Fußball
Oberliga: Rückschläge in Dudenhofen und Ludwigshafen
FV Dudenhofen - FV Diefflen 1:3 (0:1)
Rückschlag im „Klassenkampf“ für den FV Dudenhofen: Im Sechs-Punkte-Spiel gegen den FV 07 Diefflen unterlagen die Gelb-Schwarzen vor 225 Zuschauern an der Iggelheimer Straße 1:3 (0:1). Vor den drei Endspielen in Idar-Oberstein, daheim gegen SV Auersmacher und bei TSV Gau-Odernheim ist aber noch nichts verloren für die Dudenhofener, da die Konkurrenz im Tabellenkeller auch leer ausgegangen ist.
„Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Yannis Albrecht. Der Abwehrrecke hatte in der vorletzten Minute die große Chance zum 2:2-Ausgleich, sein Kopfball aber verfehlte nur um Zentimeter das Ziel. Eine Minute später machte Maximilian Kolodziej mit dem 3:1 alles klar für den Gast. „Wir waren der glückliche Sieger“, gestand Diefflens Coach Thomas Hofer.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab’s die kalte Dusche für die Gastgeber: Dudenhofens sechste Ecke wird abgewehrt, die Nachschüsse werden geblockt. Ein klasse Konter beschert Diefflen die 1:0-Pausenführung. Nach Fatih Günes’ Sprint braucht Fabian Scheffer den Ball nur über die Torlinie zu schieben. Vorher hatte der Gast nur eine Torannäherung durch Günes in der 33. Minute. Pech für Dudenhofen, dass Kapitän Marvin Sprengling nach 55 Sekunden nur die Latte traf.
Der FV Dudenhofen drückte, Chancen aber waren rar. Ein Distanzschuss von Marvin Klehr in der 27. Minute und eine Chance durch den spielfreudigen Felix Heimgärtner in der 33. Minute – mehr war’s vor der Pause nicht. Aluminium stand auch Max Lichti in der 58. Spielminute im Weg, in der 67. Minute landete ein wuchtiger Kopfball von Luca Henrich an der Latte
Mit einem Distanzschuss sorgte Nico Theisinger in der 72. Minute für das 2:0, Diefflens Chris-Peter Haase traf in der 77. Minute die Latte. In der 79. Minute verkürzte der eingewechselte Luca Schlee auf 1:2. 15:3 Ecken verbuchten die Gastgeber, die kämpferisch alles gaben. „In meinen Augen ist es eine unnötige Niederlage“, befand Tim Lange, der acht Monate studienhalber in den USA weilte und in den letzten 17 Minuten ein starkes Comeback gab. „Wir waren einfach nicht reif genug, das Spiel durchzuziehen“, sagte Dudenhofens arg enttäuschter Trainer René Reichling, der das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft rügte.
Arminia Ludwigshafen - Cosmos Koblenz 0:2 (0:0)
Die 0:2-Niederlage gegen Cosmos Koblenz ist ein Rückschritt für den abstiegsbedrohten Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen. Dabei begann der FCA sehr konzentriert, nahm das Heft gleich in die Hand. Nach einem Freistoß traf Noah Hannawald zwar ins Schwarze, stand aber im Abseits (3.). Drei Minuten später hätte es 1:0 heißen können, doch Hannawalds Querpass auf Bastian Hommrich geriet zu stramm. Nach einer guten Hereingabe von Hommrich traf A-Junior Luis Moog in aussichtsreicher Position den Ball nicht voll (13.). Zu diesem Zeitpunkt wäre die Arminia-Führung längst verdient gewesen.
Die Koblenzer standen danach sicherer in der Abwehr, blieben bei ihren Angriffsbemühungen aber harmlos. Nach 20 ereignislosen Minuten erstarb den Anhängern der Gastgeber der Torschrei auf den Lippen. Ein guter Angriff über rechts wurde plötzlich auf links verlagert. Über Moog kam der Ball zu Hannawald, der quer auf Kapitän Ricardo Antonaci passte, dessen Schuss aus kurzer Distanz Torwart Josue Duverger mit tollem Reflex um den Pfosten drehte (35.).
Gefährlich wurden die Gäste nur einmal, als der FCA zentral eine Lücke ließ, in die Kebir Canpolat stieß, doch seinen Schuss parierte Kevin Urban im Arminia-Tor (44.). Im Gegenzug schoss Moog nach einer Kopfballablage von Max Krämer über den Kasten. „Wir müssen zur Pause führen“, haderte Arminia-Trainer Ralf Gimmy.
Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, da entschied Schiedsrichter Lukas Rohn nach einem Zweikampf auf Foulelfmeter. Den kann man pfeifen, muss man aber nicht. Behadil Sabani verwandelte sicher (48.). Danach verflachte die Partie, bis Rohn eingriff und Arminen-Innenverteidiger Kevin Selzer eine ungerechte Rote Karte zeigte. Foul ja, Gelb auch, aber die Verhinderung einer klaren Torchance war nicht gegeben (61.). In Unterzahl liefen die Ludwigshafener dann in einen Konter. Jeremy Mekoma flankte und Nao Oriyama, der beste Mann auf dem Platz, vollstreckte gekonnt (65.).
Doch es kam noch schlimmer für die Platzherren. Der bereits verwarnte Antonaci sah nach einem Foul an Oriyama Gelb-Rot (68.). Eine korrekte Entscheidung. Bei einem 0:2-Rückstand und doppelter Unterzahl war die Partie gelaufen. Dennoch traf Canpolat an die Unterkante der Latte (78.). „Diese Niederlage müssen wir erst einmal verkraften“, so Gimmy.
Info
Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollständige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (Android, iOS). Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausführlich vom Sport.