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Samstag, 31. Januar 2015 Drucken

Sport

Der Neustart nach dem Lakic-Wechsel

Nachfolger Zoller nimmt Arbeit beim FCK auf

KAISERSLAUTERN (osp). Nach dem Weggang von Kapitän Srdjan Lakic (31) zum SC Paderborn hat Rückkehrer Simon Zoller (23) gestern Vormittag erstmals wieder beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern trainiert. Schon heute (13.30 Uhr/Rodgau-Jügesheim) beim Test bei den Offenbacher Kickers soll Zoller wieder das FCK-Trikot tragen.

 

Die Generalprobe der Lauterer für ihren Rückrundenauftakt, der am kommenden Sonntag, 8. Februar, 13.30 Uhr, bei Eintracht Braunschweig ansteht, steigt heute im Stadion Am Weichsee im etwa 13 Kilometer von Offenbach am Main entfernten Rodgauer Stadtteil Jügesheim.

Für das Team von Trainer Kosta Runjaic ist es die letzte Gelegenheit, in einem Testspiel verschiedene Varianten zu proben. Rückkehrer Zoller (wir informierten gestern vorab über den Transfer) ist mit 1,79 Metern nicht gerade ein Kopfballungeheuer. Er ist eher ein Stürmer für ein 4-4-2-System, bisher hat der FCK in dieser Runde meist mit einer echten Spitze – Lakic – gespielt. Vorige Saison hieß das Duo im 4-4-2 meist Mo Idrissou/Zoller (je 13 Tore) und später Lakic/Zoller. Der gestern vom 1. FC Köln leihweise bis Saisonende in die Pfalz zurückgekehrte Zoller war im Sommer für rund drei Millionen Euro Ablöse ins Rheinland gewechselt – die gestern erwähnten vier Millionen Euro erzielte der FCK nicht, darauf wiesen die Lauterer nun hin. So könnte das künftige Startelf-Duo der Roten Teufel Philipp Hofmann/Zoller heißen; um aber die Vorarbeiter-Qualitäten Idrissous oder Lakics zu erreichen, dafür ist auch bei Hofmann eine deutliche Steigerung nötig. Hofmann/Zoller statt Lakic – so plötzlich kommt alles anders im schnelllebigen Profigeschäft. Gibt es den Zwei-Mann-Sturm, bleibt für das ohnehin schon vorhandene Überangebot im Mittelfeld eine Position weniger. Erster Anwärter auf Lakics Kapitänsamt ist der bisherige Stellvertreter Markus Karl, nun plötzlich mit 28 der älteste Spieler im jüngsten Kader der Liga.

Lakic wurde gestern in Paderborn vorgestellt; er erhält einen bis 2016 gültigen Vertrag. Mit einem komischen Gefühl im Bauch muss der 31-Jährige am Donnerstagabend nach Ostwestfalen gefahren sein. Er hatte zuletzt stets betont, beim FCK bleiben zu wollen. Am Dienstag, informierte Lauterns Sportdirektor Schupp, habe er Lakic zum Gespräch gebeten. Dabei habe der Stürmer gesagt, noch im Januar zum SCP in die Bundesliga wechseln zu wollen. „Ab diesem Moment“, sagte Schupp, „haben wir uns mit dem Thema Ersatz für Lakic beschäftigt.“ Schon einige Tage zuvor indes hatte der sich FCK bei Frankfurts Manager Bruno Hübner nach Eintracht-Stürmer Vaclav Kadlec erkundigt. Dann habe sich Zoller ins Gespräch gebracht. „Simon rief vor zwei Tagen an und sagte, er komme in Köln nicht zum Zug, er wolle zu uns zurückkehren“, sagte Schupp gestern, „er war in den Gesprächen sehr engagiert, kennt hier alles, hat auf einiges verzichtet, um zurückzukommen.“

Fix ist auch, dass Jan-Lucas Dorow (21/Sturm) nun nur fünf Monate an Drittligist Mainz 05 II verliehen wird. Steven Zellner (23/Mittelfeld) spielt bei Zweitligist SV Sandhausen vor.

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