Südwest Weniger Todesfälle durch Herzinfarkt in Rheinland-Pfalz

Krankenhaus
Die Spinde der Mitarbeiter in einem Krankenhaus sind mit Vorhängeschlössern verschlossen.

Die Anzahl der Todesfälle durch Herzinfarkt in Rheinland-Pfalz geht zurück. Auch die Zahl der behandelten Patienten ist rückläufig. Männer sind dabei eher von Herzinfarkten betroffen.

Mainz (dpa/lrs) - Die Anzahl der Todesfälle durch Herzinfarkt in Rheinland-Pfalz geht zurück. Auch die Zahl der Menschen, die deswegen in Krankenhäusern behandelt wurden, ist in dem Bundesland rückläufig, wie aus der Analyse von Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch die Techniker Krankenkasse hervorgeht. Während im Jahr 2005 noch 322 Menschen je 100.000 Einwohner mit einem Herzinfarkt in Kliniken behandelt wurden, waren es 2022 nur noch 215 Patienten je 100.000 Einwohner, wie die Krankenkasse am Mittwoch in Mainz mitteilte. In absoluten Zahlen sei das ein Rückgang von 11.886 (2005) auf 9719 (2022).

Im Jahr 2005 seien elf Prozent der eingelieferten Patienten in Rheinland-Pfalz gestorben, 2022 seien es 8,7 Prozent gewesen. Einige Menschen seien allerdings auch gestorben, bevor sie behandelt werden konnten. Die Todesfälle insgesamt seien aber ebenfalls rückläufig: 2005 seien in dem Bundesland 3188 Menschen (87 je 100.000 Einwohner) an einem Herzinfarkt gestorben, im Jahr 2022 waren es 2899 Menschen (58,5 Prozent je 100.000 Einwohner).

Die wichtigsten Ursachen bei der Entstehung eines Herzinfarktes seien hoher Blutdruck und schlechte Cholesterinwerte, Diabetes und Übergewicht sowie Bewegungsmangel und Rauchen. «Wir wissen aus eigenen Auswertungen, dass Männer eher Vorsorgemuffel sind und weniger Check-up-Angebote beim Arzt oder bei der Ärztin in Anspruch nehmen. Gleichzeitig sind sie häufig auch weniger gesundheitsbewusst als Frauen», sagte Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. Dies spiegle sich auch in den Zahlen wider: 2022 seien fast 68 Prozent der Herzinfarkt-Patienten in Rheinland-Pfalz männlich gewesen.

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