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Samstag, 28. Juli 2018 Drucken

Games

Nur wenige echte Überraschungen

Die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, ist die bedeutendste Spielemesse der Welt. Einmal im Jahr stellen die größten Spieleverlage der Fachpresse in Los Angeles ihre Games der kommenden Monate und Jahre vor. Zu den Gewinnern, was den Kampf um Medien-Aufmerksamkeit und Spielerinteresse angeht, gehörten Bethesda Softworks und Microsoft.

Von Jan Torben Martens

Während der Electronic Entertainment Expo (E3) werden die neuesten Computer- und Videospiele der Öffentlichkeit vorgestellt. Entsprechend groß ist das Medieninteresse an der Fachmesse.

Während der Electronic Entertainment Expo (E3) werden die neuesten Computer- und Videospiele der Öffentlichkeit vorgestellt. Entsprechend groß ist das Medieninteresse an der Fachmesse. ( Foto: dpa)

Den Auftakt machte Electronic Arts (EA) mit ihrem parallel stattfindenden Event „EA Play“. Außer den jährlich erscheinenden Sportspielen wie zum Beispiel „Fifa“ präsentierte EA das neue, im Zweiten Weltkrieg spielende „Battlefield V“ und das im vergangenen Jahr erstmals vorgestellte „Anthem“, die nächste große Spielemarke, die über Jahre unterstützt und mit Inhalten versorgt werden soll. „Games as a service“, wie es so schön heißt. EA-Geschäftsführer Andrew Wilson kündigte während der E3 einen Streamingdienst für Videospiele an: Die Spiele werden demnach in einer Cloud berechnet, und das Bild wird auf das entsprechende Endgerät übertragen. So soll es auch möglich sein, auf hardwareschwachen Geräten grafisch anspruchsvolle Spiele zu spielen. Benötigt wird einzig eine gute Internetverbindung.

Microsoft verpflichtete fünf neue Entwicklerstudios und präsentierte mehr als 50 neue Spiele – sowohl kleinere Nischenspiele als auch große Titel, beispielsweise die Fortsetzung „Halo: Infinite“. Auch Microsoft kündigte einen eigenen Streamingdienst an – ein Trend in diesem Jahr. Zum Abschluss präsentierte Microsoft „Cyberpunk 2077“ mit einem kurzen Trailer. Es ist das neue Projekt der polnischen Entwickler von CD Projekt Red, die für „The Witcher 3“ verantwortlich waren.

Bethesda brannte in der Pressekonferenz ein wahres Feuerwerk ab, zeigte unter anderem bewegte Szenen von „Rage 2“ und „Fallout 76“, einem weiteren „Doom“-Spiel und kündigte „Elder Scrolls VI“ an – ohne ein Erscheinungsdatum zu nennen.

Ein spielerischer Höhepunkt dürfte das von Ubisoft angekündigte „Assassins Creed Odyssey“ werden, das noch Ende dieses Jahres erscheinen soll und den Fokus der Spieleserie weiter auf Rollenspiel ausbaut.

Sony zeigte gleich zu Beginn seiner Pressekonferenz „The Last of Us 2“ – und sorgte damit bei Fans für Gänsehaut. Schließlich gilt der Vorgänger bis heute als eins der besten Spiele für die Playstation. Ein dickes Fragezeichen hinterlässt dagegen das sehr abstrakte „Death Stranding“. Nach der Präsentation bleibt offen, was die Spieler in diesem Spiel einmal erleben werden: Die Story handelt unter anderem von unsichtbaren Wesen und Regen, der einen rapide altern lässt.

Ein für Nostalgiker freudiger Abschluss des mehrtägigen Präsentationsmarathons war Nintendos Pressekonferenz: Der japanische Spieleverlag kündigte drei neue Ableger von altbekannten Spielereihen an: „Pokemon Let’s Go Pikachu“, „Super Mario Party“ und „Super Smash Bros.“. Große Überraschungen für die Spielkonsole Switch fehlten allerdings.

Die E3 spiegelte die aktuellen Trends der Videospielindustrie wider: So präsentierten mehrere Spieleverlage Games, die über Jahre hinweg unterstützt werden und so langfristig Gewinne einspielen sollen. Ebenso beliebt sind Spiele mit einem „Battle Royale“-Modus, bei dem ein Spieler gegen 99 andere überleben muss. Wie aus den Vorjahren gewohnt, beherrschten etablierte Marken die Pressekonferenzen, die Neuankündigungen von frischen Marken ließen sich wieder an einer Hand abzählen ...

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