. Es sind harte Momente zu erfahren, dass man den Koffer wieder auspacken muss, wenn 18 andere ins Mannschaftshotel gehen. „Man darf einen Abend sauer sein, genervt, aber man muss am nächsten Tag wieder da sein, in der U21 Leistung bringen“, weiß Sickinger, ganz Profi, der sich Trost in der Familie holt, dort sehr gut aufgefangen wird.

„Carlo ist ein junger Spieler, ich mag ihn. Er hat mit Albaek, Löhmannsröben, Bergmann und Fechner starke Konkurrenz. Er gibt in jedem Training 100 Prozent, er entwickelt sich sehr gut, momentan ist es für ihn aber nicht der richtige Zeitpunkt für die Startelf“, sagt Frontzeck, der gute Perspektiven für Sickinger ausmacht. Der steigt am Donnerstag in den Mannschaftbus – er zählt zum Kader für Haching.

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