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Montag, 11. Februar 2019 Drucken

FCK

FCK: Ein Königreich für einen Knipser

Von Oliver Sperk und Horst Konzok

Kampfspiel auf dem „Betze“: Jan Löhmannsröben (links) rennt an. Rechts Halles Niklas Landgraf.

Kampfspiel auf dem „Betze“: Jan Löhmannsröben (links) rennt an. Rechts Halles Niklas Landgraf. (Foto: Kunz)

25 Tore in 23 Drittligaspielen – das ist dürftig. Die Torflaute des 1. FC Kaiserslautern konnte der neue Trainer Sascha Hildmann auch mit der Umstellung auf 3-4-3 bisher nicht kurieren. In den sechs Spielen unter seiner Regie – zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen – holte der FCK acht Punkte bei 3:4 Toren. Mit 29 Punkten ist Lautern Zehnter in der Dritten Liga.

Der Abstand der Roten Teufel auf den FC Carl Zeiss Jena auf dem ersten Abstiegsplatz beträgt nach dem 0:0 gegen den Halleschen FC gerade mal fünf Punkte. „Wir hatten schon Spiele mit einem Dutzend Chancen, heute hatten wir fast keine“, gestand Hildmann zerknirscht nach der Nullnummer gegen gut organisierte und klug strukturierte Hallenser und bilanzierte: „Defensiv war das okay. Wir haben zum vierten Mal zu null gespielt. Ich erwarte aber mehr Qualität nach vorne.“

Derby in Karlsruhe 

Am Samstag (14 Uhr) geht es zum Tabellenzweiten Karlsruher SC, der dem FCK weit enteilt ist und morgen (19 Uhr) im Nachholspiel in Zwickau aus 43 Punkten 46 machen kann. „Jetzt haben wir ein ganz leichtes Spiel in Karlsruhe“, sagte Sascha Hildmann mit stark ironischem Unterton, „vielleicht können wir ja auch mal mit einer Chance ein Spiel gewinnen.“

„Karlsruhe hat eine erfahrene Mannschaft. Chancen, wie wir sie heute anfangs zugelassen haben, nutzt der KSC“, warnte Kevin Kraus, der neben dem starken André Hainault und dem kompromisslosen Lukas Gottwalt nach Startschwierigkeiten gut verteidigte. „Wir müssen mit dem Punkt leben, aber das ist zu wenig“, haderte Kapitän Hainault, der am Samstag mit seiner Kopfballstärke imponierte.

Thiele vergibt zu viele Möglichkeiten

Der FCK hatte gegen Halle nur vier Chancen. Die zwei größten vergab Timmy Thiele, dessen Torkonto an Unterdeckung leidet. Der 27-Jährige müsste 15 oder 16 Tore geschossen haben, steht aber bei vier. Am Samstag startete er nach einem feinen Pass des unternehmungslustigen Toni Jonjic einen tollen Alleingang übers halbe Feld und scheiterte an Kai Eisele. „Mit einem bisschen Glück hätten wir den Lucky Punch landen können“, sagte Jan Löhmannsröben. Seinen Schuss holte Björn Jopek von der Linie – es hätte Handelfmeter geben können ...

„Wir hatten das Spiel in Münster noch im Kopf, wollten uns auf keinen Fall wieder auskontern lassen, haben mit einem kompakteren Mittelblock gespielt“, begründete Hildmann den Umbau im Mittelfeld, das zu wenig Druck entwickelte, auch weil der zweikampfstarke Löhmannsröben eine Halbzeit Anlauf brauchte, um konstruktiv zu werden und Carlo Sickinger im Spielaufbau einiges missriet. „Hinten war es ordentlich, vorne müssen wir gefährlicher werden“, sagte der erneut sehr sichere Schlussmann Lennart Grill. „Die Fans sind heiß auf das Derby in Karlsruhe. Wir müssen im Idealfall noch heißer darauf sein“, sagte der 20-Jährige.

Janek Sternberg gefällt seine Position im 3-4-3: versetzt links vor der Dreierabwehrkette, wenn es Richtung gegnerisches Tor geht. „Ich fühle mich so wohler, weil ich eigentlich ein offensiver Außenverteidiger bin.“ Sternberg, der den in der Hinrunde so vorzüglichen Marvin Ajani kalt stellte, ärgerte sich über die siebte Gelbe Karte: „Ein Witz!“ Und dazu noch ein schlechter ...

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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