Eishockey Selbstkritik von DEB-Sportdirektor Künast nach Olympia

Christian Künast
DEB-Sportdirektor Künast muss sich nach dem Olympia-Aus auch von den NHL-Stars Kritik anhören. (Archivbild)

Nach der Olympia-Enttäuschung des Eishockey-Nationalteams räumt Sportdirektor Künast Fehler ein. Offenbar gab es auch intern heftige Kritik. Über personelle Folgen spricht Künast aber nicht.

München (dpa) - Sportvorstand Christian Künast hat abermalige Fehler des Deutschen Eishockey-Bundes bei der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Mailand eingeräumt. Dabei nahm Künast vor allem sich selbst in die Verantwortung. «Wir waren gut vorbereitet, aber wir waren nicht top vorbereitet. Das beginnt bei mir – weil ich bin der Vorstand Sport», sagte Künast in einem Interview von MagentaSport.

Auch die Planung der Strukturen vor Ort seien nicht gut gewesen. Künast nannte die Gestaltung der Kabinen, sowie die räumliche Trennung von Spielern und dem Team um Bundestrainer Harry Kreis, das nicht im Olympischen Dorf untergebracht war. «Dieser Kontakt hat irgendwo gefehlt – und das ist die größte Stärke von Harry Kreis. Der haben wir ihn irgendwo beraubt – auch ich, weil ich war mitentscheidend», sagte Künast, der sich im Nachgang der Winterspiele offenbar auch deutliche Kritik von Topstar Leon Draisaitl gefallen lassen musste.

Draisaitl äußert intern offenbar deutliche Kritik

«Ich habe ein sehr langes Gespräch gehabt mit Leon nach Olympia – für mich sehr wichtig, auch für den Verband sehr wichtig. Er hat Dinge angesprochen, auch außerhalb des Eises, die wir besser machen können», berichtete Künast. «Zum Beispiel so Dinge wie Verpflegung nach dem Spiel.»

Auch andere Spieler hätten Abläufe und Organisation kritisiert. Draisaitl hatte zuvor in einem Interview bereits Kritik am Trainerteam geäußert und sich mehr Einflussnahme des Bundestrainers gewünscht.

Über personelle Konsequenzen sprach Künast indes nicht. Trotz der personell erstklassig besetzten deutschen Mannschaft mit mehreren Weltklassespielern aus der NHL wie Draisaitl, Tim Stützle oder Moritz Seider und des vermeintlich machbaren Viertelfinalgegners Slowakei hatte die deutsche Auswahl beim 2:6 ein Debakel erlebt.

Bereits bei den völlig enttäuschenden Winterspielen 2022 in Peking noch unter dem damaligen Bundestrainer Toni Söderholm hatte es Kritik an der Organisation und Planung des damaligen Sportdirektors Künast gegeben.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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