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Brettspiele

Ohne Worte, aber mit vollem Durchblick

„Imagine“: Begriffe und Redewendungen müssen mithilfe von Motivkarten erklärt und erraten werden

Von Anne Lenhardt

Ein Fahrrad mit zwei Menschen? Ganz klar – ein Tandem. Die Karten geben den Hinweis auf den Begriff.

Ein Fahrrad mit zwei Menschen? Ganz klar – ein Tandem. Die Karten geben den Hinweis auf den Begriff. ( Foto: Xla)

Ein blaues Fahrrad, zwei dunkelgrüne Menschen und das drapiert oberhalb einer schwarzen Linie. Was das heißen soll? „Tandem“ natürlich – einer von 520 Begriffen, die man beim Kartenspiel „Imagine“ erklären muss. Allerdings nicht mit Worten, sondern transparenten Motivkarten. Da haben es auch Erwachsene mit dem Durchblick schwer.

In einem Kreis auf dem Tisch verteilt liegen 61 Motivkarten, durchsichtig und mit bunten, auch geometrischen Formen darauf. Da sind zum Beispiel ein rotes Herz, eine grüne Tanne. Daneben liegen blaue Wassertropfen, ein Schwert und etwas, das aussieht wie ein U-Boot, eine rote Lakritzschnecke, ein Auto und ein Pokal. Soweit, so gut. Doch da ist noch ein anderer Stapel mit 520 Begriffen und Redewendungen, die mit den Motivkarten erklärt werden sollen. „Aus dem Ruder laufen“ zum Beispiel. Oder Dinge, die uns unglücklich machen („weinen“), Orte („Wasserturm“) oder Mythen wie der „Zyklop“. Hier setzt „Imagine“ an: Begriffe und Redewendungen mit den vorgegebenen Motiven – ohne Worte – erklären. Es geht um Vorstellungskraft. Klar, „Imagine“ (englisch für „sich vorstellen“) eben.

Gespielt wird zwei Runden lang jeder gegen jeden. Man zieht eine Karte, auf denen je acht Begriffe stehen, die Mitspieler wählen eine Zahl aus. Der Begriff dahinter muss mit den Motivkarten gelegt werden. Das Besondere: Sie dürfen kreuz und quer gelegt werden, übereinander, untereinander oder gedreht. Sogar aufrecht auf dem Tisch darf man die Motive halten und Bewegung simulieren.

Währenddessen versuchen die Mitspieler, das gesuchte Wort oder die Redewendung zu erraten. Einen kleinen Hinweis, nämlich die Kategorie des Begriffs, hat man ihnen vorher gegeben. Die Runde gewinnt, wer den Begriff zuerst errät. Er und der kartenlegende Spieler erhalten jeweils einen Punkt. Wer am Ende der zwei Runden die meisten hat, ist Sieger der Partie.

Gedacht ist „Imagine“ für drei bis acht Spieler zwischen zwölf und 99 Jahren. Das spiegelt sich auch in den Begriffen wider. Während der Großteil der Orte, Dinge, Sportarten und Fernsehsendungen auch den jüngeren Spielern bekannt sein dürfte, stoßen gerade die bei den Redewendungen oder Film- und Musiktiteln häufig an ihre Grenzen. Wie oft hat ein Zwölfjähriger schon „Das Pferd von hinten aufzäumen“ oder vom „Damoklesschwert“ gehört? Da hilft dann nur, sich über die Regeln hinwegzusetzen und einen leichteren Begriff von der Karte zu wählen. Abgesehen von den teils schwierigen Begriffen, ist „Imagine“ vor allem eines: ein großer Ratespaß und das nicht nur für Fans von Tabu Hot Pen, das nach ähnlichem Prinzip gespielt wird. Sowohl ältere als auch jüngere Rätselrater und Fantasievolle finden in „Imagine“ einen kurzweiligen Zeitvertreib. Mit rund 30 Minuten Spielzeit ist das Ratespiel weder zu lang noch zu kurz, sondern genau richtig für eine Partie mit der ganzen Familie. Nur der Tisch sollte nicht zu klein für die vielen Karten sein.

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