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FCK

FCK: 19 000 Euro bei Benefizspiel gegen BSC Oppau eingenommen

Von Oliver Sperk & Andreas Böhm

Tolle Kulisse gestern am Oppauer Güterbahnhof.

Tolle Kulisse gestern am Oppauer Güterbahnhof. ( Foto: KUNZ)

Baris Atik erzielt per Kopf das Tor zum 1:0 für den FCK.

Baris Atik erzielt per Kopf das Tor zum 1:0 für den FCK. ( Foto: KUNZ)

Wimpeltausch: Benjamin Kessel und Chris Chorrosch.

Wimpeltausch: Benjamin Kessel und Chris Chorrosch. ( Foto: KUNZ)

Künftig im FCK-Trikot: Stürmer Sebastian Andersson (links).

Künftig im FCK-Trikot: Stürmer Sebastian Andersson (links). ( Foto: IMAGO)

Fussball: 2000 Besucher sehen das Benefizspiel zugunsten des Projektes „Mama/Papa hat Krebs“ zwischen dem BSC Oppau und dem 1. FC Kaiserslautern. 19 000 Euro werden an Hilfsgeldern eingenommen. Die Roten Teufel gewinnen die Partie mit 8:0. Zuvor verpflichten sie den schwedischen Stürmer Sebastian Andersson. Die Verträge mit Jacques Zoua und Naser Aliji werden aufgelöst.

«LUDWIGSHAFEN.» Horst Mempel ist ein Unikum. Mädchen für alles beim BSC Oppau. Eine echte Type. Ein Macher. Wobei, er mag diesen Begriff nicht für sich in Anspruch nehmen. „Macher? Nein, wir sind ein Verein und helfen uns alle gegenseitig“, betont Mempel. Unter dem Begriff „Hilfe“ stand auch die gestrige Benefizpartie zwischen dem in der Fußball-Landesliga spielenden BSC und dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, der vor 2000 Zuschauern mit 8:0 (2:0) siegte. Baris Atik und Christian Kühlwetter ragten mit je zwei Toren etwas heraus, Atik traf darüber hinaus mit einem Freistoß den Pfosten.

Lobende Worte von Trainer Meier

Der Gewinn sportlicher Erkenntnisse hielt sich für FCK-Trainer Norbert Meier selbstredend in Grenzen. Mit Blick auf den 21-jährigen Jungspund Kühlwetter jedoch sprach er lobende Worte: „Der Junge geht immer positiv nach vorne, er ballt auch in solch einem Spiel nach einem Tor die Faust. So etwas mag ich gerne.“

Auch für Meier war das Sportliche sekundär. Im Vordergrund stand die Unterstützung des Projektes „Mama/Papa hat Krebs“, für das anlässlich des von der RHEINPFALZ initiierten Freundschaftsspiels 19.000 Euro erlöst wurden. Eine großartige Summe. Für den FCK und Meier war das Engagement selbstverständlich. „Ich finde, wir können in der Region ruhig tätig sein“, sagte Meier, „und es können sich alle bei uns mal darüber ein paar Gedanken machen, wie privilegiert sie sind. Als Fußballer, vor allem aber – weil sie gesund sind.“

Aktion für Kinder erkrankter Eltern

„Mama/Papa hat Krebs“ kümmert sich um Kinder erkrankter Eltern. Auch das Unparteiischen-Gespann um den Referee Adrian Kokott aus Limburgerhof leistete seinen Beitrag, es verzichtete auf den Sold. Ursprünglich hatte der Südwestdeutsche Fußball-Verband, vertreten durch seinen Vorsitzenden Hans-Dieter Drewitz, die Kosten übernehmen wollen. Das wurde hinfällig. Seit 23 Jahren engagiert sich die RHEINPFALZ für soziale Projekte dieser Art. Chefredakteur Michael Garthe freute sich über das gemeinsame Schaffen von Sportlern, Vereinen und Medien für Menschen, die das Schicksal hart getroffen habe. „Besser geht es nicht“, sagte Garthe.

Neuzugang Andersson noch nicht dabei

Noch nicht dabei war Sebastian Andersson. Den 26 Jahre alten schwedischen Nationalstürmer haben die Roten Teufel gestern am letzten Tag der Sommer-Transferperiode von IFK Norköpping bis 30. Juni 2020 verpflichtet. Der 1,90-Meter-Mann erzielte bei 20 Erstliga-Einsätzen in der laufenden Saison in Schweden sechs Tore. In der schwedischen A-Nationalelf debütierte Andersson am 8. Januar dieses Jahres im Test gegen die Elfenbeinküste. Bei seinem zweiten und bisher letzten Auftritt für sein Land gelangen ihm am 12. Januar beim 6:0 gegen die Slowakei zwei Tore. In Summe traf Andersson, der im März 2016 von Djurgardens IF nach Norköpping kam, in der Ersten Liga Schwedens in 138 Spielen 36 Mal.

Zwei Verträge aufgelöst

Mit Stürmer Jacques Zoua (25) und Linksverteidiger Naser Aliji (23) hat sich der FCK derweil auf eine sofortige Auflösung ihrer Verträge geeinigt, die Spieler werden abgefunden.

Der Himmel über Oppau hielt seine Pforten gestern geschlossen. Nur zu Beginn der Partie tröpfelte es ein wenig. Die Besucher kamen trockenen Fußes nach Hause. Sie durften acht Tore betrachten und einen sich tapfer wehrenden BSC. FCK-Torwart Jan-Ole Sievers musste aufgrund einer Platzwunde über dem linken Auge genäht werden. Die Blessur war der einzige trübe Tropfen im prall gefüllten Becher der Hilfsbereitschaft.

 

So spielten sie

BSC Oppau:

Rebholz (46. Jacob) - Jakob (80. Mänges), Weiß (75. Vitorio Parrotta), Weindel (46. Mündörfer), Lindenau (60. Schwarz), Parrotta (80. Ackermann) - Buga (60. Leising), Gehrlein (85. Gütermann), Chorrosch - Golab (70. Cuocci), Cetin (70. Kösker)

1. FC Kaiserslautern:

Sievers (52. Müller) - Kessel (46. Mwene), Ziegler, Correia (46. Vucur), Guwara (46. Abu Hanna) - Seufert (46. Osawe), Fechner - Shipnoski, Atik - Przybylko (67. Kühlwetter), Tomic

Tore:

0:1 Atik (10.), 0:2 Atik (34.), 0:3 Shipnoski (59.), 0:4 Tomic (61.), 0:5 Mwene (64.), 0:6 Kühlwetter (71.), 0:7 Osawe (73.), 0:8 Kühlwetter (78.) - Beste Spieler:

Rebholz - Atik, Kühlwetter - Zuschauer:

2000 - Schiedsrichter:

Kokott (Limburgerhof).

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