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Mittwoch, 12. September 2018 Drucken

FCK

FCK: Cornflakes beim DFB eingetroffen

Von Stefan Heimerl

Diese Container voll mit Cornflakes-Paketen stellte der DFB zum Fotografieren zur Verfügung.

Diese Container voll mit Cornflakes-Paketen stellte der DFB zum Fotografieren zur Verfügung. (Foto: Peter Hammerschmidt)

Der Initiator Peter Hammerschmidt (links) frühstückt Cornflakes vor der DFB-Zentrale.

Der Initiator Peter Hammerschmidt (links) frühstückt Cornflakes vor der DFB-Zentrale. (Foto: Peter Hammerschmidt)

Cerealien-Showdown in Frankfurt: Vor der DFB-Zentrale versammeln sich FCK-Fans, um die Ankunft der Cornflakes zu dokumentieren, die aus Protest verschickt worden. Aus ganz Deutschland werden Lieferungen erwartet.

[Aktualisiert 15.17 Uhr] Peter Hammerschmidt wartet am Mittwochmittag zusammen mit ein paar anderen FCK-Fans vor der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main auf die angekündigte Cornflakes-Lieferung. Bis 15 Uhr habe der DFB gegenüber Hammerschmidt erklärt, die Cornflakes seien noch nicht angekommen, obwohl Hammerschmidts Sendeverfolgung schon den Status "Ausgeliefert" aufgewiesen habe. In Wirklichkeit seien aber bereits um 12 Uhr über den Hintereingang sämtliche Pakete eingegangen, wie den wartenden Fans am Nachmittag mitgeteilt wurde. Der DFB habe angeboten sieben Container voll Cornflakes für Fotos bereitzustellen. Knapp über 700 Pakete kamen nach Angaben von DFB-Sprecher Jochen Breideband per Post an mit zusammen weit über 1000 Cornflakes-Packungen. Der DFB, der die Aktion mit einem Augenzwinkern sieht, will originalverpackte Cornflakes an die Tafel-Organisationen spenden.

Am 3. September hatte Hammerschmidt bei Facebook dazu aufgerufen, aus Protest Cornflakes an die DFB-Zentrale mit der Post so zu senden, dass sie genau am 12. September in Frankfurt eintreffen werden. Dabei ging es Hammerschmidt, Mitglied im FCK-Fanclub Red Devils Overchurch, um Ermittlungen des DFB gegen FCK-Spieler Jan Löhmannsröben. In einem emotionalen und in der Fußballwelt viel beachteten Interview im Anschluss an das Ligaspiel beim FSV Zwickau am 2. September hatte Löhmannsröben Kritik am Schiedsrichter geäußert. Unter anderem hatte er gesagt, der Schiedsrichter solle lieber Cornflakes zählen gehen. In Fußballkreisen haben die Aussagen schnell die Runde gemacht.

Mittlerweile wurde das Video anderthalb Millionen Mal aufgerufen. Ein Ergebnis der DFB-Ermittlungen zu den Äußerungen wird voraussichtlich am Donnerstag erwartet. Hammerschmidts Idee des kreativen Protests stieß nach eigenen Aussagen sogar auf Zustimmung von Fans von Waldhof Mannheim und des Karlsruher SC, normalerweise verfeindete Fan-Gruppen. In den Sozialen Netzwerken teilten Fußball-Anhänger aus ganz Deutschland, etwa aus Hamburg, Dresden oder Bremen Fotos von an den DFB adressierten Cornflakes-Packungen. Löhmannröbens Spruch ist mittlerweile zu einem kleinen Internet-Phänomen avanciert.

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