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Donnerstag, 25. Juli 2019 Drucken

FCK

FCK-Beiratschef Banf: „Becca glaubt an den FCK“

Von Horst Konzok

Guter Dinge in Sachen FCK: Investor Flavio Becca und FCK-Beiratsvorsitzender Patrick Banf (links).

Guter Dinge in Sachen FCK: Investor Flavio Becca und FCK-Beiratsvorsitzender Patrick Banf (links). ( Foto: KUNZ)

Hintergrund: Patrick Banf, der Vorsitzende des Beirats der Kapitalgesellschaft des 1. FC Kaiserslautern, sieht das Mitgliederforum, das am Sonntag (10 Uhr) erstmals stattfindet, positiv. Er verspricht „Informationen aus erster Hand“, da Geschäftsführung, Vereinsrat, Ehrenrat und Aufsichtsrat vertreten sein werden.

Das Forum sei eine gute Kompromisslösung, um Fragen zu beantworten und Entscheidungen zu erklären, da eine Jahreshauptversammlung vor dem 15. Oktober satzungsgemäß nicht umsetzbar gewesen wäre, äußert Patrick Banf.

Ein großes Thema ist der Investor. Mittwochabend vermochte Banf nicht zu sagen, bis wann die Verträge mit Flavio Becca fix sind. Der FCK-Funktionär erklärt: „Wir befinden uns auf der Zielgerade der Verhandlungen. Bezüglich der Bewertung des Vereins wurde unsere Position sicherlich dadurch geschwächt, dass das zwischenzeitlich im Raum stehende Angebot zu einer Vereinsbewertung von 30 Millionen Euro von vielen Menschen und Teilen der Gremien akzeptiert wurde. Daher ist es für uns keine einfache Aufgabe, den Investor davon zu überzeugen, mehr für die Anteile zu bezahlen. Wir haben aber gute Argumente, dass der FCK mehr als 30 Millionen Euro wert ist und sind guter Dinge, bald zu einer Einigung in diesem Punkt zu kommen.“

Banf: Becca ist kein Ismaik

„Nein, ganz und gar nicht, Flavio Becca ist ein ganz anderer Typ“, sagt Banf auf die Frage, ob mit Becca ein Ismaik oder Ponomarev mit Luxemburger Pass gekommen sei. „Flavio arbeitet sehr nachhaltig. Er will das Fundament des Vereins stärken, will ins Nachwuchsleistungszentrum und ins Scouting investieren. Aber das Wichtigste ist: Er glaubt an den FCK“, betont Banf. Klar ist Beccas Ansage: Er will mit dem FCK wieder nach oben. Die Bundesliga ist das erklärte Ziel, die Champions League sein Traum.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

„Die Sportliche Leitung um Martin Bader konnte im festgesetzten Etat die Entscheidungen selbstständig treffen. Selbstverständlich wird Flavio Becca von uns über die relevanten Vorgänge informiert und wir lassen uns natürlich auch von ihm beraten. Es wäre destruktiv, wenn wir das große Knowhow eines erfolgreichen Geschäftsmannes und seine langjährige Erfahrung im Fußball nicht zu unserem Vorteil nutzen“, sagt der Chef des Beirats. Die Entscheidungen würden mit Becca abgesprochen, „was bei einem solchen Investment völlig normal ist, aber getroffen werden sie ausschließlich von der Geschäftsführung des FCK“. Banf: „Grundsätzlich haben wir großes Verständnis dafür, dass jemand, der signifikant Eigenkapital in den FCK einbringt, gewisse Informations- und Mitspracheansprüche hat. Die gestehen wir Flavio Becca daher auch in gebotenem Rahmen zu.“

Banf: Fast toter Verein wurde wiederbelebt

Mit dem Mitgliederforum verbindet Banf die Hoffnung, „dass die Grabenkämpfe im Umfeld aufhören und alle Gremien wieder an einem Strang ziehen“. Banf: „Die Lizenzierung hat gezeigt wie stark der FCK sein kann. Hand in Hand haben der e. V. und die Kapitalgesellschaft erfolgreich um die Lizenz gekämpft, über Wochen sehr eng zusammengearbeitet. Bei der Lizenzierung haben alle an einem Strang gezogen. Das ist der Weg für den 1. FC Kaiserslautern!“

Die Arbeit des Aufsichtsrates möchte Banf trotz des zwischenzeitlichen Richtungsstreits und des gescheiterten Burgfriedens mit seinem Widersacher Michael Littig differenziert bewertet sehen. In eineinhalb Jahren sei viel bewirkt worden, ein fast toter Verein sei wiederbelebt. Die „alternativlose Ausgliederung“ am 3. Juni 2018 sei mit mehr als 92 Prozent der Stimmen beschlossen worden.

Banf: Interne Reibungen leider nach außen getragen

Die öffentlich ausgetragenen Differenzen von Mandatsträgern bedauert Banf. „Wir sind alle natürlich auch Geisel unserer Aufgabe, haben alle hart für unsere Ziele gekämpft. Wir hatten viele Projekte zu stemmen. Ausgliederung, Lizenz, Anleihe, Investorensuche, bei so vielen Herausforderungen geht es Schlag auf Schlag, da ist es völlig normal, dass intern viel und auch intensiv diskutiert wird. Vor allem die Ausgliederung und die folgende Neustrukturierung sorgten für viel Diskussionsstoff. Und plötzlich gibt es den e.V. und die ausgegliederte Kapitalgesellschaft. Beim Versuch, alle Personen und Gremien unter einen Hut zu bringen, da entstehen natürlich Reibungen. Leider wurden diese internen Reibungen nach außen getragen. Da sind sicherlich Fehler passiert. Wichtig ist, daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen und künftig nach außen geschlossener aufzutreten.“

Die mediale Berichterstattung hat Banf bisweilen betroffen gemacht, er kritisiert „persönliche Diffamierungen“, die vornehmlich in den sozialen Netzwerken verbreitet worden seien.

Pfalz-Ticker