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Freitag, 21. September 2018 Drucken

Brettspiele

App mit Überblick

„Agentenjagd“: Moderne „Scotland Yard“-Version mit technischer Unterstützung

Von Christian Treptow

Die Informanten der Agenten sind über alle Kontinente verstreut und müssen gefunden werden.

Die Informanten der Agenten sind über alle Kontinente verstreut und müssen gefunden werden. ( Foto: Treptow)

Geben Sie es ruhig zu: Irgendwann in Ihrer Kindheit haben Sie auch mal davon geträumt, Geheimagent zu werden. Wie James Bond um die Welt düsen und an exotischen Orten Bösewichte schnappen. Das können Sie jetzt fast alles mit dem Spiel „Agentenjagd“ erleben. Der einzige Haken: Sie brauchen ein Smartphone oder Tablet. Denn ohne die begleitende, kostenlose App läuft nichts.

Vor dem Spielvergnügen haben die Macher von „Agentenjagd“ den Besuch beim App-Store geschaltet. Der ist zwingend. Die zugegeben praktische App braucht man bei der Jagd nach dem Spion rund um den Globus auf dem Spielplan. Die Agenten Goldhawk, Whitewolf, Redfox und Blackfire versuchen, den Spion zur Strecke zu bringen. Allerdings nicht als Team. Jeder ist auf sich alleine gestellt bei der Hatz um den Erdball.

Um den Spion zu schnappen, müssen die konkurrierenden Agenten erst mal ihre Informanten befragen. Diese sind über alle Erdteile verstreut. Wer den Informanten auf dem jeweiligen Kontinent zuerst findet, bekommt mehr Aktionskarten als die Konkurrenz. Die Aktionskarten helfen im weiteren Verlauf des Spiels bei der Suche nach dem Spion. Gereist wird – wie es sich für einen Agenten gehört – per Motorrad, Sportwagen, Helikopter oder Flugzeug.

Welcher Zug vorgenommen werden kann, das sagt einem immer die App. Denn später können Aktionskarten dazu führen, dass manches Transportmittel gerade nicht zur Verfügung steht. Dann ist Kreativität gefragt.

Und auch sonst geht nichts ohne das Hilfsmittel auf Smartphone oder Tablet. Wer eine Aktionskarte ausspielen will, muss vorher den jeweiligen Code bei der App eintippen. Geheime Botschaften am Ende eines jeweiligen Zuges sind auch auf dem Bildschirm zu finden. Und keine Angst, das Gerät zerstört sich nach der Lektüre nicht innerhalb von fünf Sekunden von selbst. Die App behält auch den Überblick und sagt immer wieder, wer wo zu stehen hat. Wer das nicht tut, der hat höchstwahrscheinlich vergessen, bei der App eine Aktion oder eine Reise zu bestätigen. Irrtum ausgeschlossen. Herausfinden, wo sich Informanten und der gesuchte Spion befinden, muss man aber noch selbst.

Ja, „Agentenjagd“ erinnert doch frappierend an „Scotland Yard“. Allerdings ist hier keiner der Mitspieler Mister X, der verzweifelt auf der Flucht durch London ist. Aber die Ähnlichkeiten sind nicht wegzudiskutieren. Spaß macht auch diese Hatz auf den Spion im Stil des dritten Jahrtausends. Die Nostalgiker werden allerdings vermissen, dass sie nicht mehr hinter vorgehaltener Hand Züge notieren können. Stattdessen gibt’s nun geheime Nachrichten und Anweisungen von einer Computerstimme. Aber auch das hat durchaus seinen Reiz.

Ein Auge sollte man auch immer darauf haben, was die Mitspieler gerade so machen. Das Auffinden von Informanten auf anderen Kontinenten kann dadurch etwas leichter fallen. Und auch die Aktionskarten wollen wohldosiert eingesetzt werden. Das kann wirklich zu einem lustigen Abend führen. Denn am Ende will jeder Agent natürlich den anderen ausstechen und den Spion zuerst fangen. Aber ja, das permanente Herumgeben des Smartphones oder des Tablets ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Die leicht nervige Hintergrundmusik kann man übrigens ausschalten.

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