Südwest Versicherer: weniger Unwetterschäden 2023 im Saarland

Hochwasser im Saarland
Die Stadtautobahn A620 steht unter Wasser. Heftiger Dauerregen hat im Saarland an Pfingsten vielfache Überflutungen und Erdrutsche verursacht.

Die Versicherungswirtschaft hat ihre Bilanz zu Schäden wegen Wetterextremen vorgelegt. Im Saarland ist die Summe 2023 stark gesunken.

Berlin/Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland sind die Schäden durch Sturm, Hagel, Hochwasser und Starkregen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Die Schadensumme für Unwetterschäden habe 2023 mit insgesamt 28 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr um 19 Millionen Euro niedriger gelegen, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag in Berlin mit.

Rund 19 Millionen Euro entfielen auf die Sachversicherer für Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie 9 Millionen Euro auf die Kraftfahrzeug-Versicherer. Die GDV-Statistik erfasst nur versicherte Schäden.

Statistisch gesehen waren im Land von 1000 Wohngebäudeversicherungsverträgen 14,2 (2022: 26,1) von einem Sturm- und Hagelschaden betroffen. Damit stand das Saarland auf Platz acht der bundesweiten Naturgefahrenbilanz, wie der Verband mitteilte. Die Schadenhäufigkeit bei Sturm- und Hagelschäden liegt im Bundesdurchschnitt bei 18,5 Schadenmeldungen. Die meisten Schäden gab es in Schleswig-Holstein mit 31 Meldungen.

Während fast alle Wohnhäuser im Saarland gegen Sturm und Hagel abgesichert seien, verfügten nur 49 Prozent über den Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser. Im Bundesdurchschnitt seien 54 Prozent gegen alle Naturgefahren versichert. «Viele Hausbesitzer sind sich ihrer individuellen Bedrohung durch Naturgefahren nicht bewusst», teilte der Verband mit.

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