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Brettspiele

Öh. Öh. Dodelido!

„Dodelido“: Mit dem lustigen Kartenspiel kann man sich ganze Nächte um die Ohren schlagen

Von Christian Treptow

Volle Konzentration: zweimal „Öh“ für die Schildkröte.

Volle Konzentration: zweimal „Öh“ für die Schildkröte. ( Foto: UNN)

Kartenspiele, mit denen man sich ganze Abende oder gar Nächte um die Ohren schlagen kann, gibt es schon einige auf dem Markt. Mit „Dodelido“ ist Jacques Zeimet allerdings ein ganz großer Wurf gelungen. Und das nicht nur wegen des witzigen Namens.

Ja, ich gebe es im Namen aller beteiligten Tester zu: Wir waren nach der ersten Runde süchtig nach „Dodelido“. Gebremst wurden wir lediglich davon, dass am nächsten Tag die eine oder andere Verpflichtung auf uns wartete. Daher waren wir gezwungen, kurz vor Mitternacht abzubrechen. Wer weiß, wie lange es noch gegangen wäre...

Selten hatten wir beim Testen solch einen Spaß. Schon beim Anblick der liebevoll gestalteten Kärtchen beginnt man, erste Sympathien für Zeimets Kreation zu entwickeln. Beim Lesen der simplen, aber effektiven Regeln wird daraus schon so etwas wie Zuneigung, wenn man die Anzahl der „Öhs“ und das zentrale Wort „Dodelido“ kennenlernt.

Okay, der Reihe nach. Die Karten werden unter den zwei bis sechs Spielern aufgeteilt. Auf den Kärtchen sind Tiere (Pinguin, Kamel, Flamingo, Schildkröte, Zebra) in unterschiedlichen Farben (Gelb, Weiß, Grün, Blau, Pink) abgebildet. Jeder Spieler legt der Reihe nach eine Karte ab. Dadurch entstehen drei Ablagestapel in der Mitte des Tischs.

Zu den dadurch entstehenden Kombinationen aus Tieren und Farben muss jeder Spieler, der an der Reihe ist, eine Aussage hinsichtlich der Gemeinsamkeiten der Bildchen treffen. Liegen zum Beispiel zwei Kamele unterschiedlicher Farbe, muss man „Kamel“ rufen. Sind ein blaues Zebra und ein blauer Pinguin zu sehen, muss man „blau“ rufen. Entscheidend ist, von was mehr Karten zu sehen sind. Liegen zwei blaue Flamingos und ein blaues Kamel, muss man „blau“ rufen. Es kann aber auch vorkommen, dass weder ein Tier noch eine Farbe die Mehrheit hat. Dann ruft der Spieler „Dodelido“.

Die Schildkröte ist ein Sonderfall. Sie ist von Natur aus langsam. Daher muss man für jede Schildkröte einmal „Öh“ sagen. Das führt zu Konstrukten wie: „Öh. Öh. Dodelido!“ Das ist so schon witzig und mit Gin Tonic noch viel mehr.

Beim Krokodil hat sich Jacques Zeimet von Ligretto inspirieren lassen. Taucht dieses Tier auf, müssen alle Spieler möglichst schnell auf die Karte schlagen, um es zu vertreiben. Der Langsamste – der, der später auch keine Schmerzen in der Hand hat – muss alle Karten nehmen, die bis dahin ausgespielt worden sind. Das gilt auch, wenn jemand das falsche Tier, die falsche Farbe oder falsch „Dodelido“ ruft. Beim Finden der richtigen Antwort sind dabei konzentrierte Gesichter zu sehen, als müsste man eine Atombombe entschärfen. Sieger ist, wer zuerst keine Karten mehr auf der Hand hat.

Das alles kombiniert mit einer netten Runde, und Sie haben den Spaß Ihres Lebens. Denn irgendwann rutscht einem Mitspieler ein falsches „Dodelido“, die falsche Farbe oder das falsche Tier raus. Oder noch besser: ein „Öh“ zu wenig. Das mit dem Spaß funktioniert übrigens auch ohne Promille im Blut. Kleiner Bonus: Dann haben Sie zusätzlich noch die Chance, zu gewinnen. Viel Vergnügen.

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