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Dienstag, 28. Mai 2019 Drucken

FCK

Benefizspiel FCK: Präsident Uli Hoeneß gefällt das 1:1

Von udo Schöpfer

Franck Ribéry bekam auf dem „Betze“ Szenenapplaus.

Franck Ribéry bekam auf dem „Betze“ Szenenapplaus. ( Foto: VIEW)

Im zweitletzten Spiel vor der Sommerpause eine Niederlage? Nicht mit dem FC Bayern München. Und so drehte der Double-Gewinner am Ende auf und holte im Benefiz-Spiel beim 1. FC Kaiserslautern noch ein 1:1 (0:1).

Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern, ließ es sich nicht nehmen, selbst nach Kaiserslautern zu kommen. „Das war eine große Leistung, nach dem, was die Spieler getrunken haben. Die Stimmung war hervorragend, in der letzten halben Stunde hatten wir ein unglaubliches Tempo. Die Kaiserslauterer haben mir auch sehr gut gefallen, sie haben sich unheimlich reingehängt, sie hatten ja am Samstag auch gespielt. Es war für die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel“, erläuterte der Bayern-Patron.

Auch Kapitän Thomas Müller, der wegen einer leichten Verletzung bereits in der 16. Minute vom Feld ging, war von der Atmosphäre im Fritz-Walter-Stadion angetan. „Es wäre schön, wenn der Verein mit dem Stadion und den Fans wieder in der Bundesliga auftauchen würde. Aber ich bin zu weit weg, um beurteilen zu können, inwieweit das realistisch ist.“ Noch einmal eine große Bühne bekam Franck Ribéry, der Liebling der Bayern-Fans. Bei seiner Einwechslung gab es viel Applaus. Er bedankte sich nach dem Schlusspfiff artig.

„Wir sind auch gekommen, weil wir uns sehr wohl erinnert haben an die großen Schlachten"

Die Bayern waren gestern nach Zweibrücken geflogen, wurden dort von ihrem Mannschaftsbus abgeholt, hatten Tagesbetten im Hotel Saks in der Kaiserslauterer Innenstadt. Gleich nach dem Spiel ging es ab Zweibrücken wieder mit dem Flieger zurück nach München.

Uli Hoeneß erklärte vor der Abfahrt auch noch einmal die Motive für die Stippvisite der Bayern auf dem Betzenberg. „Wir sind auch gekommen, weil der 1. FC Kaiserslautern ein sehr traditioneller Verein ist und wir uns sehr wohl erinnert haben an die großen Schlachten, die wir hier geschlagen haben. Dem Verein FC Bayern geht es so gut wie lange nicht oder vielleicht wie noch nie. Dann muss man an die denken, denen es nicht so gut geht“, sagte Hoeneß. „Als die Anfrage des FCK kam, haben wir die Lücke gesucht, die jetzt da war, weil wir nach China fliegen wollten, um ein Spiel zu machen, das ist dann aber ausgefallen. Wir vergessen nicht, dass wir überall unsere Fans bedienen müssen, nicht nur im Ausland.“

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Und mit welchem Gefühl geht er nun in die Pause? „Ich bin total zufrieden, die Spannung lässt langsam nach. Wir haben eine super Saison am Ende gespielt und seit Weihnachten bis auf das Liverpool-Spiel kein wichtiges Spiel schlecht gespielt. Das ist eine überragende Bilanz.“

Nicht dabei war Jérôme Boateng, dem Vernehmen nach aus privaten Gründen. Am Sonntag riet ihm Hoeneß zu einem Vereinswechsel. „Ich habe überhaupt nichts gegen Jérôme, ich habe ihm einen guten Rat gegeben. Das würde ich heute wiederholen, weil es sich gezeigt hat, dass er kein guter Ersatzspieler ist. Die Konkurrenz wird nächstes Jahr nicht kleiner, sondern eher größer. Sein Manager sucht Vereine“, führte der Präsident aus. Neben Trainer Niko Kovac saß noch einmal Peter Hermann. Der 67-jährige Assistent verlässt den Klub. Hermann ist als Sportdirektor beim 1. FC Nürnberg im Gespräch.

„Es waren sehr viele schwierige Spiele hier"

Und natürlich wurde Uli Hoeneß dazu angehalten, noch einmal zurückzublicken auf die vielen Begegnungen der Bayern auf dem Betzenberg. Und natürlich kam er auf eine zu sprechen. „Es waren sehr viele schwierige Spiele hier. Ich kann mich an das 7:4 erinnern, das war brutal.“ Das 7:4 für den FCK, dieses wahnsinnige Spiel am 20. Oktober 1973.

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