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Montag, 08. Juli 2019 Drucken

FCK

FCK U21: Der Talentschuppen als Sprungbrett

Für die U21 des FCK hat Ausbildung Priorität – Trainer Hans Werner Moser als geschätzter und erfolgreicher Ausbildungsleiter

Von Horst Konzok

Zwei von drei externen Neuzugängen bei der U21 des FCK: Justin Kabuya (links) und Anil Aydin. Rechts Trainer Hans Werner Moser.

Zwei von drei externen Neuzugängen bei der U21 des FCK: Justin Kabuya (links) und Anil Aydin. Rechts Trainer Hans Werner Moser. ( Foto: View)

Fördern und fordern, fordern und fördern: Die U21 des 1. FC Kaiserslautern, sicher die jüngste Mannschaft der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, wird von den Verantwortlichen als Ausbildungsmannschaft gesehen. Zum Auftakt der neuen Saison gastiert der FCK II bei Röchling Völklingen.

Jung, jünger, FCK – mit dem vorgegebenen Konzept, der Finanzlage geschuldet, identifiziert sich Trainer Hans Werner Moser, der seit 2016 wieder beim FCK ist, und sich weiter auf Co-Trainer Andreas Clauß und Torwarttrainer Sven Höh stützt. Neuer Fitness-Coach ist Wenzel Böhm.

Sparetat klaglos akzeptiert

Zu den drei externen Neuzugängen könnte noch ein vierter kommen, „wenn es passt“, sagt Moser, der den Sparetat klaglos akzeptiert. Der Talentschmied identifiziert sich mit seiner Aufgabe und Rolle als Zulieferer. Vor Jahresfrist schafften Lukas Gottwalt, Carlo Sickinger, Toni Jonjic und Christian Kühlwetter, die noch im August 2018 in der Oberliga kickten, den Sprung zu den Profis. „Das wird nicht jedes Jahr so gelingen“, mahnt Moser vor überzogenen Erwartungen. „Ziel ist, möglichst viele Talente für die Profis zu entwickeln und den Spielern die Möglichkeit zu geben, sich durch regelmäßige Spielzeiten an den Aktiven-Fußball zu gewöhnen“, sagt Sportdirektor Boris Notzon. Er leitet nach Manfred Paulas Wechsel zu 1860 München kommissarisch das Nachwuchsleistungszentrum.

Das neue Trio – alle gerade erst der U19 entwachsen: Anil Aydin profilierte sich als torgefährlicher offensiver Mittelfeldspieler in der U19 des 1. FC Köln. Justin Kabuya stürmte für den Nachwuchs der Frankfurter Eintracht, Kevin Schuller fiel dem Lauterer U21-Trainer vor der Haustür als Torjäger bei Viktoria Griesheim auf.

Nicht vor Bärtigen erschrecken

„Vor einem Jahr hab’ ich bei der Begrüßung der Jungs gesagt, ihr dürft nicht erschrecken, wenn auf der Gegenseite mal einer mit Bart aufläuft“, sagt Moser mit Blick auf seine „Buben“. Den Kader bereichern die Jungs aus der eigenen U19. Profiverträge haben Linksverteidiger Flavius Botiseriu (20) und der von Borussia Dortmund zurückgekehrte Constantin Fath (18), die nach langen Verletzungspausen in der U21 einen neuen Anlauf nehmen. Die war schon mal Sprungbrett für Angreifer Dylan Esmel (21). Nach zwei Kreuzbandrissen dürfte auch sein Neustart auf dem Fröhnerhof erfolgen.

Momentan sind die Jung-Profis Jonas Scholz (20), Anas Bakhat (19) und Anil Gözütok (18) ebenso wie der zur U21 gerechnete Mohamed Morabet (21) im Trainingsprozess des Drittliga-Kaders. Wenn Cheftrainer Sascha Hildmann seinen Kern-Kader festschreibt, wird der ein oder andere wohl bei der U21 Praxis bekommen. Die Grenzen sind fließend …

„Ausbildung hat Priorität“

Darauf hoffen darf auch Jonas Singer, der vor einem Jahr vom FK Pirmasens zum FCK kam. Diverse Muskelverletzungen warfen den torhungrigen Flügelflitzer immer wieder zurück. „In fittem Zustand ist Jonas ganz sicher ein Mann für oben, er hat das Zeug zum Profi, er ist ein Top-Spieler in der Oberliga“, urteilt Moser.

„Ausbildung hat Priorität“, betont der Lauterer Coach, der sich nicht auf tabellarische Ziele festlegen mag, das System der Profis spielen möchte. Mit dem Abstieg will er nichts zu tun bekommen. „Ein einstelliger Tabellenplatz wär’ schön“, sagt der Coach. Die Kapitänsfrage ist offen. Julian Löscher war ein guter Spielführer. Oder doch Luca Jensen? Offen auch, wer die Nummer 1 wird: Jonas Weyand oder Matheo Raab? „Wir haben zwei tolle Torhüter“ sagt der Trainer.

 

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

 

Der Kader

Tor:

Matheo Raab (20), Jonas Weyand (18)

Abwehr:

Jannis Held (19), David Kajinic (19), Kevin Klein (19), Julian Löschner (22), Tuure Mäntynen (19)

Mittelfeld:

Anil Aydin (19; U19 1. FC Köln), Elias Ludwig (19), Dylan Nsidjine Kuete (18), Luca Jensen (21), Mohamed Morabet (21)

Angriff:

Justin Kabuya (19; U19 Eintracht Frankfurt), Justus Klein (21), Jeffrey Idehen (20), Kevin Schuller (18; Viktoria Griesheim), Jonas Singer (21).

Trainer:

Hans Werner Moser (53)

Abgänge:

Mario Andric (Wuppertaler SV, während der Saison), Hüseyin Cakmak (Würzburger Kickers), Simon Gartmann, Julius Lammenett, Josif Maroudis, Nils Schätzle (Ziele unbekannt), Yannick Filipovic (Fortuna Köln), Sören Lippert (VfB Lübeck), Valdrin Mustafa (Hannover 96 II, während der Saison).

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