Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Freitag, 24. November 2017

17°C

Montag, 13. November 2017 Drucken

FCK

Ex-Profi Fritz Fuchs will in den FCK-Aufsichtsrat

Auch Dagmar Eckel und Paul Wüst kandidieren

Von Horst Konzok

Ex-Profi und früherer Trainer: Kandidat Fritz Fuchs.

Ex-Profi und früherer Trainer: Kandidat Fritz Fuchs. ( Foto: KUNZ)

Führt die Stiftung ihres Vaters Horst: Kandidatin Dagmar Eckel.

Führt die Stiftung ihres Vaters Horst: Kandidatin Dagmar Eckel. ( Foto: VIEW)

Putzt für den FCK Klinken: Kandidat Paul Wüst.

Putzt für den FCK Klinken: Kandidat Paul Wüst. ( Foto: Iversen)

Der fünfköpfige Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern wird mindestens vier neue Gesichter bekommen.

Wie berichtet, ziehen sich der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff, sein Vertreter Mathias Abel sowie Ottmar Frenger und Gerhard Theis zurück. Der Ehrenrat des Vereins entscheidet in dieser Woche über die Zulassung der Bewerber. Drei Kandidaten haben gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage ihre Kandidatur bestätigt: Dagmar Eckel (49; aus Grumbach, Landkreis Kusel), Fritz Fuchs (74; Kaiserslautern) und Paul Wüst (65; Dierbach, Landkreis Südliche Weinstraße). Bekannt ist das Interesse von mindestens vier rheinland-pfälzischen Geschäftsleuten, die sich bewerben möchten.

Herzensverein auf Kurs bringen

 

Dagmar Eckel, Projekt-Managerin, Vorsitzende der Horst-Eckel-Stiftung, will helfen, ihren Herzensverein in schwerer See auf Kurs zu bringen und kandidiert deshalb für den Aufsichtsrat. „Der FCK ist schon immer ein Teil meines Lebens und des Lebens in meiner Familie. Wir müssen wieder zurück zu der Leidenschaft, die den Verein groß gemacht hat“, sagt die Tochter von Horst Eckel, dem Weltmeister von 1954.

 

Dagmar Eckel geht es darum, die Werte des Traditionsvereins FCK zu leben. „Wir dürfen die ehemaligen Spieler nicht vergessen, die ihre Knochen für den FCK hingehalten haben. Ich möchte, dass wir sie wieder auf dem Betzenberg sehen“, beschwört die Kandidatin den Geist der FCK-Familie. „Der FCK braucht wieder Herz, Seele und Gesicht“, appelliert die 49-Jährige.

Von Jupp Heynckes motiviert

 

Kandidieren will am 3. Dezember auch der ehemalige FCK-Bundesliga-Profi Fritz Fuchs, der als Trainer und Spielerberater vielfältige Erfahrungen vorzuweisen hat. „Jupp Heynckes hat mich motiviert – er hat mich angerufen, mir zum Geburtstag gratuliert. Wir haben über die Lage beim FCK gesprochen, und er hat gesagt, ihr alten, ehemaligen Spieler müsst in dieser Lage was machen. Es sind ja sonst lauter fremde Leute da, die keiner kennt“, erzählt Fuchs, der sich schon vor dem Gespräch mit Heynckes mit dem Gedanken einer Kandidatur beschäftigte.

 

„Wenn man meckert, mault und kritisiert, was ich in den letzten eineinhalb Jahren gemacht habe, als ich Vorstand und Aufsichtsräte in persönlichen Gesprächen scharf kritisiert habe, vergeblich vor einer Entwicklung gewarnt habe, wie wir sie jetzt erleben, dann muss man auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Das will ich tun“, sagt Fuchs.

 

Er kenne die finanzielle Situation nicht, habe aber vergeblich darauf gewartet, dass die Lage nach Ende der Ära Kuntz offengelegt und ein wirklicher Neuanfang gestartet werde. Das habe die Vereinsführung aus für ihn nicht nachvollziehbaren Gründen versäumt. Das habe er Thomas Gries und Michael Klatt auch so gesagt.

 

Er glaube mit seiner Erfahrung als Spieler, Trainer und Berater dem FCK in extrem kritischer Zeit im sportlichen Bereich helfen zu können – so wie 2007/2008: Er sprang als ehrenamtlicher Manager ein, nachdem Klaus Toppmöller die Brocken hingeschmissen hatte. Fuchs holte nach dem Rauswurf von Trainer Kjetil Rekdal Milan Sasic als Retter. „Die Situation war ähnlich. Das war damals die letzte Patrone“, erinnert Fuchs, der im März 2008 wieder ausstieg als sich das Engagement von Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender abzeichnete, der am 8. April 2008 sein Amt antrat.

Auch Wüst kandidiert

 

Zur Kandidatur entschlossen hat sich auch Paul Wüst. Der 65-Jährige arbeitete bis vor Kurzem als Unternehmensberater, hat sich als Pensionär für die Südpfalzinitiative FCK engagiert, die nun als Zukunftsinitiative FCK firmiert. Rund 150.000 Euro hat Wüst mit seinen Mitstreitern für den FCK zusammengebracht. Von dem großen Ziel, 500.000 Euro zu akquirieren, sei man vor allem durch die sportliche Schieflage aber noch weit entfernt, räumt Wüst ein. Unter dem Motto „Die Regionen stehen auf“ werde aber weiter für den FCK getrommelt. „11 x 30.000 Zuschauer“ lautet die aktuelle Kampagne, um im Klassenkampf einen vollen Betze zu haben. „Unter dem Motto ,Wir geh’n nuff’ starten wir die Aktion ,30.000 und mehr’. Wir lassen unseren FCK nicht im Stich. Er braucht uns jetzt mehr denn je. Wir wollen nichts unversucht lassen, die Liga zu retten und den FCK zu unterstützen“, betont Wüst.

 

„Ich habe für den FCK gekämpft und will das auch weiter tun. Ich glaube aber, dass ich noch besser und effektiver für den FCK arbeiten kann, wenn ich in den Gremien auch vertreten bin“, begründet Wüst nach vielen Gesprächen seine Kandidatur. Er bestätigt, auch Kontakt mit Ultra-Gruppen aufgenommen zu haben, um sich auszutauschen.

Pfalz-Ticker