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FCK

Bayern beenden Siegesserie der Roten Teufel

Fussball: U19 des 1. FC Kaiserslautern verliert mit 0:2 – Top-Chancen und „Bonus-Spiel“ vergeben

Von Maximilian Jülg

Ehemaliger FCK-ler trifft auf aktuellen: Oliver Batista Meier, jetzt beim FCB (links), stellt sich Flavius Botiseriu vom FCK in den Weg.

Ehemaliger FCK-ler trifft auf aktuellen: Oliver Batista Meier, jetzt beim FCB (links), stellt sich Flavius Botiseriu vom FCK in den Weg. ( Foto: VIEW)

«Mehlingen.» Nach zuletzt fünf siegreichen Pflichtspielen in Folge fand die Serie der A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern am Wochenende ein Ende. Gegen den Tabellenzweiten FC Bayern München mussten die Roten Teufel am Ende eine verdiente 0:2-Heimniederlage einstecken.

Im Vergleich zum erfolgreichen 2:0-Derbysieg beim FSV Mainz, musste FCK-Coach Marco Laping seine Mannschaft auf drei Positionen umstellen. Mittelfeldakteur Nils Schätzle (Gelbsperre), Offensivspieler Antonio Jonjic (Erkrankung) und Rechtsverteidiger Djibril Diallo (Grippe) standen nicht in der Startformation. Dafür schickte Laping Luis Kersthold, Jannis Held und Kevin Klein aufs Feld.

In einer von Beginn an umkämpften Partie sahen die 325 Zuschauer im kalten Sportpark zunächst wenig Herzerwärmendes. Lediglich ein Schuss von Lautern-Jungprofi Torben Müsel ans Außennetz ließ in der Anfangsphase etwas Gefahr aufkommen (5. Minute). Bei der Volleyabnahme von Luis Kersthold fehlten dagegen einige Meter (12.). Die spielerisch besseren Gäste, die bis zur 16. Minute offensiv gar nicht in Erscheinung traten, erzielten dann mit ihrer ersten Möglichkeit das 1:0.

Bayern-Winterneuzugang Wooyeong Jeong servierte eine Flanke perfekt auf den Kopf von Manuel Wintzheimer, der aus kurzer Distanz seinen 16. Saisontreffer markierte. „In dieser Situation konzentriert sich Ünal nur auf den Ball und verliert seinen Gegenspieler aus den Augen. Trotzdem muss man natürlich auch sagen, dass Wintzheimer brutale Qualität hat und es einfach gut macht“, nahm Laping seinen Innenverteidiger Ünal Altintas nach der Begegnung in Schutz.

Nur 120 Sekunden nach der Führung hätten die Münchner um Haaresbreite nachgelegt. Jeong fasste sich aus der Distanz ein Herz und knallte das Leder an den Pfosten (18.). Auch im weiteren Spielverlauf wurde deutlich, warum den Bayern die Verpflichtung des 18-jährigen Südkoreaners 700.000 Euro Ablöse wert war. Der quirlige Außenspieler überzeugte mit mutigen Tempodribblings und bereitete auch den 2:0-Endstand durch Meritan Shabani (71.) mustergültig vor. Die Roten Teufel hatten kurz vor dem Seitenwechsel ihre stärkste Phase, als sie zwei hundertprozentige Gelegenheiten liegen ließen. Nach einem Fehlpass der Gäste kam Müsel im Strafraum frei zum Abschluss, doch sein Versuch ging knapp neben den Kasten (40.). Eine Minute später hatte Jannis Held die wohl beste Chance auf den Ausgleich: Müsel bediente mit einem klugen Pass den gestarteten Jeffrey Idehen, der von der Grundlinie überlegt auf den freien Held zurücklegte. Letzterer legte sich das Leder noch kurz zurecht und schoss dann unglücklich ans Aluminium (41.). „Wenn es uns hier gelingt, den Ausgleich zu machen, können wir die Bayern nochmal richtig unter Druck setzen“, trauerte auch Laping den vergebenen Top-Chancen nach. „Die Möglichkeiten hätten wir unbedingt nutzen müssen. Der Gegner hat sonst kaum etwas zugelassen“, schloss sich auch Angreifer Torben Müsel der Meinung seines Trainer an.

Im zweiten Durchgang agierte die U19 des Rekordmeisters sehr selbstbewusst und ballsicher. Die Lauterer konnten nach vorne keine Akzente mehr setzen und hatten Glück, dass Flavius Botiseriu beim Torschuss von Shabani (66.) perfekt im Weg stand. Kurz darauf verzog Jeong völlig frei stehend, nachdem der Ex-FCK’ler Oliver Batista-Meier ihn toll in Szene gesetzt hatte (67.).

„Diese Partie heute war ein reines Bonus-Spiel für uns. Mit Bayern konnten wir uns heute nicht messen. Dafür waren wir im letzten Drittel einfach nicht zwingend genug. Da haben wir es zu häufig versäumt, einen sauberen Ball zu spielen. Hinzu kam noch, dass uns wichtige Spieler gefehlt haben, die wir einfach nicht ersetzen konnten. Wir müssen unsere Punkte woanders holen“, erklärte Laping nach Abpfiff. Wohl wissend, dass seine Elf in den letzten Monaten deutliche Fortschritte gemacht hat. „In der Vorrunde wären wir dem heutigen Gegner klar unterlegen gewesen. Heute muss man sagen, dass vor der Pause der Ausgleich für uns hätte fallen können“, so der Lautern-Coach.

Die nächste machbare Aufgabe bestreiten die Roten Teufel am kommenden Samstag beim 1. FC Nürnberg (13 Uhr). Der steht in der Tabelle zwei Zähler vor Kaiserslautern und könnte mit einem möglichen Sieg überholt werden.

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