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Donnerstag, 26. April 2018 Drucken

FCK

"Es ist der FCK!"

Von Horst Konzok

Ein Talent will sich für die Zukunft empfehlen: Joel Abu Hanna. Links der Duisburger Enis Hajri.

Ein Talent will sich für die Zukunft empfehlen: Joel Abu Hanna. Links der Duisburger Enis Hajri. ( Foto: KUNZ)

Jungprofi Abu Hanna sucht seine Chance - Vielleicht auch nach dem Abstieg mit der Nummer 3

Am Freitag gegen 20.20 Uhr kann der Abstieg des 1. FC Kaiserslautern aus der Zweiten Bundesliga besiegelt sein. Gewinnt der FCK das Spiel beim Tabellenfünften Arminia Bielefeld nicht, ist das letzte Fünkchen Hoffnung erloschen (Anpfiff: 18.30 Uhr, Schüco-Arena).

„Gefühlt sind wir seit vier Monaten abgestiegen, konnten die Hoffnung aber hochhalten“, sagt FCK-Trainer Michael Frontzeck angesichts des nun schier unausweichlichen Abstiegs in die Dritte Liga. Er wähnte seine Mannschaft beim 0:1 gegen Dynamo Dresden mental überfordert. „Der Rucksack war zu schwer“, urteilt der Trainer, der zu wenig Kreativität sah: „Der Wille war da. Aber wir haben zu wenige Chancen erarbeitet.“

"Viele sind am Boden zerstört"

Auf der Alm, die längst Schüco-Arena heißt, fehlt dem FCK neben dem nach fünf Gelben Karten gesperrten Leon Guwara auch Brandon Borrello. Wie berichtet, fällt der Australier nach dem im Training vorigen Freitag erlittenen Riss des vorderen Kreuzbandes monatelang aus. „Es tut mir in erster Linie für ihn leid. Aber so wie ich Brandon kennengelernt habe – er ist ein hundertprozentiger Profi –, wird er stärker zurückkommen“, sagt Frontzeck. Der FCK habe Borrello, dessen Zweitligakontrakt bei Abstieg erlischt, mit dem Angebot zur Vertragsverlängerung für die Dritte Liga „ein positives Zeichen“ gesandt.

Vom 1. Januar 2008 bis 17. Mai 2009 hat Frontzeck als Trainer beim DSC Arminia in Bielefeld gearbeitet. „Ein Klub, der mir gefallen hat“, sagt der 54-Jährige, dem die aktuelle, von Trainer Jeff Saibene geprägte Elf gefällt: „Eine gute Mannschaft mit zwei guten Stürmern.“

Beim FCK wird möglicherweise der nach einer Bänderdehnung wiedergenesene Joel Abu Hanna anstelle von Gelbsünder Guwara verteidigen. „Klar ist der Abstieg in den Köpfen. Aber wir versuchen uns auf das Spiel zu fokussieren, rein rechnerisch ist es ja noch möglich“, sagt Abu Hanna, der im vergangenen Sommer von Bayer Leverkusen zum FCK kam. Der Linksverteidiger, der insgesamt 20 Länderspiele in der U17, U18 und U19 für Deutschland absolvierte, weiß, wie sehr auch die Fans der sportliche Niedergang schmerzt. „Viele sind am Boden zerstört“, sagt der 20-Jährige. Umso mehr gelte es für die Mannschaft, in den letzten drei Spielen alles zu geben: „Das sind wir den Fans schuldig, die uns immer hervorragend unterstützen.“

"Kann mir vorstellen zu bleiben"

Abu Hanna, talentiert, technisch gut, kämpft und lernt. Schön zu sehne, wie herzlich der gut erzogene Rheinländer Peter Miethe begrüßt, anerkennt, was das „Mädchen für alles“ auch für die Profis leistet.

Abu Hanna freut sich auf seinen Einsatz, weiß um die Klasse der Arminia. „Aber wer Union schlägt und gegen Kiel gewinnt, kann auch in Bielefeld gewinnen“, sagt der Mann, der beim FCK möglicherweise auch nach dem Abstieg die Nummer 3 tragen wird. Abu Hanna sieht sich in „guten Gesprächen mit dem Trainer, Boris Notzon und Martin Bader“.

Abu Hanna sagt: „Ich kann mir vorstellen, zu bleiben, den Wiederaufstieg mitzuerleben, eine neue Euphorie auszulösen. Es ist ja nicht irgendein Verein – es ist der FCK!“

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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