Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Decker erfüllt seine Aufgaben

Die FKP-Joker: Luka Dimitrijevic gratuliert dem Schützen des späten 2:2, Till Decker (vorne links). Rechts der ebenfalls eingewe
Die FKP-Joker: Luka Dimitrijevic gratuliert dem Schützen des späten 2:2, Till Decker (vorne links). Rechts der ebenfalls eingewechselte, an beiden Toren beteiligte Oleksandr Formaniuk, links der mal wieder in die Startelf gerückte Jonas Vogt.

Der Oberliga-Zweite aus Pirmasens holt nach 0:2-Rückstand wenigstens noch einen Punkt in Diefflen und bleibt damit zwei Punkte hinter dem FCK II (1:1 in Auersmacher).

Till Decker hat dem Tabellenzweiten der Fußball-Oberliga, dem FK Pirmasens, wenigstens einen Punkt im Spiel beim FV Diefflen gerettet. Der 19-Jährige aus Großsteinhausen traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand.

Als er nach einer Stunde eingewechselt worden war, hatte seine Mannschaft 0:2 zurückgelegen. Nach gefälligen ersten 25 Minuten mit einem Lattentreffer von Luka Dimitrijevic verteidigte der FKP bis zur Pause gegen den saarländischen Tabellenvorletzten nicht wie ein Titel-, sondern wie ein Abstiegskandidat. Das lag natürlich auch daran, dass in der Abwehr neben den Langzeitverletzten Manuel Grünnagel und Kevin Büchler auch der gesperrte Kapitän Yannick Grieß, Eliakim Kukanda (Leistenprobleme, wie auch Stürmer Oskar Prokopchuk) und ab der 36. Minute zudem der auf den Ellenbogen gefallene Michael Müller fehlten. „Schlafmützen!“, rief der erboste Cheftrainer Daniel Paulus nach dem Traum-Volleytor des völlig ungestörten Fabian Scheffer zum 1:0 (26.). Beim 2:0 (45.+1) eskortierten der für Müller gekommene Miguel Deho und Jonas Vogt den Torschützen Fatih Günes nur, anstatt ihn ernsthaft zu stören.

Kreativität eingewechselt

Paulus nahm zur Pause den schwachen Außenverteidiger Noah Stilb raus, beorderte Dimitrijevic auf die linke Seite und brachte mit A-Junior Oleksandr Formaniuk mehr Kreativität aufs Feld. Der Ukrainer leitete mit einem schönen Diagonalball auf Dimitrijevic Marc Ehrharts Anschlusstor ein (62.). Und er schlug die Ecke, die letztlich den in der zweiten Halbzeit drückend überlegenen Pirmasensern den 2:2-Ausgleich brachte. „Ich sollte auf dem rechten Flügel Gas geben und bei der Ecke an den langen Pfosten gehen. Das habe ich gemacht“, beschrieb Decker seine Aufgaben. Trainer Paulus lobte Decker, der „körperlich zugelegt“ habe und „ein Ackerer und Kämpfer“ sei, und auch Formaniuk: „Er hat ein Topspiel gemacht.“

Zwischenzeitlich ziemlich gefrustet: FKP-Chefcoach Daniel Paulus (kniend), hier im Gespräch mit Co-Trainer Hagen Burkart (stehen
Zwischenzeitlich ziemlich gefrustet: FKP-Chefcoach Daniel Paulus (kniend), hier im Gespräch mit Co-Trainer Hagen Burkart (stehend).

Ansonsten beklagte er insbesondere das Fehlen von Kapitän und Abwehrchef Grieß. „Der ,Lange’ hält hinten alles zusammen. Als Müller dann auch noch raus musste, war’s hinten ein zusammengewürfelter Haufen.“ Es hätte gar 3:0 zur Pause stehen können, wenn der Ball nach Scheffers Schuss vom Innenpfosten nicht wieder ins Feld gesprungen wäre. „Wir haben 60 Minuten gebraucht, um Zugang zu dem Spiel zu finden. Am Schluss war’s ein Scheibenschießen“, stellte Paulus fest. Kurz vor Deckers Ausgleichstreffer hatte Diefflen innerhalb von zehn Sekunden vier Pirmasenser Torschüsse abgeblockt.

Der reklamierende FVD-Trainer Thomas Hofer sah bereits nach 20 Minuten die Rote Karte. Er fühlte sich „vom Linienrichter provoziert“.

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Die Pflichten eines A-Juniors in der ersten Mannschaft: FKP-Mittelfeldtalent Oleksandr Formaniuk nach dem Abpfiff in Diefflen.
Die Pflichten eines A-Juniors in der ersten Mannschaft: FKP-Mittelfeldtalent Oleksandr Formaniuk nach dem Abpfiff in Diefflen.
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