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Mittwoch, 05. September 2018 Drucken

Games

Interview: „Die Vision wird nun zur Realität“

„Wann genau das erste ,Die Siedler’ erschienen ist, weiß ich leider nicht mehr genau“, gibt Serienerfinder Volker Wertich zu.

„Wann genau das erste ,Die Siedler’ erschienen ist, weiß ich leider nicht mehr genau“, gibt Serienerfinder Volker Wertich zu. ( Foto: Ginkel)

Zu den Überraschungen der Gamescom zählte die Ankündigung, dass es mit der Aufbaustrategie-Reihe „Die Siedler“ weitergeht – und zwar mit dem Urvater und Erfinder der Serie Volker Wertich als Creative Director. Benjamin Ginkel hat sich mit Wertich, der in Ingelheim am Rhein lebt und arbeitet, über den neuesten Serienableger, 25 Jahre „Die Siedler“ und den Spiele-Entwicklungsstandort Rheinland-Pfalz unterhalten.

Sie gelten als Schöpfer der Spieleserie „Die Siedler“. An welchen der mittlerweile sieben Teile waren Sie an der Produktion beteiligt?

Teil eins habe ich neu erfunden, war Designer, Programmierer und Tester in einer Person. Auch an „Die Siedler 3“ habe ich noch mitgearbeitet. Und vor zwei Jahren kam das Angebot, am nächsten „Die Siedler“ mitzuarbeiten.

Von wem ging dazu die Initiative aus?

Mein jetziger Chef bei Envision Entertainment in Ingelheim und der Chef von Ubisoft Blue Byte haben sich unterhalten, und sie fanden es eine gute Idee, gemeinsam an einem neuen „Siedler“ zu arbeiten. Die Vision zum Spiel hat alle begeistert und nun wird es Realität.

 

Wie ist es, mit Menschen zu arbeiten, die mit den „Siedler“-Spielen groß geworden sind?

Das Team war von Anfang an sehr offen. Ich erwarte nicht, gehuldigt zu werden – eher im Gegenteil, ich versuche, möglichst ansprechbar zu sein. Dafür fahre ich regelmäßig nach Düsseldorf, wo große Teile des Spiels entwickelt werden. „Die Siedler“ wird kein automatischer Erfolg, da steckt eine Menge Arbeit dahinter. Teamarbeit.

 

Die Spieleserie wird in diesem Jahr 25 Jahre – wann feiern Sie den Geburtstag der „Die Siedler“?

(schmunzelt) Das weiß ich leider nicht mehr auf den Tag genau. Der Wikipedia-Eintrag dazu ist jedenfalls nicht richtig. Leider finde ich dazu nichts mehr, aber es muss so um den 15. November 1993 gewesen sein. Ubisoft Blue Byte feiert den Jahrestag mit einer History-Collection, in der alle „Die Siedler“-Spiele stecken.

 

Die deutsche Games-Branche diskutiert seit Monaten das Thema staatlich finanzierte Spiele-Entwicklungsförderung. Wie sieht es Ihrer Meinung nach damit in Rheinland-Pfalz aus?

Wir kämpfen uns komplett alleine durch, die Förderung von Games-Projekten steckt deutschlandweit noch in den Kinderschuhen. Zur Gamescom-Eröffnung hat sich Armin Laschet, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, dazu geäußert. Aus meiner Sicht ist die Förderung von Spieleentwicklern in Rheinland-Pfalz im Moment noch nicht wirklich existent.