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Mittwoch, 27. Februar 2019 Drucken

FCK

FCK-Elf wird immer jünger

Torjubel Marke Christian Kühlwetter. Schön, aber zu selten.

Torjubel Marke Christian Kühlwetter. Schön, aber zu selten. ( Foto: KUNZ)

Fragen und Antworten zur Situation der Roten Teufel in der nicht ungefährlichen Grauzone der Dritten Liga.

33 Punkte, 27:33 Tore – Platz zwölf in Liga drei. Vom angestrebten Wiederaufstieg ist der 1. FC Kaiserslautern 13 Spiele vor Schluss zwölf Punkte entfernt. Fragen und Antworten zur Lage des FCK von Horst Konzok und Oliver Sperk.

  

Warum scheitert der FCK an der Mission Wiederaufstieg?

Trotz der Flaute im Abschluss würde der FCK zumindest um den Relegationsplatz mitspielen, wenn er nicht in vier Spielen in der Nachspielzeit noch ein Remis und gegen Münster das 1:2 kassiert hätte. Neun Punkte verspielt. Auch jetzt beim 1:1 gegen Zwickau hätte der FCK deutlich führen müssen. Das Manko ist nicht nur an Timmy Thiele festzumachen.

 

Der FCK hat eine sehr junge Mannschaft. Fehlt dem Team aus diesem Grund die Konstanz?

Im Spiel gegen Zwickau standen mit Grill, Sickinger, Schad, Fechner, Jonjic und Kühlwetter sechs Spieler in der Lauterer Startelf, die 22 und jünger sind. „Gut für den FCK“, sagt Martin Bader. Der Geschäftsführer Sport gesteht aber auch ein, dass einige der jungen Garde spielen, meist sogar gut, weil fest eingeplante Ältere die Erwartungen nicht erfüllt haben. Lennart Grill (20) hat Wolfgang Hesl (33) ersetzt, weil der Routinier nicht die erhoffte Ruhe ausstrahlte, in Jena und München unglücklich bei entscheidenden Gegentoren aussah. Dominik Schad (21) hat Florian Dick (34) verdrängt, Carlo Sickinger (21) und Lukas Gottwalt (21) sind an dem in Großaspach abgelösten Özgür Özdemir (24) vorbeigezogen, Toni Jonjic (19) spielte sich als Joker in den Vordergrund, auch weil Hendrick Zuck (28) keine Konstanz ins Spiel brachte. Christian Kühlwetter (22) stürmt, weil Julius Biada (26) nach gutem Start nicht in Form kam und Timmy Thiele (27) seine Ladehemmung noch immer nicht besiegt hat.

 

Wer von den externen 15 Neuen verstärkt die Mannschaft wirklich?

Kevin Kraus überzeugt als Furchtlos-Kante und trägt wie André Hainault, der Mann mit dem Holzfäller-Kreuz, zu der unter Sascha Hildmann verbesserten Stabilität der Defensive bei. Janek Sternberg ist defensiv stark, schnell, giftig, in der Offensive mangelt es an Effektivität. Jan Löhmannsröben ist nicht nur ein guter Balleroberer, er kann auch kicken. Aber er hat – wie der technisch versierte Theo Bergmann, der zuletzt verbesserte Christoph Hemlein und der zwischen Genie und Wahnsinn kreisende, meist zu ballverliebte Florian Pick Luft nach oben. Toll entwickelt hat sich Dominik Schad.

 

Welche Verträge laufen aus?

Nur zwei enden am 30. Juni, aber der Saisonverlauf dürfte zu weiteren Änderungen führen. Florian Dicks Kontrakt endet bei Nicht-Aufstieg. Martin Bader will den Kapitän im Verein halten. Mads Albaeks Vertrag läuft nur bei Aufstieg weiter. Der Däne kam nach einem Seuchenjahr nach Hildmanns Amtsübernahme stark zurück, fehlte zuletzt wegen eines komplizierten Faserrisses – Zukunft offen.

 

Hat der Trainerwechsel Hildmann für Frontzeck gefruchtet?

Nach dem 0:5 von Haching war ein Wechsel unabdingbar. Unter Hildmann holte der FCK zwölf von 24 möglichen Punkten mit 6:5 Toren (drei Siege, drei Remis, zwei Niederlagen). Er arbeitet mit der Mannschaft vor allem an der Chancenauswertung. Hildmann lebt eine hohe Identifikation vor, er liebt diesen Verein!

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